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25.06.2015

Kein Limit in Sicht: Rennpferde im Sprint immer schneller

Lange war man davon überzeugt, dass die Geschwindigkeit von Rennpferden seit Jahrzehnten stagniert. Dass das Gegenteil der Fall ist, konnten jetzt britische Forscher beweisen.

Vor allem im Kurzstreckenbereich werden Pferde seit rund 150 Jahren immer schneller. © Tom Bayer - Fotolia.com
Vor allem im Kurzstreckenbereich werden Pferde seit rund 150 Jahren immer schneller.
© Tom Bayer - Fotolia.com
In den vergangenen eineinhalb Jahrhunderten sind Rennpferde immer schneller geworden – das zeigt eine Studie aus Exeter. Das Ergebnis kommt unerwartet. Denn bislang gingen viele Experten davon aus, dass die Geschwindigkeit von Galoppern seit geraumer Zeit  stagniere. Diese Annahme basierte auf Untersuchungen, die die Siegzeiten einer kleinen Zahl von Spitzenrennen über mittlere und lange Distanzen auswerteten.

Für die aktuelle Studie untersuchte das Team um Patrick Sharman und Alastair Wilson zahlreiche britische Rasen-Pferderennen von 1949 bis 2012. Sie erfassten das Austragungsjahr, die Geschwindigkeit, die Methode der Zeitmessung, die Distanz, die Strecke, den Zustand des Bodens, die Zahl der Tiere sowie Alter und Geschlecht jedes Pferdes im Rennen. Insgesamt 616.084 Rennzeiten von 70.388 Pferden flossen in die Studie mit ein, die in den „Biology Letters“ der britischen Royal Society veröffentlicht wurde. Die Auswertung der Daten zeigte schließlich, dass sich die Geschwindigkeit der Pferde in den vergangenen gut 150 Jahren deutlich gesteigert hat – insbesondere in Rennen über kurze Distanzen. Und: Die Galopper werden vermutlich auch in Zukunft noch an Tempo zulegen, das zeigte eine detaillierte Analyse der relativ jungen Daten aus den Jahren 1997 bis 2012.

Allerdings verläuft die Entwicklung nicht linear, wie die Studie zeigte. Sprunghafte Verbesserungen gab es vor allem Anfang des 20. Jahrhunderts, als die Jockeys nicht mehr mit langen Bügeln im Sattel saßen, sondern sich mit kurzen Bügeln stehend über dem Pferd positionierten, und dann wieder von 1975 bis in die frühen 1990er-Jahre. Auch für den zweiten Entwicklungssprung könnte eine Positionsveränderung der Jockeys den Ausschlag gegeben haben. Gleichzeitig habe jedoch auch eine verstärkte Kommerzialisierung der Zucht stattgefunden, sodass die größere Schnelligkeit auch ein Ergebnis genetischer Verbesserung sein könnte.

Tempo auf Langstrecken stagniert

Während Sprinter also immer schneller werden, stagniert das Tempo über mittlere und lange Distanzen weitgehend. Dies könnte darauf hindeuten, dass in diesen Bereichen tatsächlich eine natürliche Grenze erreicht sei, so die Autoren, die einen möglichen Grund aber auch in der Spezialisierung der Zucht auf Geschwindigkeit denn auf Ausdauer sehen.

Quelle
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