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08.07.2013

Hamburger Steeplechase nach Horror-Unfall vor dem Aus

Zwei tote Pferde, ein schwer verletzter Jockey - das ist die traurige Bilanz des Hindernisrennens, das am vergangenen Samstag im Rahmen der Hamburger Derbywoche ausgetragen wurde. Nun steht die Abschaffung des Rennens zur Diskussion.

Nach dem schrecklichen Unfall, bei dem zwei Pferde tödlich verunglückten und ein Jockey schwer verletzt wurde, könnte das traditionsreiche Hamburger Hindernisrennen künftig der Geschichte angehören. © Neil Johnson - Fotolia.com
Nach dem schrecklichen Unfall, bei dem zwei Pferde tödlich verunglückten und ein Jockey schwer verletzt wurde, könnte das traditionsreiche Hamburger Hindernisrennen künftig der Geschichte angehören.
© Neil Johnson - Fotolia.com
Bei der Derbywoche in Hamburg kam es am Samstag zu einem folgenschweren Unfall. Im Hürdenrennen über 3.400 m verloren drei Pferde ihre Reiter und galoppierten vorerst dem Feld voraus. Als sich Streckenposten bemühten die Pferde zu stoppen und einzufangen, drehten diese kurzerhand um und galoppierten dem Feld entgegen. Zwar versuchte der Rennbahn-Sprecher die Reiter vor der herannahenden Gefahr zu warnen, die Innenseite der Bahn verdeckte im Schlussbogen den Jockeys jedoch die Sicht, sodass sie nicht mehr rechtzeitig ausweichen konnten. In der Folge kollidierten die Stute Glad Royal und der Wallach Cool Kid bei vollem Tempo – beide Pferde waren nicht mehr zu retten und verstarben noch an Ort und Stelle.

Glad Royals Jockey Bohumil Nedorostek wurde bei der Kollision wuchtig aus dem Sattel katapultiert und blieb regungslos liegen. Der 40-Jährige musste mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden, doch der Tscheche hatte Glück im Unglück, er kam mit einem gebrochenen Unterarm und etlichen schweren Prellungen vergleichsweise glimpflich davon.

Trotz des schrecklichen Unfalles wurde das Rennen nicht abgebrochen – sehr zum Missfallen der Zuseher, die die Entscheidung der Rennleitung mit gellenden Pfiffen und lauten Unmutsäußerungen quittierten. Viele verließen empört das Gelände.

Wenn es nach Hamburgs Rennclub-Präsident Eugen-Andreas Wahler geht, soll der tragische Vorfall jedoch nicht ohne Konsequenzen bleiben. Im Interview mit der „Welt“ sagte er:  "Ich persönlich bin dafür, in Horn keine Hindernisrennen mehr durchzuführen." Ein offizieller Vorstandsbeschluss soll rasch folgen. Vorerst wolle man sich dazu aber erst noch in Ruhe beraten.

Quelle
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