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11.01.2016

Hausgemacht: Mensch meist für abnormes Aggressionsverhalten bei Pferden verantwortlich

Wenn Pferde auffällig aggressiv sind, ist das Problem in der Regel hausgemacht. Zu diesem Schluss kommen zwei polnische Wissenschaftler, die das Aggressionsverhalten bei Pferden unter die Lupe genommen haben.

Boxennachbaren, die einander nicht leiden können, sind ein häufiger Auslöser für Aggression bei Pferden - ein menschengemachtes Problem. © kichigin19 - fotolia.com
Boxennachbaren, die einander nicht leiden können, sind ein häufiger Auslöser für Aggression bei Pferden - ein menschengemachtes Problem.
© kichigin19 - fotolia.com
Die Gene, ein dünnes Nervenkostüm, Hormone und nicht zuletzt der Mensch haben großen Einfluss darauf, ob ein Pferd zum Rüpel wird oder nicht. Aggressivität äußert sich dabei bisweilen recht unterschiedlich. Neben natürlichem Dominanzverhalten innerhalb der Herde zur Rangabsicherung zeigen manche Pferde auch abnorme Formen von Aggression. Dazu gehören neben einer unverhältnismäßigen Angrifflust gegenüber anderen Herdenmitgliedern auch Attacken auf den Nachwuchs. In selteneren Fällen richtet sich die Aggression sogar gegen sich selbst.

Laut Katarzyna Olcsak und Czeslaw Kloceck von der Universität für Landwirtschaft in Krakau kommt es insbesondere dann zu unnatürlichen Agressionsverhalten, wenn sehr dominante und/oder ängstliche Pferde vom Menschen falsch behandelt werden.

Die größten Fehler passieren laut Olcsak und Kloceckin der Haltung. So können zu wenig Platz, kein oder unzureichender Artgenossenkotakt sowie eine unpassende Fütterung dazu führen, dass Pferde rot sehen.

Aber auch der tägliche Umgang mit dem Menschen nimmt maßgeblichen Einfluss auf das Verhalten der Tiere. „Manche Pferde reagieren mit Aggression, wenn sie keine Möglichkeit zur Flucht sehen. Sie ist ein Akt der Selbstverteidigung“, so die beiden Experten in einem Artikel, der jüngst im Wissenschaftsmagazin „Journal of Interdisciplinary Research“ veröffentlicht wurde. In solchen Fällen sei die Sensibilität von Reitern und Züchtern gefragt, die Körpersprache der Tiere richtig zu deuten um deren Wohlbefinden zu verbessern und Aggression erst gar nicht entstehen zu lassen.

Eine Schlüsselrolle im Umgang mit dominanten Tieren spielt die Ausbildung. Pferde, die von Natur aus ein herrisches Auftreten haben, sollten bereits recht früh lernen, dem Mensche mit Repekt zu begegnen. Frühere Studien haben gezeigt, dass Versäumnisse bei der Ausbildung aggressives Verhalten mitunter verstärkt, was gefährliche Situationen für Mensch und Pferd zu Folge haben kann.  Einen maßgeblichen Beitrag zur Reduzierung von dominantem Verhalten leiste vor allem ein konsequenter und vertrauensvoller Umgang, sind Olcsak und Kloceck überzeugt.
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