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11.12.2017

Kalifornien: Fast 50 Pferde in Flammen verendet

Die aktuell in Kalifornien wütenden Waldbrände verwandeln auf ihrem Weg durch das Land alles in Schutt und Asche. Immer häufiger sind in der Region um San Diego auch Gestüte betroffen. Bereits dutzende Pferde mussten in den Flammen ihr Leben lassen.

Knapp 50 Pferde sind bisher den verheerenden Waldbränden in Kalifornien zum Opfer gefallen. © Reinhard Schäfer - fotolia.com
Knapp 50 Pferde sind bisher den verheerenden Waldbränden in Kalifornien zum Opfer gefallen.
© Reinhard Schäfer - fotolia.com
Die Bemühungen, Mensch und Pferd aus der bedrohten Region zu evakuieren, laufen seit Tagen auf Hochtouren. Über 800 Pferde sollen bereits in Sicherheit gebracht worden sein. Doch nicht alle hatten so viel Glück. Offizielle Zahlen sprechen von 46 Pferden, die bisher bei den Buschbränden ums Leben gekommen sein sollen.

Häufig wird den Tieren ihr Herdentrieb zum Verhängnis. Anstatt aus den geöffneten Ställen zu fliehen, würden sich viele Pferde nur hilflos im Kreis drehen und wieder in ihre Ställe zurückkehren. „Das ist ihre Sicherheitszone - wir versuchten sie zu vertreiben, doch dann sahen sie, wie andere zurückkehrten, und folgten ihrem Herdentrieb", erklärte ein Mitarbeiter des Bonsall Training Centers im Gespräch mit der Los Angeles Times. Der bekannte Rennpferdezuchtbetrieb brannte am Donnerstag der Vorwoche bis auf seine Grundmauern ab, zuvor waren auf dem Gelände rund 500 Pferde untergebracht.

Beim Versuch sechs Pferde aus der Feuersbrunst zu retten, erlitt eine Trainerin des Gestüts Verbrennungen zweiten und dritten Grades über weite Teile ihres Körpers. Sie wurde mit einem Hubschrauber in das UC San Diego Medical Center überstellt und in künstlichen Tiefschlaf versetzt.

Vorhängeschlösser erschweren Rettung

Dramatische Szenen spielten sich auch in Sylmar im San Fernando Valley bei Los Angeles ab. Ein Stall mit 29 Pferden brannte lichterloh, als die Feuerwehr anrückte. Weil Vorhängeschlösser an den Boxen die Rettungsarbeiten massiv erschwerten, konnten nur zehn Pferde gerettet werden, bevor das Gebäude in sich zusammenbrach.

„Dieser Vorfall ist eine tragische Mahnung an alle Pferdehalter, funktionierende Fluchtmöglichkeiten zu schaffen um Verletzungen und Verluste unter ihren Tieren so gering wie möglich zu halten. Pferdeboxen sollten niemals mit Vorhängeschlössern versehen oder anderweitig unzugänglich gemacht werden", sagte ein offizieller Sprecher.

ps
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