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29.08.2014

Live-Ticker Dressur Kür

Mit der Grand Prix Kür steht am Freitag die letzte Dressur-Entscheidung dieser Weltreiterspiele auf dem Programm. Verfolgen Sie über unseren Live-Ticker in Echtzeit mit, wie sich die besten 15 Paare der Welt ab 13.30 Uhr im Stade d'Ornano schlagen.

Daumen drücken für Vici und Augustin. Die rot-weiß-roten Dressurstars sind um 15:25 dran. © Tomas Holcbecher
Daumen drücken für Vici und Augustin. Die rot-weiß-roten Dressurstars sind um 15:25 dran.
© Tomas Holcbecher
10.55 Uhr: Noch etwas mehr als zweieinhalb Stunden, dann ist der Kampf um die letzten Dressurmedaillen dieser Weltmeisterschaft eröffnet. Zur besseren Orientierung gibt es hier schonmal die Startzeiten der einzelnen Paare. Vici Max-Theuer und Augustin OLD sind nach ihren sensationellen Ritten im Grand Prix und im Grand Prix Spécial im zweiten Block nach der Pause zusammen mit den Top-Duos des Dressursports dran. Wir drücken schon jetzt fest die Daumen und wünschen Ihnen und uns einen spannenden Dressur-Nachmittag.

13:35    Morgan Barbancon (ESP) mit Painted Black
13:45    Hans Peter Minderhoud (NED) mit Glock’s Johnson TN
13:55    Carl Hester (GBR) mit Nip Tuck
14:05    Nathalie zu Sayn-Wittgenstein (DEN) mit Digby
14:15    Michael Eilberg (GBR) mit Half Moon Dephi
14:25    Anna Kasprzak (DEN) mit Donnperignon
14:35    Steffen Peters (USA) mit Legolas
14:45    Diederik van Silfhout (NED) Arlando NH N.O.P.

Pause

15:25  Victoria Max-Theurer (AUT) mit Augustin OLD
15:35    Laura Graves (USA) mit Verdades
15:45    Kristina Sprehe (GER) mit Desperados FRH
15:55    Tinne Vilhelmson Silfven (SWE) mit Don Auriello
16:05    Helen Langehanenberg (GER) mit Damon Hill NRW
16:15    Charlotte Dujardin (GBR) mit VALEGRO
16:25    Adelinde Cornelissen (NED) mit Jerich Parzival N.O.P.

13.18 Uhr: Tolle Kulisse heute im Stade d'Ornano, viele Fans sind gekommen um die letzte Dressur-Weltmeisterschaftsentscheidung dieser Spiele mitzuverfolgen, es gibt kaum noch leere Plätze.

13.20 Uhr: gleich geht es los! Den Auftakt machen heute die junge Spaniern Morgan Barbancon und ihr 17 Jahre alter KWPN-Hengst Painted Black.

13.30 Uhr: Im Grand Prix hatte sich das Duo so gut wie vielleicht noch nie präsentiert und war mit 75,149 % auf dem sensationellen neunten Rang gelandet. Im Spécial ließ der Gribaldi-Sohn dann seine zuvor gezeigte Frische und Energie vermissen, weshalb sich das Paar nur ganz knapp für das Kürfinale qualifizierte. Mal sehen, wie es den beiden heute nach einem Tag Wettkampfpause ergeht.
Im starken Trab geht's zu Tangomusik dramatisch los, ein gelungene Traversale, weiter in der Passage, eine taktmäßige Piaffe, Passage und wieder starker Trab. Taktstörung in der zweiten Piaffe. Painted Black geht zufrieden in der Anlehnung, kommt manchmal, wie schon im Spécial, zu tief, ansonsten ist die Trab-Tour bislang wirklich gelungen. Jetzt geht's im Galopp weiter. Fehlerfreie Zweierwechsel, eine gelungene, sehr kontrolliert gerittene zweifache Pirouette. Jetzt Schritt. Der sieht heute besser aus als am Mittwoch. Wieder Galopp, schöne Traversalen, auch die Einer gelingen gut. Vor der Pirouette nach links holt Morgan Barbancon im starken Galopp ordentlich Schwung, die zweifache Pirouette selbst ist sehr groß und lange nicht so gut wie die erste. Nicht ganz flüssig zurück in den Trab. Schlussgruß. Morgan lacht. Das war ein Ritt ohne grobe Fehler, zwei drei Unsicherheiten - aber damit kann sie zufrieden sein. 74,393 Prozent.

