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03.12.2013

NÖ Landwirtschaftskammer fordert Vorsteuerpauschale für Pferde-Landwirte

Nach Wochen und Monaten im Kampf gegen die drohende Umsatzsteueranpassung für pauschalierte landwirtschaftliche Einstellbetriebe zeigt sich ein erster Erfolg: Die Landwirtschaftskammer Niederösterreich erachtet eine entlastende Vorsteuerpauschale als absolut notwendig. In diesem Zusammenhang wurde bereits eine entsprechende Forderung an die Bundesregierung verabschiedet.

Eine Vorsteuerpauschalierung soll landwirtschaftlichen Pferdeinstellbetrieben noch vor dem Jahreswechsel eine akzeptable, sichere und nachvollziehbare Kalkulation der Einstellgebühren ermöglichen, so die Forderung der LK NÖ. © Stefan Rohrbach
Eine Vorsteuerpauschalierung insbesondere für Heu-, Stroh-, Hafer- und Stallkosten soll landwirtschaftlichen Pferdeinstellbetrieben noch vor dem Jahreswechsel eine akzeptable, sichere und nachvollziehbare Kalkulation der Einstellgebühren ermöglichen, so die Forderung der Landwirtschaftskammer Niederösterreich.
© Stefan Rohrbach
Angesichts der entscheidenden Phase in den Regierungsverhandlungen, verabschiedete die LK NÖ am Montag im Rahmen ihrer Vollversammlung zentrale Forderungen an die Entscheidungsträger. Ein Punkt der Tagesordnung wurde der Einstellpferdehaltung in landwirtschaftlichen Betrieben gewidmet.

In ihre Resolution stellt sich die LK NÖ klar hinter die Forderungen der Pferdewirtschaft und macht deutlich, dass sie die Einführung einer Vorsteuerpauschale in ausreichender Höhe als absolut notwendig erachtet. Auch hinsichtlich der Durchsetzung der Gewerbeordnung spricht sich die Vollversammlung für klare Verhältnisse aus. Wortwörtlich heißt es im zugehörigen Abschnitt:

Forderungen der LK NÖ zur Einstellpferdehaltung:

Ab 1. Jänner 2014 fällt die Pensionspferdehaltung nicht mehr unter die landwirtschaftliche Umsatzsteuerpauschalierung, sondern gelten 20 % Umsatzsteuer. Damit umsatzsteuerpauschalierte Landwirtschaftsbetriebe nicht eigens für die Einstellpferdehaltung eine „Umsatzsteuerbuchhaltung“ mit komplizierten Abgrenzungsfragen führen müssen und noch vor dem Jahreswechsel eine akzeptable, sichere und nachvollziehbare Kalkulation der „Einstellgebühren“ – insbesondere auch im Sinne der Pferdebesitzer – durchführen können, fordert die NÖ Landes-Landwirtschaftskammer eine den wirtschaftlichen Verhältnissen entsprechende Vorsteuerpauschalierung insbesondere für Heu-, Stroh-, Hafer- und Stallkosten (zB 20 % Umsatzsteuer abzüglich 16 %  Vorsteuerpauschale ergibt 4 % Zahllast).

Überdies sollte in der Gewerbeordnung 1994 endlich eine klare und nachvollziehbare Abgrenzung zwischen landwirtschaftlicher Pensionspferdehaltung - auf Basis von Vieheinheiten pro Hektar - und gewerblicher Pensionspferdehaltung (ohne entsprechende Flächenbewirtschaftung) erfolgen.
Nun liegt der Ball bei den Entscheidungsträgern der zukünftigen Entwicklung der Pferdewirtschaft rettend unter die Arme zu greifen.

Quelle
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