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14.08.2017

Lisa Räuber unter den zehn besten Juniorinnen Europas

Die Europameisterschaften der Nachwuchs-Springreiter gingen am Sonntag mit der Einzelentscheidung bei den Junioren in ihr großes Finale. Für Lisa Maria Räuber, die lange Zeit auf Medaillenkurs gelegen war, wurde es am Ende der starke neunte Rang inmitten Europas U18-Elite.

Lisa Maria Räuber und Cuyano belegten im Finale der Junioren den ausgezeichneten neunten Platz. © Tomas Holcbecher
Lisa Maria Räuber und Cuyano belegten im Finale der Junioren den ausgezeichneten neunten Platz.
© Tomas Holcbecher
Die ganze EM hinweg präsentierten sich Lisa Maria Räuber und ihr elfjähriger Holsteiner von Catoki in absoluter Spitzenform. Bereits in der ersten Qualifikation blieb das Duo fehlerfrei und platzierte sich in den top-Ten. Im Team-Bewerb folgten dann zwei weitere Nuller. Mit nur 2,97 Strafpunkten belastet, rangierte die gebürtige Deutsche zwischenzeitlich auf dem aussichtsreichen fünften Platz und damit in greifbarer Nähe der Medaillen.

Doch es hat nicht sollen sein mit Edelmetall für die österreichische Equipe in Samorin. In den beiden Finaldurchgängen am Sonntag mussten Räuber und Cuyano leider je einen Springfehler hinnehmen. Nach fünf Durchgängen beendete die 18-Jährige die EM mit 10,97 Strafpunkten auf dem hervorragenden neunten Rang der Einzelwertung.

Hohe Erwartungen gab es im Vorfeld für das Juniorenteam. Nur wenige Wochen zuvor hatte Österreich beim Nationenpreisturnier in Hagen mit dem Idealergebnis von null Fehlerpunkten einen echten Sensationssieg gefeiert. In Samorin wollte es für heimischen U18-Reiterinnen und -Reiter hingegen einfach nicht laufen. Bereits nach Runde eins war Schluss für das rot-weiß-rote Erfolgsquartett, mit 26 Strafpunkten auf dem Konto musste man sich mit dem enttäuschenden 17. Platz begnügen.

Ein ähnliches Bild bot sich in der Mannschaftskonkurrenz der Jungen Reiter. Hier kam das österreichische Team nicht über Rang 15 hinaus. Zwischenzeitlich sehr gut unterwegs war Felix Koller mit Captain Future. Nach zwei Runden lag das oberösterreichische Duo noch auf dem hervorragenden 13. Zwischenrang. Drei Abwürfe im dritten Umlauf bereiteten den Hoffnungen auf eine Spitzenplatzierung im Einzelfinale der U21-Reiter jedoch ein jähes Ende. Koller landete schließlich als bester Österreicher auf Rang 34.
Lena Binder gab im Sattel ihres Lancelot TN ein gelungenes EM-Debüt. © Tomas Holcbecher
Lena Binder gab im Sattel ihres Lancelot TN ein gelungenes EM-Debüt.
© Tomas Holcbecher

Lena Binder im Finale

Die zweite top-Leistung dieser EM lieferte Lena Binder bei den Children ab. Die zwölfjährige Niederösterreicherin zog bei ihrer Championatspremiere mit Lancelot TN ins Finale ein, blieb in fünf Umläufen zweimal fehlerfrei und musste insgesamt nur zwei Abwürfe hinnehmen. „Platz 19 bei der ersten Euro - ich bin stolz auf Lena und Lanzi und danke unserer Mental-Trainerin Martina Gross", freute sich Equipe-Chef Anton Martin Bauer via Facebook über das Spitzenergebnis seiner Tochter.

Die Reiter der österreichischen Children-Mannschaft – Lena Binder, Klara und Ludovica Goess-Saurau, David Gorton-Hülgerth und Valerie Kroker - konnten heuer erstmalig in dieser Gruppierung an einer Europameisterschaft teilnehmen. Trotzdem es im Vorfeld schon gute Ergebnisse gesammelt hatte – etwa Platz zwei in Lamprechtshausen - konnte sich das Team leider nicht für das Finale qualifizieren. (mehr dazu lesen Sie hier).
Ein Stockerlplatz zum Abschluss: Children-Reiterin Valerie Kroker ritt mit Cascala in der Farewell-Competition der U14-Klasse auf Platz drei. © X BIONIC SPHERE
Ein Stockerlplatz zum Abschluss: Children-Reiterin Valerie Kroker ritt mit Cascala in der Farewell-Competition der U14-Klasse auf Platz drei.
© X BIONIC SPHERE
Zum Abschluss des Turniers zeigten die rot-weiß-roten Children dann wieder Stärke. Im Farewell-Springen kämpften 53 Teilnehmer aus 24 Nationen um Sieg und Platzierungen. Nach einem spannenden und schnellen Stechen durfte sich Valerie Kroker mit ihrem Pferd Cascala über den ausgezeichneten dritten Platz freuen. Abgerundet wurde dieser Erfolg noch durch einen sechsten Platz von Ludovica Goess-Saurau.
AntAnton Martin Bauer bei der Parcoursbesichtigung in Samorin © Tomas Holcbecher
Anton Martin Bauer bei der Parcoursbesichtigung in Samorin
© Tomas Holcbecher

Bauer zurückgetreten

Für Bauer war die EM in Samorin zugleich sein letztes Championat als Trainer des österreichischen Spring-Nachwuchses. Nach Unstimmigkeiten bei der Nominierung des fünften Junioren-Startplatzes zwischen Bauer und dem Verband hat Letzterer nun die Konsequenzen gezogen und in einem Schreiben an OEPS-Präsidentin Elisabeth Max-Theurer seinen sofortigen Rücktritt bekannt gegeben.

Mit Bauers Ausscheiden geht eine erfolgreiche Ära im heimischen Nachwuchs-Springsport zu Ende. Unter der Leitung des einstigen Championatsreiters waren Österreichs Children bei der Heim-EM im Magna Racino 2012 zur Silbermedaille geritten. Zwei Jahre später gab es in Arezzo für die rot-weiß-roten U14-Equipe sogar die Goldene.

ps

Ergebnisse

Junge Reiter Einzel
GOLD Bryan Balsiger (SUI)
SILBER Justine Tebbel (GER)
BRONZE Amy Inglis (GBR)
34. Felix Koller
51. Josefina Goess-Saurau
74. Alessandra Reich
79. Lorenz Chwoyka


Junioren Einzel
GOLD Rowen Van de Mheen (NED)
SILBER Harry Charles (GBR)
BRONZE Giacomo Casadei (ITA)
9. Lisa Maria Räuber 10,97 in 5 Umläufen
69. Dominik Juffinger
70. Anna Markel
75. Johanna Biber
76. Marie-Christine Sebesta


Children Einzel
GOLD Lorenzo Correddu (ITA)
SILBER Rose De Balanda (FRA)
BRONZE Oliver Fletcher (GBR)
19. Lena Binder 10 Fehlerpunkte in 5 Umläufen
77. David Gorton-Hülgerth
79. Klara Goess-Saurau
80. Valerie Kroker
81. Ludovica Goess-Saurau


Junge Reiter Team
GOLD Großbritannien
SILBER Belgien
BRONZE Italien
15. Österreich
 
Junioren Team
GOLD Italien
SILBER Großbritannien
BRONZE Deutschland
17. Österreich

Children Team
GOLD Großbritannien
SILBER Belgien
BRONZE Polen
18. Österreich

Alle Ergebnisse im Detail können Sie hier nachlesen.
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