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09.10.2014

MilAk-Reiterei steht vor dem Aus

Von der geplanten Reform des Österreichischen Bundesheeres bleiben auch die Reiter nicht verschont.

Die berittene Abteilung der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt steht vor dem Aus - ebenso wie das gesamte Oberstufenrealgymnasium. © BMLV
Die berittene Abteilung der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt steht vor dem Aus - ebenso wie das gesamte Oberstufenrealgymnasium.
© BMLV
Denn jüngsten Medienberichten zufolge, ist im neuen Bundesheer-Reformkonzept ein Aus für das Oberstufenrealgymnasium an der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt vorgesehen. Seit Jahren ist dieser Bildungszweig der Wiener Neustädter vor allem bei jungen Mädchen beliebt, zumal hier als Wahlsport Reiten angeboten wird. Eine hervorragende Möglichkeit, sich neben der schulischen Ausbildung ausgiebig dem Reitsport zu widmen.

Sollte es aufgrund der Schließung des Oberstufenrealgymnasiums künftig keine reitenden Schülerinnen und Schüler mehr an der MilAk geben, wird auch der Wahlsport Reiten für die in Offiziersausbildung befindlichen Fähnriche eingestellt werden, heißt es nun aus dem Ministerium. Für 25 Fähnriche, die jährlich aufgenommen werden, werde man nicht den Reitausbildungszug mit 15 Sportpferden weiter betreiben.

Bürgermeister fordert Übergangslösung

In Wiener Neustadt will man sich indes noch nicht geschlagen geben. Bürgermeister Bernhard Müller (SPÖ) will im Gemeinderat einen Beschluss erwirken, um den Betrieb des Militärrealgymnasiums noch für zumindest vier Jahre sicherzustellen. Konkret strebt Müller an, bis zum Jahr 2018 eine temporäre Abgangslösung zu ermöglichen, damit die aktuell 188 untergebrachten Schüler ihre Ausbildung zumindest noch ordnungsgemäß abschließen können.

"Im Interesse des Bildungsstandortes, im Interesse der MilAk, vor allem aber im Interesse der betroffenen jungen Menschen halte ich diese Maßnahme für richtig und sinnvoll", so der Bürgermeister. Er hofft nun auf breite Unterstützung im Stadtparlament. In den kommenden Tagen sind Gespräche mit Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) und Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) geplant.

Lange Tradition

Die Reitausbildung an der Theresianischen Militärakademie geht bereits auf Akademiegründerin Kaiserin Maria Theresia zurück. Der Unterricht auf dem Pferd hatte nicht nur die Gefechtsvorbereitung im Auge, sie sollte auch zur Persönlichkeitsentwicklung der Offiziersanwärter dienen.

Heute sind insgesamt 25 Militärpferde in den Stallungen der MilAk beheimatet. Die jungen Reiter des Militärrealgymnasiums und die Fähnriche der MilAk waren mit ihrer spektakulären Springquadrille über viele Jahre hinweg ein beliebtes Showhighlight, das auf zahlreichen Pferdeveranstaltungen, von der Apropos Pferd in Wiener Neustadt bis hin zum Fest der Pferde in der Wiener Stadthalle, gerne gezeigt wurde.

Quelle
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