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25.03.2015

Happy Birthday, Vetmed!

Die Veterinärmedizinische Universität in Wien zählt heute zu den führenden Forschungs- und Ausbildungsstätten Europas, den Anfang machte sie jedoch als medizinische Einrichtung für die Pferde ihrer Majestät Kaiserin Maria Theresia. Am Dienstag feierte Vetmed ihren 250 Geburtstag.

Vetmeduni Wien 250 Jahre © Vetmeduni Vienna
© Vetmeduni Vienna
Die Veterinärmedizinische Universität Wien ist die älteste veterinärmedizinische Bildungs- und Forschungsstätte im deutschsprachigen Raum. Nach Lyon und Alfort in Frankreich war sie weltweit die dritte Veterinärschule, die gegründet wurde. Kranke Tiere waren bis zu diesem Zeitpunkt selbst ernannten HeilerInnen überlassen. Der erste Unterricht wurde 1767 an der damaligen "Pferde-Curen- und Operationsschule" aufgenommen. Ursprünglich stand die Behandlung von Militärpferden im Zentrum. Erst mit dem 1775 geschaffenen Lehrstuhl für Viehseuchen an der medizinisch-chirurgischen Fakultät der Universität Wien unter dem Humanmediziner Paul Adami wurden die „Viehkrankheiten“ im Sinne einer frühen Nutztiermedizin mit Schwerpunkt auf Seuchenprävention bedacht. Das 1777 eröffnete „k. k. Thierspital“ vereinigte schließlich die Pferde- und Nutztiermedizin. Die Idee eines Tierspitals stellte ein innovatives Konzept dar: Es bot den umliegenden TierbesitzerInnen die Möglichkeit, kranke Tiere behandeln zu lassen und den Lehrern und Schülern einen permanenten Zustrom an Patienten. Daraus entwickelte sich das Konzept, Behandlung, Forschung und Lehre zu verbinden. Das Patientenspektrum erweiterte sich über die Jahrhunderte.

Lange Zeit war die Veterinärmedizin ein Zweig der Humanmedizin. Professoren waren bis ins späte 19. Jahrhundert in erster Linie Humanmediziner, die sich in der Veterinärmedizin fortbildeten. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts waren nur Studenten und Absolventen der Humanmedizin sowie Schmiede zum tierärztlichen Studium zugelassen. Erst 1849 konnten auch Zivilisten, die "nur" eine normale Schule besucht hatten, Veterinärmedizin studieren. Gleichzeitig erhielt die Veterinärmedizin mit Einführung des Titels „magister medicinae veterinariae“ einen akademischen Abschluss.

Frauen durften erstmals 1919 studieren. Es vergingen noch 20 Jahre bis 1939 die erste Frau ihr Veterinärmedizin-Studium abschloss. Das Geschlechterverhältnis hat sich seither drastisch gewandelt. Heute sind 80 Prozent der Veterinärmedizin-Studierenden weiblich.
 
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