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20.08.2015

Max Kühner mit Nullrunde

Österreichs Schlussreiter Max Kühner jubelte nach seiner wunderbaren Nullrunde am zweiten Tag der Springreiter-EM in Aachen. Mit seinem Coeur de Lion bewältigte er alle 16 Sprünge ohne Schwierigkeiten und klassierte sich damit in der Einzel-Zwischenwertung auf dem 27. Platz.

Eine Nullrunde für "Neo-Österreicher" Max Kühner bei der EM in Aachen auf Coeur de Lion. © Tomas Holcbecher
Eine Nullrunde für "Neo-Österreicher" Max Kühner bei der EM in Aachen auf Coeur de Lion.
© Tomas Holcbecher
Für die übrige Mannschaft war es hingegen nicht so gut gelaufen. Zwar hatte der Erfolg von Markus Saurugg am Vorabend für bessere Stimmung gesorgt, aber der Ruck ging nicht durch das Team. Dieter Köfler begann mit seinem Emir vh Moleneneind  besser als im Zeitspringen, aber nach dem Wasser war er dann zu groß und der Steilsprung fiel, es folgten noch drei weitere Abwürfe und eine Zeitüberschreitung. Der Kärntner im O-Ton:" Es ist leider so wie es immer ist, dass wir einfach kein Ergebnis erzielen und das stört mich schon etwas. Ich will nicht die Flinte ins Korn werfen, aber man will ja ein positives Ergebnis für die Mannschaft bringen und das war eben nicht der Fall."
Zuerst im Retourgang zurück, dann in vollem Galopp ins Viereck: Markus Saurugg und Texas I. © Ernst Kopica
Zuerst im Retourgang zurück, dann in vollem Galopp ins Viereck: Markus Saurugg und Texas I.
© Ernst Kopica
Auch für Markus Saurugg verlief die erste Nationenpreisrunde nicht nach Wunsch. "Ich sind etwas früh zum Einritt gekommen, das war nicht so gut," so der Steirer im Interview. Die Folge: Seine Texas I wollte nicht auf den Platz und legte den Retourgang bis zum Abreitplatz ein, Anton Martin Bauer und Hugo Simon eilten herbei, dann erst galoppierte Saurugg in vollem Galopp in die Arena. Ein nicht gerade idealer Auftakt für so einen schweren Parcours und so gab es am Ende 16 Fehlerpunkte – der utopische Traum von den Mannschafts-Top-10 war bald ausgeträumt. Auch Roland Englbrechts Mevisto's Poorboy forderte die Soers alles ab und das Paar scorte neun Fehlerpunkte.
Ein strahlender Max Kühner nach seinem Nullfehlerritt auf Coeur de Lion. © Ernst Kopica
Ein strahlender Max Kühner nach seinem Nullfehlerritt auf Coeur de Lion.
© Ernst Kopica
Aber Max Kühner holte dann – zumindest für die Einzelwertung – die Kastanien aus dem Feuer. "Ein super Gefühl, das war eine sehr positive Überraschung," strahlte er. "Heute sind wir es lockerer angegangen und es hat sich gut angefühlt. Coeur de Lion ist ja jetzt das vierte Mal in Aachen und hatte immer Probleme bei der Tripplebarre. Aber heute ging alles gut. Wir haben gestern den Ritt nochmals analysiert, daher habe ich ihn heute weniger unterstützt als beim ersten Springen. Er läuft sich immer erst warm und springt immer besser." Über das österreichische Team, für das er sein erstes Championat ritt, meinte er: "Die Erwartungen waren nicht so hoch und es war schon schwierig hier. Wir haben sicherlich Potential, aber wir müssen strategische Ziele festlegen. Die Erfahrung, die Hugo hat, ist wahnsinnig wichtig. Er gab mir auch den Tipp Coeur de Lion heute nicht so stark zu unterstützen."
Marcus Wallishauser, Max Kühner und Hugo Simon bei der Parcoursbegehung mit OEPS-Pressesprecher Daniel Winkler. © Ernst Kopica
Marcus Wallishauser, Max Kühner und Hugo Simon bei der Parcoursbegehung mit OEPS-Pressesprecher Daniel Winkler.
© Ernst Kopica
Hugo selbst, der ja den Aachener Platz wie seine Westentasche kennt, ergänzte: "Wir haben uns geschlagen, wie wir es uns erhofft haben. Es war nicht einfach, denn hier wurde schon etwas abverlangt. Von Max war das eine fantastische Nullrunde."

Im Medaillenkampf gab es einige Veränderungen. Bei den Teams führt nun Frankreich (5,70) vor den Niederlanden (7,82) und Deutschland (8,40), während hochkarätige Nationen wie Belgien oder Italien den Einzug in die zweite Runde verpassten. Für Österreich blieb am Ende Platz 15 von 22 Teilnehmern. In der Einzelwertung liegt ebenfalls eine Französin voran, nämlich die noch fehlerfreie Penelope Leprevost, es folgen 15 (!) Paare innerhalb eines Springfehlers – für Hochspannung ist also weiterhin gesorgt!
Ein prominenter Guide durch die Aachener Soers: Marcus Ehning. © Ernst Kopica
Ein prominenter Guide durch die Aachener Soers: Marcus Ehning.
© Ernst Kopica
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