13.46 Uhr: Hans Peter Minderhoud und Glock's Johnson jetzt. Geschlossener Gruß, die Hinterbeine etwas nach hinten herausgestellt. Die beiden starten mit einer Abfolge von Passage und Piaffe, danach geht's im ausdrucksstarken Trab über die Diagonale, der Hengst fußt etwas unregelmäßig in der nächsten Passage. Viertel Piaffe-Pirouette und in einer Passage-Traversale auf den Hufschlag, in der Trabtraversale zurück zur Mittellinie. Kleine Störung vor dem zweiten starken Trab über die Diagonale. Jetzt dasselbe spiegleverkehrt. Im Schritt dehnt sich Johnson gut, schreitet schön. Gelungener Übergang in den Galopp. Nach einer Zick-Zack-Traversale geht's im mutig vorwärts gerittenen starken Galopp über Diagonale und in eine recht schnell gedrehte doppelte Pirouette. Zweierwechsel, noch ein starker Galopp und die obligatorische doppelte Pirouette, diesmal nach links. Auch diese ist noch nicht so getragen, wie man sich das wünscht, aber der Hengst ist ja auch noch nicht so lange auf diesem Niveau mit dabei. Fehler in den Einern jetzt. Und auch im zweiten Anlauf - die wollen heute einfach nicht. Au weh, der Übergang in den Trab ist total verhaut. Schade, zum Ende hin haben sich die Fehler jetzt doch summiert. 75,554 für den Niederländer.

13.55 Uhr: Das Publikum wird laut - jetzt kommt einer der absoluten Sympathieträger des heutigen Dressursports: Carl Hester. Der Brite hat seine bereits bekannte Kür, die ihm mit Uthopia silber bei der EM 2011 eingebracht hat, ausgepackt. So ausdrucksstark wie der kleine schwarze Hengst ist der der riesige Don Ruto-Sohn Nip Tuck nicht. Zaghafter erster starker Trab, dann in die Passage und die Piaffe. Immer wieder nicht ganz regelmäßig im Takt. Weiter im starken Trab, der noch Luft nach oben hat. Wieder in die Passage. Da wünscht man sich, dass die Hinerhand etwas mehr unter den Körper fußt, auch in der Piaffe. Und zurück in den starken Trab. Das alles sieht sehr brav geritten aus, aber gut, das Pferd ist seit drei Monaten auf Grand Prix Niveau unterwegs - da ist volles Risiko fehl am Platz. Der Schritt ist in Ordnung, mehr nicht. Jetzt die Wechsel, da punktet Nip Tuk, der heute nicht immer ganz losgelassen wirkt. Die dopppelte Pirouette gelingt gut, der starke Galopp ist ohne großes Risiko geritten. Schöne fließende Galopptraversalen. Etwas hinter der Musik zu Beginn der Einerwechsel die fehlerlos gelingen. Noch eine doppelte Pirouette, die noch nicht so schön getragen ist, wie man es gerne hätte. Noch einmal im starken Galopp über die Diagonale, danach in einer Passage Traversale im Zick-Zack durchs Viereck und zu eine Piaffe bei X. Noch einmal Zick-Zack - Schlusshalt. Nip Tuck kann den Applaus der Menge noch nicht so recht genießen, aber dafür, dass Hester gar nicht erwartet hat sich mit "Barney" für das Finale zu qualifizieren, ist das ein großer Erfolg. 76,518 Prozent bedeuten die vorläufige Führung.

14.05 Uhr: Für Nathalie zu Sayn-Wittgenschein ist der Ritt hier mit ihrem Digby vermutlich der letzte für längere Zeit, denn die Prinzessin erwartet Nachwuchs. Schöne harmonische Passag-Piaffe-Tour des 17 Jahre alten Dänen zu Beginn, in den Traversalen zieht sich Digby hingegen. Aber im starken Galopp heißt's volle Kraft voraus. Schöner Viertakt-Schritt, wenn auch etwas knapp. Gut gelungene Zweier, Digby ist regelmäßig wie ein Uhrwerk, wirkt super sicher. Auch in den Einerwechseln spielt er seine ganze Routine aus. Super kontrollierte winzige Rechtspirouette, kleine Probleme im Ausgang. Jetzt nach links, zweimal rum - toll gelungen! Und gleich noch eine Abfolge von saueberen Pirouetten mit schönen Einerwechseln dazwischen. Eine Piaffe-Pirouette mit zweifachem Richtungswechsel. Eine gelungene letzte WM-Kür für den verlässlichen Digby und Prinzessin Nathalie. 76,143 Prozent - vorläufig Platz zwei hinter Hester.

