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03.08.2015

Misslungene Kommunikation?

Noch nie hat ein Beitrag in der Pferderevue so hohe Wellen geschlagen als jener über HufpflegerInnen in der Juliausgabe. Den HufschmiedInnnen auf den Schlips zu treten, war dabei keinesfalls unsere Intention. Chefredakteurin Eva Morawetz spricht nun über mögliche Fehler in der Kommunikation.

Hufschmied © JPchret - fotolia.com
Unser Artikel über die derzeitige Situation der BarhufpflegerInnen in Österreich hat für zahlreiche Reaktionen aus dem Lager der HufschmiedInnen gesorgt.
© JPchret - fotolia.com
die Kommunikationstheorie weiß es schon lange, jetzt durften wir es hautnah erfahren: Den Inhalt einer Botschaft bestimmt der Empfänger. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir jemals auf einen Beitrag in der Pferderevue so viele Leserzuschriften erhalten hätten (nachzulesen im Augustheft ab Seite 18), und auch nicht, dass wir uns je so missverstanden gefühlt hätten. Das gibt zu denken. Nein, wir wollten mit unserem Beitrag über HufpflegerInnen keineswegs alle österreichischen HufschmiedInnen in Bausch und Bogen desavouieren. Und ja, wir wissen um die hohe Qualität der österreichischen Hufschmiedaus- bildung, die durchaus nicht selbstverständlich ist und die zu etablieren große Mühen einzelner engagierter Hufschmiede gekostet hat. Auch ist uns völlig klar, dass das Gros der HufschmiedInnen täglich um die bestmögliche Versorgung seiner Pferdeklienten bemüht ist, auch seiner barhuf gehenden. Das alles haben wir vorausgesetzt, um einen Teilaspekt herauszuarbeiten. Aus den Reaktionen der Empfänger erkennen wir aber: das ist gründlich schiefgegangen. An der Analyse, warum das, was wir intendiert haben, so ganz und gar nicht dem entspricht, was angekommen ist, arbeiten wir. Die Ursachen dafür suchen wir durchaus bei uns, den Urhebern und Verantwortlichen für die Botschaft. Eines ist mir bereits jetzt klar geworden: Um wirklich zu verstehen, um ein umfassendes Bild von den Beweggründen, der Gestimmtheit, den Emotionen eines Gesprächspartners zu erhalten, muss man Auge in Auge mit ihm kommunizieren. Das ist nicht immer möglich, manchmal sind größere Distanzen zu überwinden, die Zeit drängt, es sind noch einige Beiträge zu verfassen ... Aber manchmal ist es unabdingbar – um ein umfassendes Bild zu gewinnen, ein Gefühl für das Thema und die Menschen, die es betrifft. Das werden wir nachholen – und in einer der kommenden Ausgaben über die Arbeit und Ausbildung der österreichischen HufschmiedInnen berichten, aus nächster Nähe und auf Augenhöhe. Denn das Thema ist uns viel zu wichtig und die Arbeit der Hufschmiede zu wertvoll, um all die Missverständnisse im Raum stehen zu lassen. Kommunikation birgt immer das Risiko des Misslingens, aber sie eröffnet auch die Chance echten Verstehens, wenn man offen füreinander ist und ehrlich interessiert am Gegenüber.
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