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08.11.2013

Haya doch vor dritter Amtszeit?

Es wäre ein Rücktritt vom Rücktritt – und dennoch sieht des derzeit ganz danach aus, als könnte FEI Präsidentin Haya bint al Hussein dem Weltreiterverband nach 2014 noch weitere vier Jahre erhalten bleiben.

Mit einer von fast 100 nationalen Verbänden unterschriebenen Petition wurde Prinzessin Haya anlässlich der FEI Generalversammlung  in Montreux zu einer erneuten Kandidatur als Präsidentin des Weltreiterverbandes aufgefordert. © Richard Juilliart/FEI
Mit einer von fast 100 nationalen Verbänden unterschriebenen Petition wurde Prinzessin Haya anlässlich der FEI Generalversammlung in Montreux zu einer erneuten Kandidatur als Präsidentin des Weltreiterverbandes aufgefordert.
© Richard Juilliart/FEI
Erst vor wenigen Wochen hatte die jordanische Prinzessin in einer Aussendung erklärt, sie werde planmäßig am Ende ihrer zweiten Legislaturperiode im November 2014 von ihrem Amt als Oberste der internationalen Reitervereinigung zurücktreten. Immerhin könne sie nicht guten Gewissens ihre Überzeugungen, die sie noch bei ihrem Amtsantritt im Jahr 2006 vertreten hatte, einfach beiseite schieben. Zumal es Haya selbst war, die eine Begrenzung der möglichen Legislaturperioden von drei auf zwei als einer ihrer ersten Amtshandlungen durchgesetzt hatte.

Nun sieht alles jedoch wieder ganz anders aus. Bei der Generalversammlung der FEI in Montreux sprach sich am Mittwoch eine überwältigende Mehrheit von fast hundert nationalen Verbänden für eine dritte Amtsperiode Hayas und einer damit einhergehenden erneuten Änderung der Statuten aus. Diese soll in einer außerordentlichen Generalversammlung am 29. April 2014 unter Dach und Fach gebracht werden.

Mit diesem mehr als deutlichen Votum setzte die Versammlung ein ganz klares Zeichen, dass sie dem derzeitigen Imageproblem rund um die Dopingfälle im Distanzreiten, in dem Hayas Gatte Scheich Mohammed eine zentrale Rolle spielt ist, nicht annähernd so viel Bedeutung beimisst, wie die internationale Presse. Lediglich einige wenige nationale Verbände – darunter die Schweiz, die Niederlande, Frankreich, Deutschland und Großbritannien – wollten sich der allgemeinen Euphorie um eine mögliche dritte Legislaturperiode Hayas nicht anschließen und verweigerten eine Unterzeichnung der Petition. Haya selbst äußerte sich am Donnerstag nicht, ob sie tatsächlich noch weitere vier Jahre an der Spitze der FEI stehen wolle.
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