14.16 Uhr: Michael Eilberg und Half Moon Delphi. Die hochbeinige Stute darf zu Shakiras Whenever Wherever ihr Passage- und Piaffe-Talent beweisen. Schöner starker Trab, geschmeidige Traversalen, die Stute ist heute besser in der Aufrichtung, rollt sich nicht mehr so stark auf wie im Spécial. Etwas unruhig im starken Schritt, da ist "Maggie" nicht ganz bei der Sache. Zu Tangomusik geht's im Galopp weiter. Fehler in den Wechseln auf gebogener Linien. Super gelungene zweifache Pirouette nach links, nochmal Einerwechsel, die passen jetzt. Und noch eine schöne doppelte Pirouette gefolgt von Zweierwechseln. Ein letzter starker Trab, Passage auf der Schlusslinie, eine kleine Tour nach links, eine rhythmische Piaffe, wieder auf einer kleinen Tour nach rechts in die Passage - und Halt. Eine starke Kür, leider mit einem dicken Patzer in den Wechseln. 79,696 % - die neue Führung!

14.25 Uhr: Anna Kasprzak (DEN) und Donnperignon reiten zu Phil Collins. Eine Kürmusik, die Vici Max-Theurer für die Olympischen Spiele 2012 hatte. Schwierige erste Piaffe, der Dunkelfuchs kommt dabei stark über den Zügel, das gibt ordentlich Abzüge. Deutlich besser wieder die Passage, die ebenso wie die Sequenzen im starken Trab sehr ausdrucksvoll gelingen. Noch eine sehr zaghaften zweiten Piaffe - das war in den vorangegangenen Prüfungen besser, aber die Piaffen sind ein bekannter Schwachpunkt des Donnerhall-Sohnes. Wenig Abstellung in der Traversale nach rechts. Donnperignon entspannt sich heute nur sehr schwer im Schritt, dafür sind die Pirouetten hochklassig, ebenso die Galopptraversalen. Wie Eilberg hat auch Kasprzak Fehler in den Wechseln auf gebogener Linie. Eine angedeutete Piaffe-Pirouette, die den Namen nicht recht verdient. In der Kiss & Cry Zone gibt's betretene Gesichter. Auch die Reiterin weiß, das war nicht ihr bester Ritt. Immerhin gibt es 78,929 Prozent - derweilen Platz zwei.

14.35 Uhr: Steffen Peters und Legolas für die USA. Im Schritt machen sich die beiden auf zur Grußaufstellung. Zu Queens "Under pressure" geht's in tollen Passagen quer durchs Viereck. Dazwischen Piaffe - Legolas kommt vorne etwas zu tief, das linke Hinterbein ist nicht ganz regelmäßig. Fehlerfreie Galoppwechsel zu zwei Sprüngen. Eine wenig getragene, große doppelte Pirouette nach rechts. Kleiner Fehler in den Einerwechseln. Besser jetzt die doppelte Linkspirouette.

Verzeihen Sie bitte, wenn mir der eine oder andere Fehler entgeht, aber FEI-TV ruckelt heute dermaßen, dass es richtig schwer ist, hier eine qualifizierte Beurteilung der Ritte abzugeben...

Die Kür hat einen hohen technischen Anspruch, aus der Galoppirouette geht es in eine gelungene Piaffe. Coldplay jetzt zum Schritt. Wieder zurück im Trab, begleitet von der britischen Kultband. Noch eine Passage. Wieder "Under pressure". Rhythmusprobleme im starken Trab. Schöne Trabtraversale nach links, Passage-Traversale nach rechts. Die sind gelungen, da kann der Westfale sein Potenzial ausspielen. Piaffe-Pirouette auf der Schlusslinie, super regelmäßige Passage, noch eine Piaffe-Pirouette-Halt. Auch da waren heute einige Patzer drin. Fürs Podium wird es bei diesen Weltreiterspielen für den US-Champion definitiv nicht reiten. 77,321 Prozent. Das ist vorläufig der dritte Platz.

