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15.10.2015

Mit Freude durch die Natur führen

Wenig drin sitzen, viel draußen arbeiten: Unter diesem Motto bietet der Oberösterreichische Pferdesportverband eine kurze aber fundierte Ausbildung zum Wanderreitführer an. Diesmal mit einem ausgewählten Team an Referenten in St. Georgen am Walde.

Wanderritte durch Österreichs wunderschöne und abwechslungsreiche Landschaft sind Erlebnisse, die lange in Erinnerung bleiben. © Iris Wenninger/Gust Mahringer
Wanderritte durch Österreichs wunderschöne und abwechslungsreiche Landschaft sind Erlebnisse, die lange in Erinnerung bleiben. Die fachkundige Anleitung von geprüften Wanderreitführern sorgt dafür, dass Reiter und Pferd sicher von ihrem Abenteuer in der Natur zurückkehren.
© Iris Wenninger/Gust Mahringer
Die Mühlviertler Alm ist eine vielfältige Wanderreitregion: Hochebenen, dazwischen tief im Granit eingeschnittene Täler, viel Wald, aber auch Grünland und Felder. Und Wege jeder Art - vom alten kaum mehr passierbaren Karrenweg bis zum asphaltierten Güterweg.

Inmitten des oberösterreichischen Reitparadieses liegt der Land- und Forstbetrieb der Familie Binder, Standort des Ausbildungskurses für Wanderreitführer des Pferdesportverbandes Oberösterreich. Der Urlaubsbauernhof Großreithner bietet neben einem gut ausgestattetes Reiterstüberl mit Beamer und Leinwand vor allem eines:  Leihpferde, die an das Gelände gewöhnt sind. Und die braucht es, denn die täglichen Ausritte zwischen eineinhalb und sechs Stunden, die während der Ausbildung zum Wanderreitführer auf dem Programm stehen, erfordern konditionierte Pferde.
Unter fachkundiger Anleitung lernen angehende Rittführer, was im Fall von Verletzungen bei Pferd und Reiter zu tun ist. © Iris Wenninger/Gust Mahringer
Unter fachkundiger Anleitung lernen angehende Rittführer, was im Fall von Verletzungen bei Pferd und Reiter zu tun ist.
© Iris Wenninger/Gust Mahringer
Ein Wanderreitführer – das ist „eine fachkundige Person, die befähigt ist, eine Reitergruppe im Straßenverkehr, in der freien Landschaft und im Walde unter Bedachtnahme der gesetzlichen Vorschriften zu führen und Wanderritte vorzubereiten, durchzuführen und zu leiten“, so sagt es das Regulativ Wanderreitführer (FENA).

So legt dann auch Ing. Gustav Mahringer, der Wanderreitreferent des Oberösterreichischen Pferdesportverbandes, viel Wert auf die Praxis im Kurs: „wenig drin sitzen, viel draußen arbeiten“. Zum Beispiel zusammen mit der Tierärztin Mag. Daniela Schnabl und Ihrer Kollegin. Da ging’s drum, was man zur Erstversorgung für das Tier tun kann, bis der Tierarzt eintrifft. Gemeinsam mit Dr. Günther Dobretsberger wurde geübt, was bei einem Unfall auf der Koppel zu tun ist. Auch gesetzliche Bestimmungen beim Reiten außerhalb von Reitanlagen waren sein Thema. Dobretsberger ist Mitglied des Kriseninterventionsteams des Roten Kreuzes und - wie die Tierärztin - selbst Wanderreitführer. Zum Thema Risiko, Haftung und die mögliche Absicherung gab es einen Vortrag von Franz Innerhuber.

Fritz Kriechbaumer, Referent für Orientierungsreiten in Oberösterreich, ließ die Teilnehmerinnen mit Karte und Kompass auf vorgegebener Route einen Wald durchqueren. Als Teilnehmer bei Weltmeisterschaften kann er für viel seiner eigenen Erfahrung mitgeben. Und auch das Reittraining mit Norbert Kastenhofer forderte alle Teilnehmerinnen.
Wie man sich bei einem abgetretenen Hufeisen selbst helfen kann - auch das muss ein Wanderreitführer wissen. © Iris Wenninger/Gust Mahringer
Wie man sich bei einem abgetretenen Hufeisen selbst helfen kann - auch das muss ein Wanderreitführer wissen.
© Iris Wenninger/Gust Mahringer
Der erfahrene Hufschmied Richard Kriechbaumer übte mit den Wanderreiterinnen, wie man sich bei einem abgetretenen Hufeisen selbst helfen kann. Und die Lehrsanitäterinnen der Rot-Kreuz-Ortsstelle zeigten, worauf es ankommt bei Erster Hilfe – vom Insektenstich bei Allergikern bis zur richtigen Seitenlagerung.

Ausgearbeitet wurden auch Programme für mehrtägige Wanderritte. Einer dieser Ritte ist mittlerweile schon umgesetzt. Beim Prüfungsteil, einem abschließenden Ritt, ging es darum eine Reitergruppe zu führen – durch teils unbekanntes Gelände, und auch mit Schwierigkeiten, zum Beispiel einem inszenierten Unfall.  

Den Kurs haben alle Teilnehmerinnen erfolgreich abgeschlossen. Für alle Wanderreitführer gilt: die Berechtigung zum Wanderreitführer erlischt nicht, sie kann jederzeit durch eine zweitägige Fortbildung aufgefrischt werden.

Themenvorschläge erbeten

Wenn Sie Vorschläge haben, welche Themen bei Fortbildungsveranstaltungen für Wanderreitführer behandelt werden sollen – Ing. Gustav Mahringer freut sich drüber: Tel.: 07615/4559 ab 17.00 oder  gustav.mahringer@gmx.at
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