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19.04.2016

Mann tötete Pony brutal, weil Geld fehlte

Ende Jänner war im Bezirk Gänserndorf (NÖ) ein Pony mit schweren Schnittverletzungen tot auf der Koppel aufgefunden worden. Die Polizei vermutete Fremdverschulden. Nun weiß man: Der Besitzer selbst hat die Bluttat begangen.

© www.slawik.com
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Wie der Ponyhengst zu den Schnittverletzungen im Halsbereich gekommen war, die ihn letztendlich das Leben gekostet hatten, galt zunächst als unklar. Polizei und Tierarzt hielten sowohl einen Unfall als auch Fremdverschulden für möglich. Doch weder ein fremder Pferdehasser noch der kleine Rappe selbst waren für den Tod verantwortlich. Wie sich nun herausgestellt hat, hatte der Besitzer kurzen Prozess gemacht und den achtjährigen Hengst eigenhändig abgestochen. Als Gründe für sein Handeln gab er Geldsorgen an. „Meine Tochter ist eine Pferdenärrin. Als mir zwei Pferde genommen wurden, war sie traurig und da habe ich ihren Herzenswunsch nach einem Pony erfüllt. Es war mein Fehler, dass ich die wirtschaftliche Seite nicht bedacht habe“, wird der 33-jährige Waldviertler auf noen.at zitiert.

Die Konsequenzen seines unüberlegten Handelns bekam der Ponyhengst in voller Härte zu spüren. Wochenlang gab es kein Futter, selbst Wasser soll dem Rappen über lange Zeit hinweg vorenthalten worden sein, wie die Staatsanwältin während der Gerichtsverhandlung ausführte. Zum Zeitpunkt des Todes war der achtjährige Hengst schließlich nur noch Haut und Knochen - und von Schmerzen geplagt. „Das Tier hat zweifellos gelitten“, sagte ein Amtstierarzt. Wie die Obduktion des Ponys zeigte, hatte sich aufgrund der Mangelernährung bereits ein blutiges Magengeschwür entwickelt und auch der Dickdarm war hochgradig verstopft.

Dem Pony die Kehle aufzuschneiden sei schließlich ein Akt der Panik gewesen, gab der arbeitslose Familienvater an. Vom Gericht erhielt er sechs Monate bedingt für Tierquälerei. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

OEPS hilft bei Notfällen

Dass Pferdebesitzer finanziell unter Druck geraten, ist nicht selten. Immer wieder entsteht großes Tierleid, weil Menschen nicht mehr das nötige Geld für die Versorgung ihrer Vierbeiner aufbringen können. In scheinbar aussichtlosen Fällen will der Österreichische Pferdesportverband mit Rat und Tat zur Seite stehen. Das 2013 gegründete Referat Partner Pferd hat es sich zur Aufgabe gemacht Pferden in Not zu helfen. „’Partner Pferd’ kann selbstverständlich nicht sämtliches Leid auf einmal zum Verschwinden bringen. Es kann aber (Sach-)Spenden sammeln und damit gezielt Hilfe koordinieren, Unterstützung durch kompetente Information zu Fragen des Pferdewohls gewährleisten und durch rasches Handeln Missstände stoppen“, meint OEPS-Präsidentin Elisabeth Max-Theurer. „Wie wir unsere Pferde behandeln, hat mit Anstand, Kultur, Respekt und Charakter zu tun“ ist Max-Theurer überzeugt. Der Fall des achtjährigen Ponyhengstes stellt seinem Besitzer in dieser Hinsicht ein denkbar schlechtes Zeugnis aus.

ps

Quelle
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