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14.04.2017

Lausanne: Drastische Anhebung der Startgelder im Springsport abgewehrt

Aufatmen im europäischen Springlager: Die geplante Anpassung der Startgelder an das amerikanische System wurde beim Sportforum des Weltreitverbandes FEI in Lausanne abgewehrt.

Springen © www.slawik.com
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Es war das Thema der vergangenen Wochen im Springsport: Die von der FEI geplante „Hamonization“, also „Harmonisierung“ des europäischen und nordamerikanischen Startgeldsystems auf internationalen Springturnieren. Um die Globalisierung des Springsports voranzutreiben, sollte das europäische System jenem aus Übersee angepasst werden. Anders als in Europa, wo die Nenngebühren mehr oder weniger fixe Beträge sind, richten sich die Gebühren auf US-Turnieren nach dem ausgeschriebenen Preisgeld.

Schere zwischen Breiten- und Leistungssport drohte zu wachsen

Die Vereinheitlichung hätte drastische Auswirkungen auf die Höhe der Startgelder hierzulande gehabt, wie Experten des Europäischen Reitverbandes EEF errechneten. Aktuell müssen Teilnehmer eines Zwei-Sterne-Turniers mit rund 400 Euro Startgeld pro Pferd rechnen. Dieser Betrag würde sich bei einer maximalen Preisgeldausschüttung auf bis zu 1.200 Euro erhöhen, bei drei-Sterne-Turnieren sind gar Beträge bis zu 1.500 Euro pro Pferd möglich. "Der Entwurf der FEI steht völlig konträr zum Konzept des Breitensports. Er drängt Europas Reitsport in ein Dasein einer rein elitären Sportart zurück - mit unabsehbaren Folgen für die gesamte Branche und das Interesse der Medien", kritisierte daher EEF-Präsident Dr. Hanfried Haring, der eine Vergrößerung der Lücke zwischen Basis- und Hochleistungssport befürchtete. Auch der OEPS sprach sich strikt gegen die geplanten Änderungen der FEI aus. „Der Österreichische Pferdesportverband schließt sich der Position des EEF in allen Punkten an. Wir möchten betonen, dass wir mit den vorgeschlagenen Nenngeldern nicht einverstanden sind und ersuchen das FEI Jumping Committe dringend um eine eingehende Prüfung seines Vorschlages“, lautete das offizielle Statement.
Die Kritik der EEF sowie einzelner Veranstalter und Verbände europäischer Länder stieß nun auf fruchtbaren Boden – die „Harmonisierung“ wurde beim Sportforum der FEI in Lausanne abgelehnt. Ein Gegenvorschlag der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), wonach sich Nordamerika an das europäische System anpassen solle, blieb allerdings ebenso erfolglos.
Einen weiteren Bericht zum Thema finden Sie hier.