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02.10.2011

Klare Abfuhr für Schenkelbrand in Deutschland

Insgesamt 35.000 Unterschriften übergab eine Delegation von Brandbefürwortern der deutschen Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Ilse Aigner, am vergangenen Freitag (30. September). Und erhielt für ihr Anliegen prompt eine Abfuhr.

Schenkelbrand © FotoLL - Fotolia.com
© FotoLL - Fotolia.com
Das Tauziehen um den Erhalt des Schenkelbrandes in Deutschland geht weiter. Nach Übergabe der Unterschriften und einem Fototermin ließ die Bundesministerin der Delegation, angeführt von Breido Graf zu Rantzau, Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), nicht einmal Zeit Platz zu nehmen – nach knapp 15 Minuten wurde der Termin beendet ohne die vielen offenen Fragen in einer Fachdiskussion geklärt zu haben. Während zu Rantzau den Standpunkt der Deutschen Pferdezucht verdeutlichte, die sich neben der Kennzeichnung mittels Transponder auch die Zulassung andere Kennzeichnungsmethoden erwarte rechtfertigte sich Aigner mit dem Prozess der Gesetzgebung und erklärte, dass ihr die Hände gebunden seien. Gleichzeitig verwies sie auf das anstehende Änderungsverfahren des Tierschutzgesetzes, in den sie ein Verbot des Schenkelbrandes einbringen wird. „Persönlich habe ich nichts gegen den Schenkelbrand“, erklärte die Ministerin, sie brauche aber eine mehrheitliche Befürwortung durch die Bundesländer. Für eine Entscheidung des Bundesrates könne ein von einem oder mehreren Bundesländern in Auftrag gegebenes wissenschaftliches Gutachten bedeutsam sein.

Graf zu Rantzau zeigte sich gleichermaßen enttäuscht wie kämpferisch. „Ich halte es für nicht akzeptabel, dass hier leichtfertig ohne eine fundierte fachliche Begründung die Zukunft der Deutschen Pferdezucht aufs Spiel gesetzt werden soll“, sagte der FN-Präsident. „Die bisherigen Erfahrungen mit der Transponderkennzeichnung zeigen nachweisbare Schwächen. Die Verträglichkeit des Transponders beim Reitpferd wird in weiterführenden Gutachten zu klären sein“, so Rantzau weiter.

Quelle
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