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17.04.2018

Muli-Alarm: Buckeye trumpft im Dressurviereck auf

Ohren wie ein Esel, Tupfen wie Pippi Langstrumpfs kleiner Onkel und im Dressurviereck ein echter Knüller: Appaloosa-Muli Buckeye zieht nicht nur wegen seiner ungewöhnlichen Erscheinung viele Blicke auf sich. Auf Turnieren steckt der langohrige Vierbeiner regelmäßig seinen Pferdekollegen in die Tasche.

Unter Samantha Majors Anleitung hat sich Buckeye zu einem talentierten Dressur-Muli entwickelt, das Publikum und Richter in Staunen versetzt. © privat
Unter Samantha Majors Anleitung hat sich Buckeye zu einem talentierten Dressur-Muli entwickelt, das Publikum und Richter in Staunen versetzt.
© privat
Wenn Samantha Majors gemeinsam mit ihrem vierbeinigen Freund Buckeye unterwegs ist, folgen ihr neugierige Blicke auf Schritt und Tritt. Für Majors ist das kein Problem. Ihr ist die Aufmerksamkeit, die sie und Buckeye auf sich ziehen, längst zur Gewohnheit geworden. Besonders auf Turnieren sorgen die beiden regelmäßig für Staunen. Zum einen, weil das Duo im Viereck gute Ritte zeigt, vor allem aber wegen Buckeyes ungewöhnlichen Aussehens. Der zehn Jahre alte Wallach hat nicht nur unzählige braune Punkte im Fell, er hat auch außergewöhnlich lange Ohren. Sie sind auch das deutlichste Indiz für Buckeyes Abstammung. Der Wallach ist nämlich ein Muli. Als solches ist er vermutlich nicht nur in seiner Heimat, den USA, eine absolute Ausnahmeerscheinung.

In der Regel werden Mulis als Last- und Zugtiere und gelegentlich unter dem Sattel bei Ausritten eingesetzt. Aber kaum ein Mulibesitzer kommt auf die Idee, mit seinem Vierbeiner Dressur zu reiten. Von regelmäßigen Turnierbesuchen ganz zu schweigen.
Buckeye kann nicht nur Dressur. Auch im Parcours beweist das vielseitige Muli sein Talent. © privat
Buckeye kann nicht nur Dressur. Auch im Parcours beweist das vielseitige Muli sein Talent.
© privat
Auch Buckeye ging bei seinen Züchtern ursprünglich vor der Kutsche – bis sie sich eines Tages dazu entschieden, den Wallach über eine Auktion zu verkaufen. Dort wurde er von Samantha Majors und Christina Gregory entdeckt, die sich beide auf der Stelle in ihn verliebten. Wenig später bezog Buckeye, der damals noch Sir Spotty hieß, eine Box bei Majors, um eine Karriere als Dressur-Muli zu starten. Und die läuft richtig gut. Auf Turnieren lässt der Sohn einer Appaloosa-Stute und eines Eselhengstes regelmäßig auch langbeinige Warmblutpferde und ihre Reiter hinter sich.
Dynamisches Duo: Buckeye und Samantha Majors © privat
Dynamisches Duo: Buckeye und Samantha Majors
© privat

Ein echter Schlaukopf

Auf die Frage, was Buckeye im Training von gewöhnlichen Pferden unterscheidet, muss Samantha Majors nicht lange überlegen: „Buckeye fordert auf jeden Fall mehr Geduld. An manchen Tagen gewinnt der Esel in ihm die Oberhand. Dann kommt er aus dem Stall und tut so, als hätte er alles vergessen, was er bisher gelernt hat. Dann kann es schon eine ganze Weile dauern, bis er wieder bei mir ist und mitmacht wie sonst auch. Aber das ist schon okay so“, lacht sie, „so bleibt man demütig.“

Gelernt hat die 25-Jährige von ihrem kunterbunten Appaloosa- Muli jedenfalls schon eine ganze Menge. „Buckeye sorgt dafür, dass ich im Training immer kreativ bleibe. Mit ihm kann man nicht ständig dasselbe machen. Ich muss immer für Abwechslung sorgen, damit ich ihn bei Laune halte.“ Andernfalls beginnt sich der Wallach nämlich schnell zu langweilen. „Mulis sind sehr, sehr schlaue Tiere. Oft werden sie als stur abgestempelt, was zwar vorkommen kann, aber die meiste Zeit sind sie extrem clever“, sagt Samantha Majors und fügt schmunzelnd hinzu: „Schlauer jedenfalls als diejenigen, die sie reiten oder trainieren!

ps
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