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15.02.2011

Mehr Schutz für Fiaker-Pferde in Wien

Ein verschärftes Fiakergesetz soll das Leben der Pferde auf Wiens Straßen verbessern.

News Fiakernovelle © Archiv
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Tierschützer fordern sie schon seit langem: strengere Gesetze, die den Fiakerpferden eine artgerechtes Leben garantieren. Nun ist es soweit, denn das erste gemeinsame Projekt von Tierschutzstadträtin Ulli Sima (SPÖ) und der Wiener Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Die Grünen) stellt ein verschärftes Fiakergesetz vor, mit mehr unangekündigten Kontrollen, Nummerntafeln und Fahrtenbüchern. Diese Maßnahmen sollen das Leben der Pferde verbessern.

Vergabe der Stellplätze

Für derzeit ca. 40 Fiakerunternehmen und etwa 200 Kutschen in Wien wird die Vergabe der Stellplätze neu geregelt. Zweimal im Jahr werden unter notarieller Aufsicht grüne und rote Platzkarten vergeben. Grüne Karten berechtigen zum Betrieb an geraden Kalendertagen, rote an ungeraden. Durch diese Maßnahme soll verhindert werden, dass Pferde täglich zum Einsatz kommen.

Konzessionsüberprüfung und Kontrollen werden verschärft

Künftig wird das Veterinäramt in den Ställen und an den Standplätzen vermehrt unangekündigt kontrollieren, um schwarze Schafe auszuschließen und das Wohl der Pferde sicherzustellen. Neben der jährlichen veterinärmedizinischen Untersuchung sollen nun auch externe Pferdeexperten hinzugezogen werden. Auch die Konzessionsüberprüfung soll nachjustiert werden: Künftig müssen alle Pferde, das gesamte Kutscheninventar sowie sämtliches Geschirr einmal im Jahr vorgeführt werden.

Fahrtenbuch und Nummerntafel

Kutschen sollen mit Fahrzeug-Identifikationsnummer ausgestattet werden, vergleichbar mit der Fahrgestellnummer eines Autos. Fahrtenbücher, in denen auch Ruhe- und Fütterungszeiten des Pferdes eingetragen werden müssen, sollen die Kontrolle erleichtern, die nicht mehr nur auf den Standplätzen, sondern auch in den Ställen durchgeführt werden.

„Pooh-Bags“ und Auslaufflächen

Die sogenannten Pooh-Bags werden Pflicht und müssen ohne Ausnahme von den Pferden getragen werden, Ersatzzahlungen gibt es in Zukunft nicht mehr.Damit die Auslaufflächen der Fiaker-Pferde besser kontrolliert werden können, müssen sich diese innerhalb des Stadtgebietes von Wien befinden.

Strafe bis zu 3.500,– Euro

Der überarbeitete Strafenkatalog sieht Strafen zwischen 140,– und 3.500,– Euro vor, bei Extremfällen drohe sogar der Entzug der Konzession.

Die neuen Regelungen wurden von den Fiakern überwiegend positiv aufgenommen, lediglich einige Punkte stoßen auf Kritik, wie die Einführung des Fahrtenbuches und die neuen Regelungen zu den Auslaufflächen.

Die Novelle des Fiaker-Gesetzes wird frühestens in einem halben Jahr in Kraft treten.
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