14.46 Uhr: Die junge niederländische Kombination Diederick van Silfhout und Alrando macht sich bereit. Das Paar war das zweitbeste der Oranjes im Spécial und hat besonders durch feines, harmonisches Reiten übrzeugt. Vom Start weg in eine Piaffe-Pirouette, da fehlt es noch am richtigen Takt. Die Passage ist eine Augenweie, im starken Trab möchte man zur Aufforderung mit der Zunge schnalzen, damit es etwas mehr nach vorne geht. Ups, ein ordentlicher Patzer in der zweiten Piaffe mit Richtungswechsel, da hat sich ein paar mal ungefragt der Galopp eingeschlichen. Jetzt der Schritt, schön im Viertakt aber noch nicht so schön durch den Körper. Starker Galopp und eine gelungene zweifache Pirouette. Sichere Zweierwechsel auf der gebogenen Linie - toll für ein neunjähriges Pferd! Wieder ein sehr harmonischer Ritt bisher, auch die Zick-Zack-Traversalen sind toll. In den Einern auf der gebogenen Linie schwankt Arlando etwas, aber kein Fehler. Da hatten viele, weit routiniertere Pferde heute schon deutlich mehr Schwierigkeiten. Sehr kleine Galoppirouette nach rechts, etwas eilig. Noch einmal Einerwechsel, die im Durchsprung noch nicht so groß sind, aber dieses Paar steht ja erst ganz am Anfang seiner Karriere. Wieder zurück im Trab. Passage-Piaffe-Passage und Halt. Viel Applaus vom Publikum, dem der Ritt sichtlich gefallen hat. Diederick van Silfhout kann wirklich zufrieden sein mit seinem ersten großen Championat in der Allgemeinen Klasse. Mit 77,288 Prozent reiht sich das Duo auf dem vorläufigen 4. Platz ein.

15.15 Uhr: Nach einer kurzen Pause wird's für uns gleich ganz besonders spannend. Vici Max-Theurer und augustin OLD machen sich bereits warm für ihren großen Auftritt um 15.30 Uhr.

15.30 Uhr: Jetzt heißt's ganz fest Daumen halten. Vici und Augustin sind dran!
15.31 Uhr: Italienische Schlagermusik, eine tolle Passage und Halt. Im starken Trab über die Diagnoale, die ist heute kraftvoller als im Special und im Grand Prix. Schön die Traversalen, federnde Passage, Piaffe - etwas zu sehr gesetzt. Gelungener Übergang zwischen Passage und Piaffe. Augustin kann sich ein Äppeln in der Piaffe nicht verkneifen, bleibt trotzdem fehlerfrei!!! Schöne Trabtraversale nach links, gelungener starker Trab. Schönes Schreiten im starken Schritt, super versammelter Schritt. Butterweicher Übergang in den Galopp, kraftvoller starker Galopp. Toller Rahmen, vorbildliche, super zufriedene Anlehnung, in der fließenden Galopptraversale. Etwas große zweifache Pirouette, fehlerfreie Zweierwechsel, da gibt's ein Lob für Augustin, die waren schnurgerade! Zweite doppelte Pirouette besser. Einer fehlerfrei aber etwas kurz. Noch eine Pirouette und in den starken Galopp. Toll. Perfekte Linkspirouette und in die Piaffe. Uff, dass ist schwer. Kleiner Fehler im Übergang zur Passage. Viertel-Piaffe-Pirouette, Übergang in die Passage, wieder eine Viertelpirouette. Augustin spielt sich heute mit diesen schwierigen Lektionen. Und, geschafft! Erhobene Faust - Riesenfreude bei Vici. Wieder ein Bilderbuchritt. Wahnsinn! Die beiden sind wirklich in der Form ihres Lebens. Viel Applaus vom Publikm.  Das muss eigentlich die Fürhung sein - ganz ohne zu patriotisch sein zu wollen.

15.41 Uhr: Waaaahnsinn. Vici und Augustin sind über 81 Prozent. 81,036 Prozent - das ist die klare Führung. Toll, toll, tolll!!!

15.45 Uhr: Vor lauter Begeisterung über Vicis super Ritt ist Laura Graves Kürritt etwas an uns vorübergegangen. Die junge US-Amerikanerin und ihr KWNP-Wallach Verdades haben auch im dritten Bewerb dieser Dressur-Weltmeisterschaft eine klasse Leistung abgeliefert und eine absolut harmonische Runde im Stadion d'Ornano gezeigt. Dafür gibt es viel Applaus und unglaubliche 82,038 Prozent von den Richtern, Platz 1!

