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31.01.2011

Indiens Noriker

Im Oktober 2009 wurden 406 österreichische Norikerstuten und vier Norikerhengste nach Indien exportiert.

Jetzt erreichte uns eine erfreuliche Nachricht: Es geht ihnen gut!

News Noriker Indien © Peter Schwaiger
Die österreichischen Noriker haben sich in Indien gut eingelebt.
© Peter Schwaiger
In der Dezemberausgabe 2009 haben wir über den Export der über 400 Noriker berichtet, und viele mögen sich gefragt haben, was aus den mit viel Herzblut aufgezogenen Pferden wohl geworden ist. Es geht ihnen gut, und die Inder sind hervorragende Horsemen, und große Könner im Umgang mit Pferden – alles erlernt von den ehemaligen Kolonialherren, den Briten. Die Pferde, so Ing. G. Haberl von der Austrovieh GmbH Wien, sind bei ihrer Ankunft durch die „himmlische Pforte“ von Babugarh gegangen, dem größten Militärgestüt der Welt. Tage danach sollen einige Pferde auf andere Betriebe überstellt worden sein. 
Das Gestüt Babugarh wurde 1811 gegründet, erstreckt sich über eine Fläche von über acht Quadratkilometern und bietet heute noch etwa 2000 Equiden Unterkunft. Die Stallgebäude sind architektonisch eine echte Augenweide, und die parkähnliche Anlage beherbergt eine ansehnliche Fauna und Flora wie etwa Hirsche und viele andere Tierarten. Die Anlage besteht aus zwei etwa 300 Meter langen Stallgebäuden, die arkadenförmig angelegt sind und befi ndet sich rund 70 Kilometer östlich von New Delhi. Auf dem Gestüt sind Kavallerieremonten, Polopferde, Militarypferde, Warmbluthengste aus europäischen Zuchten für die Sportpferdezucht, Kaltblutzuchtstuten, Maultiere und Eselhengste stationiert.

Auch wenn die Norikerherde aufgeteilt wurde, so sollen für die Decksaison im Frühling 2011 wieder eine große Anzahl Stuten nach EBS (Equine Breeding Studfarm)-Babugarh zurückkommen. Der Rest verbleibt in den übrigen Anlagen der indischen Armee, nahezu gleich große Anlagen wie Babugarh, die der Zucht und Ausbildung der Pferde dienen und wo die Soldaten für den Maultier- Transportdienst in den Himalayaregionen von Jammu und Kashmir geschult werden. Offiziere werden im Reiten ausgebildet und nehmen auch landesweit an Reiterwettbewerben in verschiedenen Disziplinen teil. 222 Norikerstuten, die im Gestüt Hissar unterge- bracht sind, sollen der Maultierzucht zugeführt werden, die übrigen halten sich vermutlich in und rund um Babugarh auf. Die österreichischen Kulturschätze sind sicher wohlauf, man wird sie aber wahrscheinlich nie wieder zu sehen bekommen, denn diese Pferde unterstehen jetzt dem strengen Militärgeheimnis.
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