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15.06.2011

Mehrere Pferde bei Verkehrsunfällen getötet

In Südtirol kam ein Pferdetransporter von der Autobahn ab und stürzte in einen Graben. Bei einem ähnlichen Unfall starben auch zwei Tiere im Salzburger Raum. Wir haben die wichtigsten Punkte zur Risikominimierung beim Pferdetransport für Sie zusammengefasst.

In der Nähe von Salurn in Südtirol geriet am vergangenen Pfingstmontag ein Pferdetransporter über den Fahrbahnrand der Brennerautobahn und stürzte in einen Graben. Während Fahrer und Beifahrer nur leicht verletzt wurden starben zwei der fünf mitgeführten Pferde. Drei weitere Pferde konnten lebend geborgen werden.

Auf dem Weg zur Alm verunglückt

Wenige Stunden zuvor hatte es einen ähnlich tragischen Unfallausgang für zwei Pferde im Lungau gegeben, die zur Sommerfrische auf eine Alm unterwegs waren. Während der Auffahrt entlang eines Güterweges löste sich der Anhänger vom Zugfahrzeug, rollte rückwärts und stürzte rund zwanzig Meter in den „Madlgraben“. Dabei überschlug er sich mehrmals sodass beide Pferde aus dem Transporter geschleudert wurden. Ein Tier erlag seinen Verletzungen noch an der Unfallstelle, das zweite musste nach der Bergung aufgrund der Schwere seiner Verletzungen eingeschläfert werden. Die Insassen des Zugfahrzeuges blieben unverletzt.
Pferde im Transporter © Stormy Ward
© Stormy Ward

Pferde sicher transportieren

Unfälle wie diese müssen nicht passieren. Wir haben die wichtigsten Punkte zur Risikominimierung beim Pferdetransport für Sie zusammengefasst:
  • Pferdeanhänger werden selten täglich verwendet und normalerweise weniger oft gewechselt als ein Auto. Das führt dazu, dass sie oft schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben. Zwar muss das bei guter Pflege kein Nachteil sein, doch die Tatsache, dass die meisten Unfälle aufgrund von defekten Fahrwerken passieren zeigt, wie wichtig regelmäßige Inspektionen und Wartungen sind. Größte Aufmerksamkeit gilt dabei vor allem der Anhängevorrichtung sowie allen Teilen, die der Verbindung von Zugfahrzeug und Pferdehänger dienen. Sie sollten mindestens einmal jährlich durch eine fachkundige Person in Augenschein genommen werden.
  • Im Rahmen einer Überprüfung wird auch der Funktionstüchtigkeit der Bremsen auf den Zahn gefühlt und diese ggf. reguliert. Defekte Auflaufbremsen haben längere Bremswege zur Folge, was speziell im Notfall entscheidende Meter kosten kann.
  • Gute Reifen sind nicht nur für das Zugfahrzeug wichtig, sondern auch für den Anhänger. Sie müssen genügend Profiltiefe und den richtigen Luftdruck aufweisen und dürfen durch mögliche längere Standzeiten nicht porös oder rissig geworden sein. "Platte" Reifen können das Gespann bei höheren Geschwindigkeiten leicht zum Schleudern bringen.
  • Etwaige Ölspuren können ein Anzeichen für defekte Stoßdämpfer sein. Lassen Sie sie umgehend durch einen Fachmann überprüfen!
  • Vor jeder Fahrt: Kontrollieren Sie die Funktionstüchtigkeit der Rückleuchten und Bremslichter des Transporters.
  • Vorsicht ist die Mutter des sicheren Pferdetransportes: Fahren Sie deshalb stets vorausblickend und überschreiten Sie die vorgegebene Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h nicht. Fahren mit überhöhtem Tempo kann verheerende Folgen für Sie und Ihre Pferde haben!

Die Pferderevue wünscht Ihnen eine gute und sichere Fahrt!
Pferdehänger und Zugfahrzeug © Rodica Nelson
Das äußere Erscheinungsbild eines Pferdeanhängers sagt oftmals wenig über seine „inneren Werte" aus. Regelmäßige Kontrollen vermindern das Sicherheitsrisiko drastisch.
© Rodica Nelson
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