15:50 Uhr: Kristina Sprehe und Desperados wollen nach Spécial Bronze auch in der Kür um Edelmetall mitreiten. Der Auftakt ist gewohnt stark. Desperados zeigt eine  fantastische Trabtour bislang. Im Übergang von der Piaffe in die Passage hebt sich der De-Niro-Sohn etwas heraus. Vom Schritt in die Viertel-Piaffe-Pirouette und wieder Schritt. Toll gelungen und mal etwas anderes! Super auch der Galopp, nach der Traversale eine gut gesetzte Pirouette, jetzt ein Fehler im Ausgang, das ist teuer. Wieder eine Galopptraversale und eine sehr große doppelt gerittene Galopppirouette. Kraftvoller, dynamischer starker Galopp und noch eine Pirouette. Diesmal besser. Die Zweier sind fehlerfrei, wieder schöner starker Galopp mit guter Rahmenerweiterung. Gut gesetzte doppelte Pirouette. Einerwechsel jetzt. Schön bergauf, ohne Fehler. Noch ein starker Trab. Ja, der trägt seinen Namen zurecht. Auf der Schlusslinie Passagen und Viertel-Piaffe-Pirouetten. Die sind heute nicht unbedingt ein Highlight. Ob das heute für eine Medialle reicht - man wird sehen. 83,125 Prozent - das ist schlechtestens Platz 5.

16.00 Uhr: Tinne Vilhelmson Silfven und Don Auriello geben gleich zu Beginn ihrer Kür richtig Gas mit einer starken Trab, Piaffe, Passage-Tour. Heute ist er besser mit der Hinterhand dran in den Trabverstärkungen, dieser beeindruckende Don Auriello. Die Piaffe gut am Platz und taktsicher. Sehr guter starker Schritt, auch der versammelte Schritt bleibt schön im Viertakt. Sehr gut gelungene, ausdrucksstarke Zweierwechsel, kraftvoller starker Galopp. Winzige doppelte Pirouette. Wieder tolle Einerwechsel, allerdings wird der Don-Davidoff-Sohn mit zunehmender Prüfung eng im Hals. Auch die Pirouette jetzt sehr vorhandlastig. Sieht so aus, als wäre im Galopp die Luft etwas raus. Schwieriger Übergang von Zweierwechseln zu Einerwechseln auf der Mittellinie. Gute Piaffe jetzt, die beste bisher. Nach einer Passage noch eine Piaffe-Pirouette mit zweifachem Richtungswechsel. Das Publikum ist begeistert. 80,804 % - Platz vier einstweilen.

16.11 Uhr: Jetzt geht's um die Medaillen. Helen Langehanenberg und Damon Hill. Blitzsaubere Passage-Piaffe-starker Trab-Übergang. Toll! Dafür muss es Höchstnoten geben! Geschmeidig in der Trabtraversale durchs Viereck, zurück in der Passage-Traversale auf die Mittellinie. Piaffe. Jetzt noch ein kraftvoller starker Trab und der Traversalen-Teil spiegelverkehrt. Damon Hill kommt in der Piaffe gegen Ende etwas zu tief, Helen muss ihn auffordern sich wieder besser zu tragen. Fantastischer starker Schritt. Der beste des ganzen Feldes. Toller Übergang in den starken Galopp direkt aus dem versammelten Schritt. Zweierwechsel auf gebogener Linie, blitzsauber. Die doppelte Pirouette etwas groß, ist auch schwierig, wenn man dabei misten muss. Fehlerfreie Einer. Super gelungene doppelte Rechtspirouette, da gibt's ein Lob für den Hengst. Geschmeidig durch die Zick-Zack-Traversalen im Galopp. Was für ein schöner Ritt!! Absolute Weltklasse. Noch ein starker Galopp. Eine letzte Piaffe und ein starker Trab auf die Richter zu. Das war ein absoluter klasse Ritt, den Charlotte Dujardin und Valegro erst einmal schlagen müssen. 88,286 Prozent - der Federhandschuh liegt direkt vor Charlottes Nase. Da darf sich die Britin keine Fehler leisten.

