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23.02.2016

Köpferollen in der polnischen Vollblutaraberzucht

Der Vollblutaraber zählt zu den wichtigsten Pferderassen in Polen. Seit Jahren erzielen arabische Vollblutpferde aus polnischer Zucht international höchste Auktionspreise. Doch nun scheint die Zukunft der edlen Vierbeiner bedroht.

Der Vollblutaraber zählt zu den wichtigsten Rassen der polnischen Pferdezucht. © whitelook - Fotolia.com
Der Vollblutaraber zählt zu den wichtigsten Rassen der polnischen Pferdezucht.
© whitelook - Fotolia.com
Die polnischen Züchter und der Vollblutaraber blicken auf eine lange gemeinsame Tradition zurück. Seit beinahe einem halben Jahrtausend sind die edlen Tiere ein fixer Bestandteil der Pferdezucht des Landes. Heute zählt Polen weltweit zu den wichtigsten Zuchtgebieten des Arabischen Vollbluts, einige der besten und teuersten Vertreter dieser Rasse haben hier ihren Ursprung. Doch die Zukunft des Vollblutarabers in Polen könnte bedroht sein. Das zumindest befürchten Araberfreunde und –züchter auf der ganzen Welt.

Grund für diese Sorge ist die jüngste Entlassung dreier leitender Persönlichkeiten der polnischen Araberzucht. Am Freitag der Vorwoche wurden auf Anweisung der Regierung mit Anna Stojanowska, der führenden Expertin für das arabische Pferd im polnischen Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, Marek Trela, Direktor des staatlichen Gestüts Janów Podlaski und Jerzy Bialobok vom polnischen Staatsgestüt Michalow, drei international anerkannte Koryphäen auf dem Gebiet der Vollblutaraberzucht von ihrer Arbeit freigestellt.

Informationen über die genauen Hintergründe der aktuellen Entwicklung sind derzeit noch nicht bekannt, die Personalveränderungen scheinen jedoch politisch motiviert. Aus Sorge um die Zukunft der polnischen Araberzucht hat sich mittlerweile internationaler Widerstand formiert. In einer kürzlich lancierten Petition fordern Freunde des arabischen Pferdes die Wiedereinsetzung der drei freigestellten Zuchtexperten. Anna Stojanowska, Marek Trela, Jerzy Bialobok hätten durch ihren unermüdlichen Einsatz im Dienste der Vollblutaraberzucht maßgeblich zum internationalen Erfolg des polnischen Araberpferdes beigetragen. Diese renommierten und weltweit angesehen Experten nun abzusetzen könnte einen massiven Image- und Qualitätsverlust zur Folge haben und damit dem Araber als polnischem Kulturgut und Exportschlager großen Schaden zufügen, so die Petitionsbetreiber.

Sie fordern dazu auf, die Regierung in direkten Anschreiben um eine Wiedereinsetzung der drei vom Dienst befreiten Personen zu bitten, damit diese ihr Lebenswerk vollenden könnten und die Zukunft des polnischen Vollblutarabers auch weiterhin gesichert bleibe.

Wer die Petition unterstützen möchte, kann dies hier tun.
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