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31.03.2015

Hugo Simon: „Habe gesehen, dass Österreichs Springsport Hilfe braucht“

Am gestrigen Montag lud der OEPS zu einem Mediengespräch mit Hugo Simon im Café ocean’sky in Wien. Neben einer Vorschau auf das CSIO4* in Linz, präsentierte Simon seine Pläne als Springreit-Equipechef und kritisierte dabei auch den österreichischen Teamgeist.

Pressekonferenz CSIO Linz © OEPS | Lukas Jahn
Ing. Franz Kager, Stefanie Bistan, Hugo Simon, Elisabeth Max-Theurer und Helmut Morbitzer (v.l.) beim Mediengespräch im Wiener Café ocean’sky.
© OEPS | Lukas Jahn
Über den Dächern Wiens lud der OEPS zu einem Mediengespräch mit Kaffeehausstimmung. Springlegende und frisch gebackener Springreit-Equipechef Hugo Simon, OEPS-Präsidentin Elisabeth Max-Theurer, OEPS-Sportdirektor Franz Kager, WEG-Teilnehmerin Stefanie Bistan und CSIO-Linz-Chef Helmut Morbitzer sprachen im Rahmen dieses Mediengespräches über die bevorstehende Linzer Frühlingstour und die Zukunft des österreichischen Springsports. Mit dem neu ins Leben gerufenen fünfköpfigen Gremium des Springsport-Referates soll Österreich international wieder erfolgreicher werden. Dem OEPS ist es gelungen neben Anton Martin Bauer, Dieter Köfler, Franz Kager und Peter Seeburger nun auch Hugo Simon ins Boot des Gremiums zu holen. „Es ist hervorragend, dass wir uns von seiner Erfahrung und seinem Know-How bedienen dürfen“, so Präsidentin Max-Theurer. Hugo Simon selbst liegt der Erfolg der ÖsterreicherInnen sehr am Herzen. „Ich habe gesehen, dass Österreichs Springsport Hilfe braucht“, meint Simon. Das sei ein Beweggrund für seinen Eintritt ins Gremium gewesen. Als Berater will er dem österreichischen Team von nun an tatkräftig zur Seite stehen.

Teamgeist muss gestärkt werden

Was zurzeit falsch läuft, ist laut Simon einfach erklärt. Ihm fehlen das Feuer und der Ehrgeiz der österreichischen ReiterInnen auch im Team anzutreten und gut zu reiten. „Alle Springreiter haben selber einen Stall. Jeder denkt nur an sich, damit kann man nicht gewinnen“, so Simon. Daher stehe es in nächster Zeit an oberster Stelle am Teambuilding zu arbeiten. „Ziel ist es mannschaftlich weiter zu kommen. Haben wir eine gute Mannschaft, dann werden wir auch gute Einzelreiter haben“, meint der frisch gebackene Equipechef. Ein weiteres Problem sei die Selbstüberschätzung so mancher Springreiter. „Es gibt keine Sportart in der sich Leute so überschätzen wie im Reitsport“, meint Simon. „Mitmachen wollen sie immer alle, die Frage ist nur, wer es auch kann. Ich glaube, ich erkenne aufgrund meiner Erfahrung schnell, wer die entsprechenden Qualitäten mitbringt“, so Simon. Bei den Sichtungen werde er zusammen mit OEPS-Sportdirektor Ing. Franz Kager die besten Pferd-Reiter-Paare für Österreich finden, die sich dann beim 23. CSIO4* in Linz der internationalen Konkurrenz stellen werden. Bei der Auswahl lege man nicht nur auf einzelne Erfolge, sondern auch auf die Konstanz und das vorhandene Pferdematerial Wert.
Stefanie Bistan und Bogegaardens Apollonia © Tomas Holcbecher
Trotz des Verkaufs von Spitzenpferd Bogegaardens Apollonia möchte Bistan das österreichische Team auch heuer bestmöglich vertreten.
© Tomas Holcbecher

Fahrplan zur EM

Laut Kager sei der heurige Saisonhöhepunkt sicherlich die Europameisterschaft in Aachen. „Mit einem Platz unter den Top-7 könnte sich Österreich sogar Chancen für die Olympiaqualifikation ausrechnen“, so der Sportdirektor. Zuvor wolle man über die Nationenpreise in Linz, Sopot (POL), Budapest (HUN) und Arezzo (ITA) unter die Top-18 der Weltrangliste kommen. Zu diesem Ziel will auch Österreichs WM-Zwanzigste, die 23-jährige Stefanie Bistan ihren Teil beitragen. Trotz des Verkaufs ihres Spitzenpferdes Bogegaardens Apollonia blickt das Nachwuchstalent weiter nach vorne. „Nach dem Verkauf sind gute Pferde nachgekommen“, so die Magna-Racino-Reiterin. Für sie wäre es eine große Ehre Österreich erneut zu vertreten: „Ich hoffe, dass ich auch heuer das Team wieder bestmöglich unterstützen kann.“

Startschuss für die Linzer Frühlingstour

Bestmöglich unterstützen wolle auch der CSIO-Chef, Helmut Morbitzer, die nationalen und internationalen SpringreiterInnen im Rahmen der Linzer Frühlingstour, die am kommenden Wochenende mit einem nationalen Springturnier startet und ihren Höhepunkt mit dem 23. CSIO4* Anfang Mai erreichen wird. Dafür habe er eine satte Summe investiert – Tribünen und Richterhaus wurden neu gestaltet. Auch er sei überaus zufrieden mit der Ernennung Hugo Simons zum Equipechef: „Es ist sehr gut, wenn wir in unserem Team eine Leitfigur wie Hugo Simon haben.“ Und auch in der Strategie ist er mit Simon d’accord, denn auch er sieht das größte Problem im mangelnden Teamgeist. „Es soltle wieder jeder danach lechzen im Teamkader zu sein und es muss wieder zu einer Ehre werden für Österreich starten zu dürfen. Wenn das jede Reiterin und jeder Reiter im Herzen hat, sind wir wieder ganz vorne mit dabei.“
Alle Informationen zum 23. CSIO4* in Linz gibt es hier.