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16.09.2011

Impfstoff gegen Rhodococcus equi gefunden

Holländische Forscher haben möglicherweise einen Impfstoff gegen Rhodococcus equi entwickelt, ein Bakterium, das bei Fohlen eine lebensgefährliche Form der Lungenentzündung verursachen kann.

Impfstoff gegen Rhodokokkose gefunden © Alphabetta
Besonders Fohlen in den ersen sechs Lebensmonaten sind gefährdet.
© Alphabetta
Trotz der Ernsthaftigkeit der Krankheit, gab es bislang keinen Impfstoff. Forschern der holländischen Universität von Groningen scheint auf diesem Gebiet nun ein Durchbruch gelungen zu sein. 

Rhodococcus equi gehört zu den häufigsten Verursachen von Atemwegserkrankungen bei Fohlen. Vor allem Fohlen im Alter zwischen ein und sechs Monate alten sind besonders anfällig dafür, da ihre Immunabwehr noch nicht ausgereift ist. Wird die Infektion zu spät erkannt, kann sie innerhalb weniger Wochen zum Tod führen. Fieber, Husten, Nasenausfluss und ein rasselndes Atemgeräusch sind typische Symptome der Krankheit.

Erwachsene Pferde erkranken in der Regel nicht an der Rhodokokkose. Der Erreger kann auch auf Menschen übertragen werden, jedoch sind nur immungeschwächten Menschen, wie etwa AIDS-Patienten, Säuglinge oder alte Menschen gefährdet.

Rhodococcus equi kommt fast weltweit im Erdboden vor. Er wird hauptsächlich über die Atemluft aufgenommen, was durch trockenes, warmes Wetter und staubigen Untergrund begünstigt wird. Da es sich um eine ansteckende Erkrankung handelt, sind häufig mehrere Fohlen eines Bestandes betroffen. In Aufzuchtbetrieben kann die Befallsrate bis zu 60 Prozent erreichen. Als vorbeugende Maßnahme zur Bekämpfung gegen den Erreger spielt deshalb umfassende Hygiene eine zentrale Rolle.
Robert van Der Geize, ein Mitglied der Lubbert Dijkhuizen' s-Group am Groningen Biomolecular Sciences and Biotechnology Institute und seine Kollegen suchten nach einem „Angriffspunkt“ im pathogenen Bakterium und fanden es in jenen Genen, die für die Teilung der Steroide verantwortlich sind. Sind diese Gene defekt, kann der Teilungsprozess nicht vollzogen werden, der Erreger verliert an Biss. durch die Erzeugung einer Mutation des Bakteriums, der seinen Wirt nicht schädigt, ist es nun erstmals gelungen die Entwicklung von Antikörpern zu fördern. Erste Tests haben ergeben, dass Fohlen, die im Alter von zwei bis fünf Wochen eine Schluckimpfung mit diesem mutierten R. equi-Bakterium erhielten eine Immunität gegen den Krankheitserreger entwickelten.

Quelle
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