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20.04.2014

Lyon: Doppelführung vor Finale

Head to head im Weltcupfinale der Springreiter: Nach dem zweiten Teilbewerb am Samstagabend liegen der Schweizer Olympiasieger Steve Guerdat und der Franzose Patrice Delaveau punktegleich in Führung.

Nach zweiten Plätzen 2012 und 2013: Gelingt Olympiasieger Steve Guerdat heuer endlich der Weltcupsieg? © Tomas Holcbecher
Nach zweiten Plätzen 2012 und 2013: Gelingt Olympiasieger Steve Guerdat heuer endlich der Weltcupsieg?
© Tomas Holcbecher
Mit seinem Ausnahmepferd Nino des Buissonets ging der Weltcup-Zweite der Jahre 2012 und 2013 in der zweiten Wertungsprüfung gar nicht volles Risiko, um am Finaltag seinem härtesten Gegner Patrice Delaveau ausreichend Paroli bieten zu können. Der „schaumgebremste Ritt“ reichte dennoch für Platz zwei in der Tageswertung. Für Delaveau, der seinen Holsteiner Lacrimoso gesattelt hatte, genügte gar ein fünfter Rang, um mit Guerdat gleichzuziehen. Und auch der Deutsche Daniel Deusser liegt nach zwei von drei Teilbewerben in aussichtsreicher Position - ihn trennen lediglich zwei Fehlerpunkte von der Spitze. Beste Voraussetzungen für eine spannende Entscheidung am Ostermontag.
Ex eaquo in Führung mit Steve Guerdat: Frankreichs Patrice Delaveau © Tomas Holcbecher
Ex eaquo in Führung mit Steve Guerdat: Frankreichs Patrice Delaveau
© Tomas Holcbecher
Allerdings sind auch der erst in letzter Sekunde ins Starterfeld gerutschte Ludger Beerbaum und Pius Schwizer, der Führende nach Tag 1, trotz eines Abwurfes im Stechen immer noch in Schlagdistanz. Titelverteidigerin Beezie Madden, der Weltranglistenführende Scott Brash, Maikel van der Vleuten, Christian Ahlmann, Tagessieger Kent Farrington und der dreifache Weltcuptriumphator Marcus Ehning lauern dahinter auf Fehler der Top-Platzierten.

Im Gegensatz zum Jagdspringen am ersten Tag wurde die zweite Wertungsprüfung im Stechen entschieden. Bei den heißen Sieganwärtern sah man unterschiedliche Taktiken, denn reglementgemäß können beim Weltcup-Finale auch zwei verschiedene Pferde in den Prüfungen an den Start gebracht werden, was Reiter mit ausgesprochenen Speed-Spezialisten im Stall natürlich ausnutzten. Interessant aber, dass gerade die drei Spitzenreiter auf die absolute Klasse ihres Nummer-1-Pferdes vertrauten und damit Erfolg hatten.

Kursdesigner Frank Rothenberger hatte den Grundparcours zunächst sehr fair gestaltet: keine versteckten Fallen, keine Distanzprobleme, immer im Hinterkopf, dass nicht weniger als vier Runden an den drei Wettkampftagen zu reiten sind. So war es nicht ganz überraschend, dass auch relativ unerfahrene Reiter wie etwa der Lette Kristaps Neretniek, der Brasilianer Yuri Mansur Guerios oder Kathy Dinan aus den USA die 16 Sprünge der 13 Hindernisse fehlerfrei absolvierten. Insgesamt schafften es dann nicht weniger als 21 Paare (also mehr als 50 % des Teilnehmerfeldes, darunter nicht weniger als sechs US-Amerikaner und alle fünf Deutschen) ins Stechen. Aus dem Vorderfeld gab es einzig für den Überraschungsmann des ersten Tages, den Marokkaner Abdelkebir Quaddar, drei Abwürfe.
 
An ihrer Zeit bissen sich alle übrigen 20 Stechpaarungen die Zähne aus: Kent Farrington (USA) und Voyeur © Tomas Holcbecher
An ihrer Zeit bissen sich alle übrigen 20 Stechpaarungen die Zähne aus: Kent Farrington (USA) und Voyeur
© Tomas Holcbecher
In der Entscheidung warteten neun Sprünge auf das Weltklassefeld und hier trennte sich die Spreu vom Weizen. Als erster Reiter blieb der nach dem ersten Tag weit zurück liegende Charlie Jayne aus den USA in 42,52 Sekunden ohne Abwurf, sein Landsmann Kent Farrington auf Voyeur ging dann aber volles Risiko und war mit 39,69 fast drei Sekunden schneller. An dieser Marke sollten sich dann alle Gegner die Zähne ausbeißen, obwohl weitere acht Konkurrenten ohne Fehler blieben.

Das große Finale steigt am Ostermontag mit den alles entscheidenden zwei Schlussrunden (Beginn 14 Uhr), wobei vorerst die besten 30 nach den ersten beiden Tagen starten dürfen, im Finale reduziert sich das Starterfeld auf 20 Teilnehmer.

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