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23.06.2012

Meisterliche Vollblutaraber

Wie schon seit vielen Jahren Tradition, wurden auch diesem Jahr (4. bis 6. Juni) die Österreichische – Open Austria Championships (OACh) und die Niederösterreichische – Open Lower Austrian Championships (OLACh) Meisterschaft 2012 der Vollblutaraber auf der großzügigen Anlage des WTC Schulz in Wiener Neustadt unter hervorragenden Bedingungen ausgetragen.

Die Meister der Open Lower Austrian Championships: Wizard & S. Wagner, DB Myhl el M. & V. Hein, Effendi & M. Kirsteuer, Lilian & S. Gollowitzer, M. Saphir & D. Pfann © Susanne Lhotka - www.ck24.at
Die Meister der Open Lower Austrian Championships der Vollblutaraber: Wizard & S. Wagner, DB Myhl el M. & V. Hein, Effendi & M. Kirsteuer, Lilian & S. Gollowitzer, M. Saphir & D. Pfann
© Susanne Lhotka - www.ck24.at
Nach dem Wegfall einiger der älteren hoch ausgebildeten Pferde - besonders im klassischen Lager - konnte der erfreuliche Zuwachs an Westernreitern dazu beitragen, die Starterzahlen des Vorjahres zu halten. Insgesamt drei Nationen gingen in Wr. Neustadt an den Start: Neben Gastgeberland Österreich fanden sich auch ReiterInnen aus  Deutschland und Polen ein um sich mit ihren Vollblutarabern in den verschiedenen Bewerben zu messen.

Besonders die Pleasure Bewerbe wie WesternPleasure und Traditionale Arabian Riding  waren sehr gut beschickt aber auch Trail und erfreulicherweise Freestyle Reining erfreuten sich hoher Starterzahlen. Ladies Side Saddle, seit Jahren im Dornröschenschlaf, wurde von zwei Jugendlichen(13 u.17 Jahre) dank ihres beachtlichen Könnens wiedererweckt.

In 44 Bewerben gab es an drei Tagen  insgesamt 158 Starts. Beachtlich auch die Leistung der Polen in Pole Bending und Barrel Race. Die sehr gut trainierten Pferde wurden unter großem Publikumsbeifall geritten - die so gefürchteten unschönen Szenen blieben völlig aus und wurden durch hohe Professionalität ersetzt. Die polnischen Westernreiter haben sich seit letztem Jahr beachtlich weiterentwickelt und konnten sich nicht auch in Western Pleasure, Traditionale Arabian Riding und Western All Around in die Medaillenränge bringen.
Erfolgreichstes Pferd-Reiter-Paar des Turniers: Doris Pfann und Muscateal"s Saphir © Susanne Lhotka - www.ck24.at
Erfolgreichstes Pferd-Reiter-Paar des Turniers: Doris Pfann und Muscateal"s Saphir
© Susanne Lhotka - www.ck24.at

Doris Pfann als Hans Dampf in allen Gassen

Aus österreichischer Sicht schlug sich vor allem Doris Pfann mit Muscateal`s Saphir hervorragend. Die beiden gingen als siegreichstes Duo des Turniers hervor. Zweimal Gold in Western Pleasure, zweimal Gold in Reining, Sieger der Type & Conformation und damit Western All Around gehen auf das Konto des erfolgreichen Paares. Mit ihrem zweiten Pferd Baikal sicherte sich Doris Pfann zudem zweimal Silber, zudem Gold im Trail. Diese Erfolge machten mit Abstand zur erfolgreichsten Reiterin des Turniers.
 
Im Rahmen der Meisterschaften ist es den Reitern erlaubt mit einer unbegrenzten Zahl an Pferden in den Championaten zu starten. Gleichwertig. Ein Reiterwechsel ist jedoch nicht gestattet, d.h. der Reiter der am ersten Turniertag mit einem Pferd beginnt darf im Laufe des Turniers nicht mehr gewechselt werden. Da es sich um eine an die Rasse des Vollblutarabers gebundene Meisterschaft handelt, die, wie schon seit vielen Jahren auch heuer wieder vom Vollblutaraberzuchtverband Österreichs (VVÖ) veranstaltet wird, erhält den Titel das Pferd.
Die Meister der Open Austria Championships der Vollblutaraber (v. l. n. r.): Baikal & D. Pfann, M. Saphir & Doris Pfann, Wizard & S. Wagner, Pajan & S. Dries, Lilian & S. Gollowitzer © Susanne Lhotka - www.ck24.at
Die Meister der Open Austria Championships der Vollblutaraber (v. l. n. r.): Baikal & D. Pfann, M. Saphir & Doris Pfann, Wizard & S. Wagner, Pajan & S. Dries, Lilian & S. Gollowitzer
© Susanne Lhotka - www.ck24.at
Während das Westernreiten bei den Araberreitern boomt, mangelt es den klassischen Bewerben derzeit an Nachwuchsreitern. Umso höhere Starterzahlen gab es im Bewerb Type & Conformation - die Bewertung des Typs und des Exterieurs des Pferdes ist Pflicht für den sehr beliebten All Around Titel, der pro Turnier nur einmal und dann nur in den schwersten Bewerben vergeben wird. Das Ergebnis aus der Typ & Conformation Note und den Punkten aus allen Bewerben der schweren Kategorie ergeben das Gesamtergebnis. Aufgrund der mangelnden Starterzahlen konnte der All Around Classic Titel ebenso wie der Titel Dressur oACh in diesem Jahr leider nicht vergeben werden.

Dem will der VVÖ, der auch im kommenden Jahr als Veranstalter auftreten wird, entgegenwirken und 2013 alle Mitglieder mit einen Zuschuss von hundert Euro pro Pferd unterstützen. 

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