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19.02.2012

Helen Langehanenberg gewinnt in Neumünster (GER)

... und führt damit einen gloriosen Dreifacherfolg der deutschen Reiterinnen bei der achten Runde des Reem Acra Dressurweltcups an. Österreichs Renate Voglsang belegt nach Platz acht im Grand Prix Rang 13 in der Kür.

Helen Langehanenberg  und Damon Hill gewinnen die Grand Prix Kür in Neumünster © Thomas Hellmann/FEI
Ein Paar, dem man einfach gerne zusieht: Helen Langehanenberg (GER) und Damon Hill
© Thomas Hellmann/FEI
„Ich kann das noch gar nicht glauben, ich fühle mich wie im Himmel….“, freute sich Helen Langehanenberg nach ihrem Siegesritt. Es ist der erste Sieg der sympathischen Westfälin in einer Grand Prix Kür, der sie zugleich an die die Spitze der West-Europaliga des Dressur-Weltcups katapultierte. Langehanenberg, im Qualifikations-Grand Prix noch auf Platz zwei hinter Landsfrau Isabell Werth, lieferte mit ihrem Westfalenhengst Damon Hill eine dynamische und überaus elegante Vorstellung. Der schicke Donnerhall-Sohn punktete wie gewohnt vor allem in den Verstärkungen und der kraftvollen Passage. Dabei gaben Pferd und Reiterin stets ein harmonisches Bild, das nicht nur das Publikum begeisterte. Mit 83,300 Prozent belohnten auch die Richter die gelungene Leistung und setzten das Paar unisono auf den ersten Platz.

Etwas abgeschlagen mit 80,975 Prozent ritt Isabell Werth ihren El Santo NRW auf Platz zwei. Der couragierte Ritt der Olympiasiegerin von 1996 konnte einen großen Schwachpunkt nicht wettmachen: die Piaffen. Vier Mal nahmen Werth und „Ernie“ die Lektion in Angriff, kein einziges Mal wollte sie gelingen. Umso erstaunlicher die doch eher freundliche Bewertung der Richter, die Werth für die praktisch nicht gezeigt Lektion dennoch zwischen fünf und sechs Punkte vergaben. „Es ist unübersehbar, dass wir ein paar Probleme in den Piaffen hatten, da gibt es noch einiges zu tun“, bekannte die erfolgreichste deutsche Dressurreiterin unumwunden, „Vielleicht habe ich da noch eine zündende Idee – oder besser noch Ernie“.
Uta Graef  und Le Noir in Neumünster © Thomas Hellmann/FEI
Rissen das Publikum vor Begeisterung von den Sitzen: Uta Gräf (GER) und Le Noir
© Thomas Hellmann/FEI
Den deutschen Dreifachtriumph komplett machte Berufsreiterin Uta Gräf, die sich nicht nur über die Leistung ihres Hengstes Le Noir freuen durfte, sondern auch über die Welle der Sympathie, die der Süddeutschen und ihrem nervenstarken Holsteiner Hengst beim ersten Auftritt in Neumünster entgegenschlug. Das Paar bestach durch auffallende Harmonie und Losgelassenheit, die die tänzerische Leichtigkeit des zwölfjährigen Le Noir voll zur Geltung brachte. Der Höhepunkt der Kür: die einhändig gerittenen Pirouetten, die Le Noir spielerisch absolvierte. 77,475 Prozent gab es von den Richtern für dieses Paar, von dem man hoffentlich in Zukunft noch mehr zu sehen bekommen wird.

Der vierte Platz (76,550 Prozent) ging mit Dorothee Schneider auf Diva Royal an eine weitere deutsche Reiterin, Rang fünf (76,250 Prozent) belegte als beste nicht-deutsche Reiterin die Dänin Lone Jörgensen FBW Don Vito. Mit Nadine Capellmann und Girasol folgte auf Platz sechs (73,550 Prozent) erneut ein deutsches Paar.

Gelungener Start ins neue Jahr für Renate Voglsang

Nach der wetterbedingten Absage von Victoria Max-Theurer war Renate Voglsang die einzige rot-weiß-rote Starterin im Feld. Am Samstag hatten sich die Wahlösterreicherin und ihr Westfalenhengst Fabriano mit Platz acht (68,915 Prozent) eine gute Ausgangsposition für die Kür erritten. Am Sonntag rutschte das Paar leider auf Rang dreizehn (69,125 Prozent) ab. Vor allem Patzer in den fliegenden Wechseln kosteten Voglsang und Fabriano wichtige Punkte, zudem herrschte bei den Richtern hinsichtlich der Bewertung der B-Note große Uneinigkeit, die sich teilweise in bis zu sechs Punkten Unterschied niederschlug.

Nach ihrem Sieg führt nun Helen Langehanenberg die Gesamtwertung der Westeuropaliga des Weltcups Dressur mit insgesamt 70 Punkten an. Gemeinsam auf Platz zwei rangieren mit jeweils 66 Punkten Valentina Truppa (Italien) und Isabell Werth. Die letzte Qualifikationsrunde für das Finale des Reem Acra FEI Dressurweltcups in s’Hertogenbosch (NED) findet am kommenden Wochenende im schwedischen Göteborg statt.

Helen Langehanenberg und Damon Hill - Rang 1

Uta Gräf und Le Noir - Rang 3

Reem Acra FEI World Cup Dressage – Neumünster, Deutschland 2012
FEI Grand Prix Kür

1. Helen Langehanenberg (GER) - Damon Hill NRW – 83,300 %
2. Isabell Werth (GER) - El Santo NRW – 80,975 %
3. Uta Gräf (GER) - Le Noir – 77,475 %
4. Dorothee Schneider (GER) - Diva Royal – 76,550 %
5. Lone Jörgensen (DEN) - FBW De Vito – 76,250 %
6. Nadine Capellmann (GER) – Girasol – 73,550 %
7. Mikaela Lindh (FIN) - Skovlunds Mas Guapo – 72,800 %
8. Cathrine Rasmussen (NOR) – Fernandez – 72,800 %
9. Terhi Stegars (FIN) - Axis TSF – 70,525 %
10. Claudia Fassaert (BEL) – Donnerfee – 70,525 %
13. Renate Voglsang (AUT) – Fabriano 58 – 68,915 %

Zwischenstand Reem Acra FEI World Cup Dressage nach der 8. Etappe in Neumünster

1. Helen Langehanenberg (GER) 70 Punkte
2. Valentina Truppa (ITA) 66
2. Isabell Werth (GER) 66
4. Patrik Kittel (SWE) 65
5. Hans Peter Minderhoud (NED) 59
6. Tinne Vilhelmson-Silfvén (SWE) 52
7. Nadine Capellmann (GER) 51
8. Richard Davison (GBR) 48
9. Jeroen Devroe (BEL) 43
10. Sril Helljesen (NOR) 34
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