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02.08.2014

Junioren-EM Voltigieren: Österreich doppelt auf Goldkurs

2013 waren die heimischen Junioren die klar dominierende Nation auf europäischer Ebene. Diese Meisterleistung könnten die Pferdeakrobaten von Bundesreferent Manfred Rebel und Equipechef Erich Breiter in diesem Jahr wiederholen. Beim kontinentalen U18-Championat liegt die Alpenrepublik vor dem morgigen Finaltag gleich in zwei Klassen auf Goldkurs.

Behaupten sich weiterhin an der Spitze der Teamwertung: Die VoltigiererInnen des niederösterreichischen Club 43 © Daniel Kaiser
Behaupten sich weiterhin an der Spitze der Teamwertung: Die VoltigiererInnen des niederösterreichischen Club 43
© Daniel Kaiser
Recht knapp hatte der Club 43 am Freitag die Pflicht vor Deutschland gewonnen. Das gleiche Ergebnis gab es heute in der Kür. Das sechsköpfige Richtergremium sah erneut die Österreicher mit Darwin – longiert von Karen Asmera – vorn. Auf die Darbietung, in der die Mannschaft den Kinohit „Matrix“ interpretiert, gab es 8,187 Zähler. Deutschland kam auf 8,068 Punkte. Vor dem morgigen finalen Kürdurchgang stehen die Rebel-Schützlinge bei 7,586 Zählern. Die deutsche Mannschaft Brakel rangiert dahinter mit 0,117 Punkten Abstand (7,469). Die Schweiz folgt – allerdings bereits deutlich abgeschlagen – auf Rang drei (7,129).

Rot-weiß-rote Junioren-Damen eine Macht

Nachdem die Aushängeschilder der vegangenen Jahre – u.a. Daniela Fritz, Anais Kristofics-Binder und Lisa Wild – mittlerweile im Seniorenlager mitmischen, hatte die internationale Konkurrenz auf eine Schaffenspause der Österreicherinnen gehofft. Doch die neue rot-weiß-rote Generation knüpft in Kaposvár nahtlos an die Erfolge der vergangenen Jahre und die Glanzleistungen der Idole an. Einen großen Kampf hatte es schon bei der internen Qualifikation gegeben. Rebel hatte die Qual der Wahl. „Da haben ganz viele Championatsniveau, ich könnte die EM doppelt und dreifach mit fast gleichwertigen Voltigiererinnen besetzen“, hatte der Bundesreferent verdeutlicht. Seinen Worten lassen die jungen Damen nun Taten folgen. Im Damenwettbewerb liegen aktuell alle drei Österreicherinnen ganz vorn. Leicht absetzen konnte sich Eva Nagiller. Die Tirolerin gewann die heutige Pflicht mit Abstand und verbucht nun mit Wolke Sieben – longiert von Gregor Stöckl – 8,061 Punkte. Hinter der 17-Jährigen von der VG Pill folgt Club-43-Mitglied Nicole Kirbisch. Die Niederösterreicherin rangiert mit Royal Salut (Longe: Manuela Barosch) bei 7,892 Zählern. Auf Rang drei iliegt Kirbischs Vereinskollegin Alina Barosch (7,771) auf der Lauer. Am ehesten mithalten mit der rot-weiß-roten Übermacht konnte bislang die Schweizerin Marina Mohar (7,706)
Eva Nagiller konnte sich nach drei von vier Teilbewerben etwas von ihren schärfsten Konkurrentinnen aus den eigenen Reihen, Nicole Kirbisch und Alina Barosch, absetzen. © Daniel Kaiser
Eva Nagiller konnte sich nach drei von vier Teilbewerben etwas von ihren schärfsten Konkurrentinnen aus den eigenen Reihen, Nicole Kirbisch und Alina Barosch, absetzen.
© Daniel Kaiser

Dominik Eder Überraschung des Turniers

Bei den Herren überrascht der Wiener Dominik Eder die Konkurrenz und die eigenen Trainer und wächst förmlich über sich hinaus. Ein vorderer Rang war durchaus im Bereich des Möglichen des Vorjahres-13. Dass er aktuell auf Silber hoffen darf, überraschte aber offensichtlich auch ihn selbst und seinen Coach Stefan Csandl. Die heutige Pflicht konnte der 17-Jährige mit 7,882 Punkten auf Pipetto (Longe: Marion Meißl) sogar gewinnen und sich damit im Gesamtergebnis einen weiteren Platz nach vorn kämpfen. Lediglich der Ungar Balázs Bence rangiert mit 7,803 Punkten vor dem jungen Mann von der Voltigiergruppe St. Gabriel Gerasdorf an der Spitze. Eder folgt mit 7,772 Punkten, gefolgt vom Deutschen Miro Rengel (7,64). Niklas Lutzky vom Club 43 folgt mit Royal Salut (Manuela Barosch) auf Rang sechs.

Europameister Ramin Rahimi wird seine Goldmedaillen aus den Jahren 2012 und 1013 in seiner letzten Junioren-Saison leider nicht verteidigen können. Der 18-Jährige musste sich unlängst einer Steiß-OP unterziehenund fiel zum Bedauern seiner zahlreichen Fans kurzfristig aus.
Die amtierenden Europameisterinnen Heike Hulla und Sandrine Flicker liegen nach dem ersten Teilberwerb im Pas-de-Deux nur ganz knapp hinter dem italienischen Führungsduo Lorenzo Lupacchini und Erika Di Forti. © Daniel Kaiser
Die amtierenden Europameisterinnen Heike Hulla und Sandrine Flicker liegen nach dem ersten Teilberwerb im Pas-de-Deux nur ganz knapp hinter dem italienischen Führungsduo Lorenzo Lupacchini und Erika Di Forti.
© Daniel Kaiser

Knappes Duell um Gold im Pas-de-Deux

Im Pas-de-Deux hoffen Heike Hulla und Sandrine Flicker auf eine Titelverteidigung. Die umjubelten Vorjahres-Sieger aus der Steiermark kamen beim heutigen Auftakt mit ihrer Kür im chinesischen Kampfkunst-Stil auf 8,229 Punkte. Mit diesem Ergebnis haben die jungen Damen und ihr vierbeiniger Partner Le Grand Chevalier (Longe: Eva Maria Kreiner) Silber fast schon sicher. Denn die drittplatzierten Italiener Laura Gavazzi und Giorgia Moscito kamen nur auf 7,529 Punkte. Allerdings konnten deren Landskollegen Lorenzo Lupacchini und Erika Di Forti den heutigen Umlauf knapp gewinnen (8,284) und sind damit morgen die großen Gegner im Duell um Gold. Auf Rang fünf voltigierten heute Julia Hausner und Verena Steiger mit Leokado (Cornelia Trimmel).

Der morgige Entscheidungstag wird um 9 Uhr mit den Abschlussprüfungen im Pas-de-Deux eingeleitet. Im Anschluss folgen die Mannschaftsküren (10 Uhr). Die Herren ermitteln ihren Champion ab 13.30 Uhr, die Damen folgen ab 15 Uhr. Übertragen werden die Wettbewerbe live im Internet via FEI-TV.
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