16.20 Uhr: Drachenzähmen leicht gemacht - ja, bei diesen beiden sieht wirklich alles wie ein Kinderspiel aus. Ein starker Trab zum Niederknien, Trabtraversale nach links, Passage-Traversale nach Rechts - wie die deutsche Konkurrenz. Aber jetzt eine Piaffe-Pirouette - vom Feinsten! Passage-Traversale nach links, Trabtraversale nach rechts - alles wie aus einem Guss. Die Passagen nicht so kraftvoll wie bei Damon Hill - bei weitem nicht. Die Übergänge dafür flüssig ohne jeglichen Rhythmusverlust. Piaffe-Passage-Piaffe-Passage - wie ein Metronom. Jetzt der Schritt. Valegros Schwachpunkt. Taktmäßig, ja - aber mit wenig Raumgriff, da tut er sich schwer, der Negro-Sohn, verglichen mit Damon Hill. Fließender Übergang in den Galopp. Starker Galopp auf der Mittellinie und eine wunderschöne kontrollierte doppelte Pirouette, vielleicht etwas groß im zweiten Teil. Die Einer sensationell. Geschmeidiger als diese Galopptraversalen geht's kaum. Noch ein starker Galopp und ein super Übergang in die etwas groß geratene doppelte Pirouette. Die Zweier perfekt im Takt der Musik. Vom starken Trab in die Piaffe-Pirouette und wieder ein Richtungswechsel - eeewig dauert diese Pirouette. Ein unglaublicher Ritt. Das Publikm springt von den Sitzen. Was sagen die Richter?

16.31 Uhr: 92,196 Prozent! Charlotte und Valegro haben nichts anbrennen lassen. Wenn jetzt nicht ein Wunder passiert, sind sie die neuen Kür-Weltmeister!!!!

16.32 Uhr: Adelinde Cornelissen und Parzival mussten sich im Spécial mit Platz vier begnügen - vielleicht wird's jetzt in der Kür noch was mit der Medaille? In den Passagen ist die Hinterhand etwas weit draußen, Parzival wirkt müde, nicht mehr so dynamisch wie bei vergangenen Championaten. Das wirkt sich auf die Anlehnung aus - da hat Cornelissen alle Hände voll zu tun. Kraftvolle Trabverstärkungen. Gute Schritt-Tour. In den Traversalen - egal ob im Galopp oder im Trab punktet das Duo. Der starke Galopp ist nicht so dynamisch, wie wir ihn heute schon gesehen haben, auch in der  Pirouette wirkt Parzival kraftlos, hinzukommt ein Fehler im Ausgang der Linkspirouette. Die Rechtspirouette gelingt besser. Sehr gute Zweierwechsel. Jetzt auch eine gelungene Pirouette nach rechts. Einerwechsel ohne Fehler, wieder eine Pirouette. Vom Galopp in die Piaffe-Pirouette, nicht so gesetzt wie bei Valegro, aber fehlerfrei. Und damit hat sie's doch noch einmal geschafft! 85,679 Prozent, Platz drei und Bronze vor Kristina Sprehe!

16.45 Uhr: Die Ergebnisse sind bestätigt. Es gewinnen Charlotte Dujardin und Valegro mit beeindruckenden 92,161 Prozent. Damit halten die britischen Superstars alle wichtigen Titel, die es in der Dressur zu gewinnen gibt: Einzel-Olympiagold, Weltmeisterschaftsgold im Spécial und in der Kür, Doppel-Europameisterschaftsgold und den Weltcuptitel.
Wieder einmal muss sich Helen Langehanenberg auf ihrem fantastischen Damon Hill mit Silber zufrieden geben, obwohl sie heute eine wirklich makellose Kür voller Höhepunkte abgeliefert hat. 88,288 Prozent ihre Wertung. Bronze holt Adelinde Cornelissen mit ihrem mittlerweile 17 Jahre alten Parzival.

Sensationell Vici Max-Theurers Ergebnis. Wie im Special holt die Achleiternerin nach einem Traumritt den unglaublichen sechsten Platz mit 81,038 Prozent. Chapeau!

Das war die letzte Dressurentscheidung dieser Weltreiterspiele. Wir hoffen, Sie haben diesen spannenden Bewerb ebenso wie wir genossen. Erste Stimmen gibt es wie gewohnt von Ernst Kopica in Kürze.

Alle Ergebnisse im Detail können Sie hier nachlesen.