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01.10.2013

Hilfe für Stallkatzen

Stallkatzen sind plüschig, niedlich und haben einen wichtigen Job: Sie halten den Mäuse- und Rattenbestand im Pferdestall in Grenzen. Unkontrollierte Vermehrung ist häufig Auslöser großen Tierleids – umso wichtiger ist die rechtzeitige Kastration der kleinen Jäger.

Wer ein Herz für Stallkatzen hat, sollte sich um deren Kastration bemühen. Eine Überpopulation hat nicht selten großes Tierleid und eine seuchenartige Verbreitung von Krankheiten unter den Samtpfoten zur Folge. © Rybachka - fotolia.com
Wer ein Herz für Stallkatzen hat, sollte sich um deren Kastration bemühen. Eine Überpopulation hat nicht selten großes Tierleid und eine seuchenartige Verbreitung von Krankheiten unter den Samtpfoten zur Folge.
© Rybachka - fotolia.com
Die meisten Reitställe bieten nicht nur Unterkunft für Pferde, sondern sind gleichzeitig auch Heimat vieler – oft herrenloser – Katzen. Reitstall- und Pferdebesitzer profitieren von der Anwesenheit der kleinen Tiger, denn sie halten die Ratten- und Mäusepopulation in Grenzen. Katzen sind dort, wo sie Mäuse finden, und geöffnete Futtersäcke, Leckerlis, Gemüse und Obst sind ein gefundenes Fressen für die Nager.

Zwar schreibt das Österreichische Tierschutzgesetz eine Kastration freilaufender Katzen vor, Katzen in bäuerlicher Haltung sind von dieser Regelung allerdings ausgenommen*. Und so kommt es auch auf Reiterhöfen häufig zu unkontrollierter Vermehrung der Samtpfoten mit allen unangenehmen Folgen für den Menschen, aber auch die Tiere selbst. Katzen sind bereits mit vier bis fünf Monaten geschlechtsreif und können bis zu drei Mal im Jahr Junge zur Welt bringen. Der große Stress der Geburt und Aufzucht von Babys mehrmals pro Jahr unter wenig optimalen Bedingungen, schwächt die jungen Katzen. Sie werden anfällig für Krankheiten und Parasiten und gehen häufig stark geschwächt in die kalte Jahreszeit, die sehr viele von ihnen nicht überleben. Harte Winter, schlechte Lebensverhältnisse und eine zu große Dichte bzw. Revierstreitigkeiten mit älteren, eingesessenen Katzen tun ihr übriges, dass die schwächeren Tiere sich auf die Suche nach neuen Revieren und besseren Plätzen machen. So werden aus den geduldeten Stallkatzen Wanderer, die mit Freigängern aus der weiteren Nachbarschaft einen nie versiegenden Pool an Streunerkatzen bilden.

Der einzige Weg aus dem Dilemma ist die Kastration. Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten bittet daher im Besonderen auch tierliebe EinstellerInnen, sich finanziell und organisatorisch um den wichtigen Eingriff der liebgewonnenen Stallkatzen anzunehmen. Gerade die Herbstsaison bietet sich dafür an, weil die Tiere im Frühjahr meist schon wieder trächtig sind. Viele mobile Pferdetierärzte, die häufig auch Kleintiere betreuen, beraten gerne über den Ablauf und den besten Zeitpunkt für die Katzenkastration.

*Nachdem Tierschützer auf die Ausnahme der Kastration von Katzen, die in bäuerlicher Haltung leben, mit großen Protesten reagierten, stellte das Bundesministerium für Gesundheit in einer Stellungnahme klar, dass sich die Ausnahme der Kastrationspflicht in bäuerlicher Haltung lediglich auf Streuner und wildlebende Katzen, die sich rund um den Bauernhof aufhalten, beschränke. Katzen, die vom Landwirt als Haustier gehalten werden, müssten hingegen sehr wohl kastriert werden.
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