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31.05.2013

Mit Turnübungen zum neuen Sitzgefühl

Ein unabhängiger und losgelassener Sitz und korrekte Hilfengebung - welcher Reiter wünscht sich das nicht? Das Bewegungstraining nach Eckart Meyners kann dazu einen wesentlichen Beitrag leisten. Christina Marx erklärt, worum es bei diesen ganz speziellen Sitzschulungen geht.

Kursteilnehmer auf der Matte: Eckart-Meyners-Bewegungstrainer Martin Volesky findet heraus wo"s beim Reiter klemmt und hilft vorhandene Blockaden zu lösen. © Christina Marx
Kursteilnehmer auf der Matte: Eckart-Meyners-Bewegungstrainer Martin Volesky findet heraus wo"s beim Reiter klemmt und hilft vorhandene Blockaden zu lösen.
© Christina Marx
Bereits zum fünften Mal war das Illinggut der Familie Brötzner in Salzburg-Gois Schauplatz für ein Bewegungslehretraining mit Eckart Meyners-Bewegungstrainer Martin Volesky. Wie schon bei den vorangegangenen Kursen gab es für die Reiter auch dieses Mal Aha-Erlebnisse am laufenden Band. Beeindruckend sowohl für die aktiven Kursteilnehmer als auch für die Zuseher, waren die wesentlichen Veränderungen, die sich schon nach nur kurzer Zeit am Sitz der Reiter feststellen ließen und die ihrerseits zu einer Verbesserung der Kommunikation mit dem Pferd führten.
Für jeden Reiter wird ein individuelles Trainingsprogramm zusammengestellt. © Christina Marx
Für jeden Reiter wird ein individuelles Trainingsprogramm zusammengestellt.
© Christina Marx

Steif und unbeweglich

Reiten ist einmalig. Das menschliche Gehirn kann dabei auf kein bereits bekanntes und abgespeichertes Bewegungsmuster zurückgreifen. Die Bewegungslehre nach Eckart Meyners erleichtert das Erlernen dieser neuen Muster durch das Schaffen und Üben strukturell ähnlicher Bewegungen oder Bewegungssituationen. Entsprechend den jeweiligen Fertigkeiten des Reiters wird eine Lernsituation hergestellt, in welcher der Reiter die ihm neuen Bewegungsabläufe erfühlen und damit verstehen lernen kann.

Der moderne Mensch verbringt den Großteil seines Lebens sitzend, an einem Schreibtisch, hinter dem Computer, im Auto. Dies und der tägliche Stress führen zu Verspannungen, unsere Bewegungsmöglichkeiten werden weiter reduziert. Bereits Kinder und Jugendliche leiden heute unter erheblichen Bewegungseinschränkungen und einem gravierenden Mangel an cross-koordinativen Fähigkeiten.
Wackelige Angelegenheit: Die Verwendung der blauen Luftpolster hilft das Gleichgewichtsgefühl zu verbessern. © Christina Marx
Wackelige Angelegenheit: Die Verwendung der blauen Luftpolster hilft das Gleichgewichtsgefühl zu verbessern.
© Christina Marx
Es sind meist dieselben Probleme, über die Reiter klagen:
  • Das Pferd ist faul oder rennt weg und entzieht sich den Hilfen.
  • In den Wendungen erreicht das Pferd keine optimale Biegung oder bricht über die Schulter aus
  • Im Galopp hat der Reiter das Gefühl, dass es auf einer Hand wesentlich einfacher ist, die Hilfen zu geben. Schon das Angaloppieren ist auf einer Hand einfacher.
  • Der fliegende Wechsel oder die Traversale klappt auf einer Hand deutlich besser.
Alle diese Probleme können ihren Ursprung im Sitz des Reiters haben. Der ausgebildete Bewegungstrainer erkennt, wo Blockaden gelöst bzw. welche Muskeln aktiviert werden müssen und erstellt für jeden Reiter ein individuelles Übungsprogramm.

Ziele der Übungen nach Eckart Meyners sind ein neues Bewegungsgefühl und verbesserte Beweglichkeit, die Verbesserung der Koordination und des Gleichgewichts, die Steigerung der Konzentrationsfähigkeit sowie die Reaktivierung und das wieder bewusst machen von verschiedenen Nerv-Muskel-Verbindungen.

Der Reitersitz als Basis für Harmonie und Vertrauen

Martin Volesky, zweifacher Pferdewirtschaftsmeister, ist einer der ersten Schüler von Eckart Meyners und blickt mittlerweile auf fünf Jahre Erfahrung als Bewegungslehretrainer zurück. Zahlreiche Ausbilder vertrauen auf seine Arbeit und ergänzen ihren Reitunterricht durch seine Expertise.

„Pferde bringen Höchstleistungen nur, wenn sie bereit sind zur Kooperation. Dass diese Kooperation nicht zu erzwingen ist, weiß jeder Reiter. Durch Kooperation entsteht wiederum Vertrauen. Das Pferd kennt seine Aufgabe und geht diese an. Der Reiter lernt sein Pferd verstehen. Durch einen harmonischen Sitz und unaufwändiges Reiten ermöglicht der Reiter dem Pferd, seine Bewegungen optimal auszuführen. Die Harmonie zwischen Reiter und Pferd ist das Ziel, das ich jeden Tag mit meinen Kunden angehe. Auf diese Weise wird auch ein tieferes Verständnis für das Reiten an sich möglich, erklärt Volesky die Grundzüge seiner Arbeit.
Eckart Meyners Bewegungstraining mit Martin Volesky © Christina Marx
Arbeitsutensilien: Balimo-Hocker, Luftpolster und die berühmte blaue Matte
© Christina Marx
Beobachtet man einen Kurs mit dem gelernten Berufsreiter, erlebt man immer wieder eine ähnliche Situation: Die vorherrschende Gefühlslage ist Skepsis, denn kaum einer der Kursteilnehmer kann sich vorstellen, dass ihm Gymnastik beim Reiten wesentlich helfen könnte. Martin Volesky bewertet zunächst den Sitz und die Reitweise und wählt danach die individuell notwendigen Übungen aus. Der Reiter muss auf die blaue Matte, den Balimo-Hocker (einen speziellen Stuhl, der durch seine dreidimensional bewegliche Sitzfläche die Mobilität der gesamten Wirbelsäule fordert) oder kämpft mit dem Snaix-Fahrrad. Danach wird wieder geritten, und es kommen noch weitere Übungen hinzu.

Am Ende der Übungseinheit verlässt dann ein gar nicht mehr skeptischer, sondern freudestrahlender Reiter die Halle. Zumeist mit einem etwas irritierten Pferd, weil dieser Mensch da oben sich plötzlich ganz anders anfühlt als zuvor – irgendwie besser…

Für 27. und 28. Juli 2013 ist ein weiterer Kurs am Illinggut geplant. Auch Zuschauer sind herzlich willkommen. Interessenten melden sich bitte bei Christina Marx unter chr.marx@sbg.at
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