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26.08.2017

Irland mit Gold, Österreich wird Zehnter

Die großen Reitsportnationen wie Titelverteidiger Niederlande, Deutschland oder Frankreich gingen überraschenderweise bei der EM-Medaillenvergabe im Springreiten leer aus. Den Sieg holte sich nämlich das von Rodrigo Pessoa trainierte Team aus Irland vor Schweden und der Schweiz. Österreich wurde Zehnter und brachte erfreulicherweise mit Max Kühner (22.) und Christian Rhomberg (24.) zwei Reiter ins Finale der Top-25.

Nur ein Zeitfehler für Chardonnay unter Max Kühner. © Tomas Holcbecher
Nur ein Zeitfehler für Chardonnay unter Max Kühner.
© Tomas Holcbecher
Mit dem Erreichen der Mannschaftsentscheidung hatte das österreichische Springteam leider das Ende der Fahnenstange erreicht. Was hier im Parcours stand, das hatte schon gewaltige Ausmaße, dazu kam noch eine äußerst eng bemessene Zeit. Und all das war eindeutig zu schwer für ein noch so „grünes“ Pferd wie Chambery. Roland Englbrecht hatte mit ihm schon nach zwei Sprüngen acht Fehlerpunkte auf dem Konto, einen Sprung danach zog er vor der schwierigen Dreierkombination die „Notbremse“ und gab enttäuscht auf – zum Wohle seines Pferdes. Für Julia Kayser und Cayetano sah es bis zum vorletzten Hindernis trotz ihrer acht Fehlerpunkte gar nicht so schlecht aus. Dann blieb der Hengst aber vor dem ungewöhnlich gebauten, weil eng und luftig kaum Anhalt bietenden Steilsprung einfach stehen – 20 Punkte. Vorbei der Traum vom Einzelfinale für die routinierte Tirolerin. Um die Ritte der Österreicher aber ins rechte Licht zu stellen, muss erwähnt werden, dass auch eine Malin Baryard-Johnsson aus der um Medaillen kämpfenden schwedischen Mannschaft nach der Hälfte des Parcours genausoviele Fehler wie Kayser hatte und aufgab!
Sie brachten uns ins Finale, leider klappte es heute mit der Schlusslinie nicht: Julia Kayser und Cayetano. © Tomas Holcbecher
Sie brachten uns ins Finale, leider klappte es heute mit der Schlusslinie nicht: Julia Kayser und Cayetano.
© Tomas Holcbecher
Trotz dieses Rückschlages kämpften Christian Rhomberg (der am Vortag in einem internationalen Springen Zweiter war) und Max Kühner unverdrossen weiter, was auch mit tadellosen Ergebnissen belohnt wurde. Bei Saphyr Des Lacs fiel nur eine Stange, Chardonnay kam gar ohne Springfehler durch den Parcours. Beide Österreicher mussten noch einen Zeitfehler auf ihr Konto nehmen, dennoch werden sie am Sonntag am Schlusstag dabei sein.
Mit drei tollen Runden beim Debüt unter die Top 25: Christian Rhomberg mit Saphyr Des Lacs. © Tomas Holcbecher
Mit drei tollen Runden beim Debüt unter die Top 25: Christian Rhomberg mit Saphyr Des Lacs.
© Tomas Holcbecher
Max Kühner blickte am Ende des Tages (der Bewerb endete knapp vor Mitternacht) wieder freundlicher als am Tag zuvor: „Heute bin ich ganz zufrieden. Chardonnay hat die Leichtigkeit, die er braucht, wiedergefunden und ist sehr gut gesprungen. Im Einzelfinale wollen wir noch einmal zwei schöne Runden absolvieren. Mein Dank geht an das gesamte Team: Wir haben unser gemeinsames Ziel – das Teamfinale der besten 10 Nationen Europas – erreicht. Darauf dürfen wir stolz sein. Ich denke, wir haben noch viel Potenzial für die Zukunft.“
Equipechef Marcus Wallishauser und Roland Englbrecht. © Tomas Holcbecher
Equipechef Marcus Wallishauser und Roland Englbrecht.
© Tomas Holcbecher
Beim Kampf um Edelmetall war die Ausgangssituation für die führende Heimequipe aus Schweden zwar gut, aber noch lange nicht sicher. Drei Teams lauerten innerhalb eines Springfehlers dahinter. Pieter Devos (Belgien) und Shane Sweetnam (Irland) hielten ihre Mannschaften mit souveränen Nullern im Rennen, der Zeitfehler des Schweden Henrik von Eckermann änderte nichts an der Reihung. Auch der oben erwähnte Unglücksritt von Maryard-Johnsson war für das Team in blau/gelb noch kein Beinbruch. Als aber Douglas Lindelöw neun Punkte kassierte änderte sich das Bild schlagartig. Irland übernahm die Führung, obwohl sie durch den Ausfall von Bertram Allen (der am Vortag böse zu Sturz gekommen war) nur mehr drei Reiter im Bewerb hatten. Aber auch Denis Lynch (All Star) und Cian O’Connor (Good Luck) kamen mit Null Punkten aus dem Viereck, womit die „Irish Boys“ vorzeitig als Goldmedaillengewinner feststanden. Ein Abwurf Biancas (Steve Guerdat) kostete die Schweiz Silber, das ein souveräner Peder Fredricsson mit seiner dritten Null-Fehler-Runde auf dem außergewöhnlichen All Inn seinen Schweden sicherte.
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