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16.07.2014

Guerdat siegt zum CHIO-Auftakt

Die Schweiz ist in diesem Jahr das Partnerland des CHIO Aachen. Und gleich zum Auftakt konnte sich mit Olympiasieger Steve Guerdat ein Eidgenosse beim Eröffnungsspringen an die Spitze setzen.

Steve Guerdat (SUI) hat sich für das CHIO Aachen viel vorgenommen. © Tomas Holcbecher
Steve Guerdat (SUI) hat sich für das CHIO Aachen viel vorgenommen.
© Tomas Holcbecher
Steve Guerdat absolvierte den bis zu 1,45 Meter hohen Parcours mit seiner zehnjährigen Fuchsstute Qui Vive De La Tour in 63,68 Sekunden mit Abstand am schnellsten. Routinier Ludger Beerbaum (GER) folgte mit seinem KWPN-Hengst Zinedine in 65,67 Sekunden, unmittelbar vor seinem Landsmann Felix Haßmann, der auf seinem Baden-Württemberger-Hengst Horse Gym’s Quali Quanti lediglich drei Hundertstel Sekunden mehr benötigte (65,70).

Für Guerdat war es zugleich der optimale Auftakt in die Aachener CHIO-Woche. Als Olympiasieger ist er für den Großen Preis ohnehin qualifiziert. Dort könnte er am Sonntag Reitsportgeschichte im Rahmen des Rolex Grand Slam schreiben. Als Sieger der letzten Major-Etappe in Genf hat er die Chance, als erster Reiter zwei Springen der Serie, die vor einem Jahr in Aachen ihren Anfang nahm, hintereinander für sich zu entscheiden.

Wichtiger als die Weltreiterspiele

Am Vortag hatte Steve Guerdat beim offiziellen Empfang der Schweiz auf dem Aachener Marktplatz große Taten angekündigt. „Ich habe den Großen Preis noch nie gewonnen, das ist in diesem Jahr mein Hauptziel, vielleicht sogar noch vor den Weltreiterspielen“, sagte der 32-Jährige. Damit bestätigt der Olympiasieger von 2012 einen Trend, der bei den Springreitern immer mehr zur Mode wird: Für die Ehre und das eigene Land zu reiten steht auf der Prioritätenliste weit hinter dem Gewinnen großer Preisgelder. Aachen zählt mit 2,73 Millionen Euro zu den höchst dotierten Turnieren der Welt, alleine im Großen Preis am Sonntag wird in Summe 1 Million Euro an die Platzierten ausgeschüttet.

Für Steve Guerdat steht an diesem Wochenende sogar noch mehr auf dem Spiel. Mit einem Sieg im Rolex Grand Prix würde der Schweizer die Chance auf einen zusätzlichen Bonus in Höhe von einer Million wahren – einen Sieg im September beim Spruce Meadows „Masters“ vorausgesetzt. Gewinnt er in Aachen, nicht aber in Kanada, würde er immerhin noch 500.000 Euro zusätzlich erreichen. Dass die mager dotierten Springen der Weltreiterspiele angesichts solcher Summen ins Hintertreffen geraten, ist nicht weiter verwunderlich.

Disqualifikation für Eric Lamaze

Weniger erfreulich begann das Aachener CHIO am Mittwoch für einen anderen Olympiasieger. Weil sein Pferd nicht zugelassene Gamaschen an den Hinterbeinen trug, wurde der Kanadier Eric Lamaze nach seinem Sieg im Youngsters-Cup disqualifiziert.

Lamazes Fehler war das Glück für einen anderen: Der 24-jährige Gestüt-Sprehe-Bereiter Denis Nielsen rückte von Rang zwei an die Spitze der Wertung vor und durfte sich über den Sieg in dieser Prüfung freuen. Platz 2 ging an Marcus Ehning (GER), gefolgt von Denis Lynch (IRL) auf Rang 3.

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