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17.03.2013

Knapper Sieg für Adelinde Cornelissen bei Kür-Premiere

Die letzte Etappe des Reem Acra Dressurweltcups vor dem großen Finale in Göteborg wurde zum Heimspiel für die zweifache Titelverteidigerin Adelinde Cornelissen. Doch für viele Zuseher und zwei der fünf Richter war der Sieger am Samstag-Nachmittag ein anderer…

Siegten mit neuer Kür vor heimischem Publikum in Den Bosch: Adelinde Cornelissen und Parzival © DigiShots / FEI
Siegten mit neuer Kür vor heimischem Publikum in Den Bosch: Adelinde Cornelissen und Parzival
© DigiShots / FEI
Unter dem Titel „Tribute to my Red Knight“ präsentierten die aktuelle Nummer eins der Weltrangliste und ihr 16-jähriger KWPN-Wallach Parzival ihre neue Kür, die von vielen mit Spannung erwartet worden war. Während man bei der alten Kür zu Tschaikowskys Nussknacker stets das Gefühl hatte, das Duo könne seine Aufgabe auch mit verbundenen Augen  reiten, war dem Paar bei seiner Kürpremiere stellweise noch eine gewisse Unsicherheit anzumerken. Dessen ist sich auch die Holländerin bewusst: „Es gibt ein paar kleine Dinge, die ich ändern muss, und wir sind noch dabei uns an unseren neuen Test zu gewöhnen.“

Diese Gewöhnungsphase muss rasch vonstatten gehen, will die Silbermedaillengewinnerin von London auch in dieser Saison erfolgreich ihren Titel verteidigen. Denn neben der Deutschen Helen Langehanenberg, die sich zusammen mit ihrem ausdrucksstarken Westfalenhengst Damon Hill auf den vergangenen Turnieren in bestechender Form präsentiert hatte, meldete gestern Nachmittag noch ein weiterer Reiter seinen Anspruch auf die Krone des Dressurweltcups an. Einer, den viele vermutlich noch nicht so bald auf dem Radar gehabt hatten.

Edward Gal zurück auf dem Dressur-Olymp

Aber was Edward Gal bereits im Grand Prix am Samstag mit einer starken Leistung und nur 1,362 Prozent Rückstand zu seiner Landsfrau Adelinde Cornelissen (85,900 Prozent) angedeutet hatte, bestätigten der Dreifach-Weltmeister und Glock’s Undercover in beeindruckender Manier dann auch in der Kür. Nur acht Zehntel trennten Gal an diesem Nachmittag vom Sieg und damit dem ganz großen Triumph - dennoch wurde der Niederländer, der seit Februar 2012 beim österreichischen Multi-Millionär Gaston Glock unter Vertrag steht, vom heimischen Publikum in der Brabanthalle von s’Hertogenbosch frenetisch mit Standing Ovations gefeiert. Das ließ nicht nur bei den Fans Erinnerungen an vergangene Zeiten wach werden. „Es liegt nicht nur daran, dass er ein schwarzes Pferd ist. Es ist vielmehr das Gefühl … ein Pferd zu reiten, dass nicht aufhören will und bereit ist alles und darüber hinaus zu geben … heute hatte ich so ein bisschen dasselbe Wow-Gefühl wie damals mit Totilas“, sagte ein augenscheinlich überwältigter Gal bei der anschließenden Pressekonferenz.

Im Sattel des zwölfjährigen Ferro-Sohnes hatte sich der Niederländer in den vergangenen Monaten kontinuierlich zurück an die Dressur-Spitze gearbeitet. Dass sich die beiden dabei so schnell so gut arrangieren konnten, verblüfft selbst den Reiter: „Mit Totilas hat es vier oder fünf Jahre gedauert, bis ich ihn auf diesem Niveau vorstellen konnte. Ich hätte mir nicht gedacht, dass es so schnell geht. Unser letztes gemeinsames Hallenturnier war Olympia (London) im Dezember und Undercover war dort extrem aufgedreht. Du brauchst ein feuriges Pferd, wenn dir eine großartige Prüfung gelingen will, aber du musst in der Lage sein, dieses Temperament in die richtigen Bahnen zu lenken. Heute hatte ich ein super Gefühl und konnte ihn einfach gehen lassen - und er war viel gelassener“, so Gal, dem die Freude deutlich ins Gesicht geschrieben stand. 

Rang drei für Isabell Werth

Mit bereits gehörigem Respektsabstand sicherten sich Isabell Werth und ihr Hannoveraner Don Johnson den dritten Platz (79,475 Prozent) in der Kür. Damit ist die Deutsche, als Führende der Westeuropa-Liga, ebenso wie ihre Landsfrauen Helen Langehaneneberg und Kristina Sprehe, sowie Valentina Truppa (ITA), Adelinde Cornelissen (NED), Edward Gal (NED), Patrik Kittel (SWE), Tinne Vilhelmson Silfven (SWE), Anna Kasprzak (DEN) und Marcela Krinke Susmelj (SUI) fix für das Weltcupfinale von 24. bis 28. April im schwedischen Göteborg qualifiziert. Welche Teilnehmer aus den anderen Ligen des Reem Acra Dressurweltcups die Qualifikation für das Finale schaffen, wird Ende der kommenden Woche feststehen.

Alle Ergebnisse im Detail finden Sie hier.

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