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04.10.2013

Haya leitet Ermittlung wegen Doping-Vorwürfen gegen Scheich Mohammed ein

Nach den jüngsten Doping-Vorwürfen gegen Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum geht der Dubai-Regent nun in die Offensive. Auf seinen Wunsch hin, hat seine Ehefrau und FEI-Präsidentin, Prinzessin Haya, eine interne Untersuchung eingeleitet um die Unregelmäßigkeiten mit verbotenen Substanzen zu klären.

Neben dem Galopprennsport des Scheichs sah sich jüngst auch wieder einmal dessen Distanzsportbereich mit Dopingvorwürfen konfrontiert. Eine interne Untersuchungskommission soll nun Klarheit bringen, wie es zu den Unregelmäßigkeiten mit uner © Sportlibrary - Fotolia.com
Neben dem Galopprennsport des Scheichs sah sich jüngst auch wieder einmal dessen Distanzsportbereich mit Dopingvorwürfen konfrontiert. Eine interne Untersuchungskommission soll nun Klarheit bringen, wie es zu den Unregelmäßigkeiten mit unerlaubten Medikamenten kam.
© Sportlibrary - Fotolia.com
An der Spitze der Untersuchungskommission steht Lord Stevens, ein ehemaliger hochrangiger Kommissar der britischen Metropolitan Police. Sein Ermittlungsunternehmen Quest hatte Prinzessin Haya zuvor bei ihrer Clean-Sport-Initiative unterstützt, das Kernstück ihres Programmes zur FEI-Präsidentschaftswahl 2006.

In der kürzlich eingeleiteten Untersuchung sollen vor allem die Organisationsstrukturen, die interne Kommunikation und die tierärztlichen Vorgehensweisen im gesamten Pferdesportimperium des Scheichs durchleuchtet werden. Dies inkludiert auch den nicht dem Reglement der FEI unterliegenden Rennsportbereich samt der millionenschweren Darley-Vollblutzucht sowie den Godolphin Rennstall in Newmarket, wo im Frühjahr 22 mit Anabolika gedopte Rennpferde entdeckt wurden. "Wir werden auch die Ereignisse rund um Vorfälle in Stansted und Moorley Farm, einschließlich der Kontrollkette für die Medikamente und deren Verwendungszweck genauestens untersuchen" wird Stevens vom Telegraph zitiert.

Im Mai wurde von der britischen Zollbehörde eine große Ladung illegaler Medikamente für den Pferdesportbereich entdeckt, die fälschlicherweise als Reitsportequipment deklariert war. Medienberichten zufolge sollen die Präparate mit einer Privatmaschine des Scheichs auf den Flughafen von Stansted gebracht worden sein. Nur drei Monate später folgte der nächste Skandal: Bei einer Razzia in Moorly Farm East, die die Distanzpferde des Scheichs beherbergt, wurden 124 medizinische Produkte sichergestellt, allesamt verboten in Großbritannien.

Laut Telegraph hatte Prinzessin Haya auf Drängen ihres Ehemanns nach den Vorfällen in Stansted eine FEI-interne Untersuchung veranlasst. Als vor drei Wochen dann die Nachrichten über den Medikamentenfund auf der Moorley-Farm öffentlich wurden, gab Haya die Anordnung zur Erstellung neuer Leitlinien hinsichtlich der Überprüfung des Bestandes von medizinischen Präparaten. Zudem wurden die Mitarbeiter dazu angehalten, den guten Namen der Familie Maktoum zu jeder Zeit aufrechtzuerhalten.

Kritik aus der Schweiz

Wenig Gefallen an der internen Untersuchungskommission findet der Schweizerische Verband für Pferdesport (SVPS). Schon im Vorfeld wurde aus der Schweiz immer wieder Kritik am Umgang der FEI-Präsidentin mit dem Dopingthema insbesondere im Distanzsportbereich laut. Wie die BBC berichtet, hegt Claude Nordmann vom SVPS Zweifel an der Unabhängigkeit einer solchen internen Untersuchung, die von Scheich Mohammed selbst gefordert und von seiner Ehefrau und FEI Präsidentin eingeleitet wurde, geäußert. “Lord Stevens ist ein Berater der FEI. Wie kann Lord Stevens da gleichzeitig für eine private Angelegenheit herangezogen werden?“, wird Normann von der BBC zitiert. "Wir brauchen eine unabhängige Kommission, die sich die Ursachen und Gründe für diese Probleme ansieht“, so Nordmann. Auf diese Weise wäre auch ein größeres Maß an Transparenz gewährleistet.

Quelle
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