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31.03.2016

Nach Aufreger-Video: Pénélope Leprévost gesteht Fehler ein

Nachdem ein Abreitevideo der französischen Amazone international für Empörung unter Pferdefreunden gesorgt hatte, zeigt sich Pénélope Leprévost reumütig. In einer Stellungnahme schildert sie ihre Sicht der Dinge. Inzwischen hat die FEI eine Untersuchung des Vorfalls eingeleitet.

Pénélope Leprévost unter Beschuss © Tomas Holcbecher
Pénélope Leprévost unter Beschuss
© Tomas Holcbecher
Im Rahmen des Weltcupfinales der Springreiter in Göteborg am vergangenen Wochenende war es zu einer unschönen Szene gekommen, die international heftige Kritik an der französischen Spitzenreiterin hatte laut werden lassen. Leprévosts Pferd Vagabond de la Pomme war während des Warm-Ups heftig gestolpert und hatte nur mit großer Mühe einen Sturz verhindern können. Die Reaktion der Reiterin auf diesen Zwischenfall fiel ungewöhnlich hart aus. Anstatt Vagabond de la Pomme vom Boden aus auf mögliche Verletzungen zu untersuchen folgten mehrere Sporenattacken und scharfe Zügelparaden.

Warum es zu dieser Überreaktion kam, versucht die französische Star-Amazone nun in einer Stellungnahme auf ihrer Facebook-Seite zu erklären. „Es war eine beängstigende Situation, ich dachte wirklich, jetzt stürzen wir beide. Ich habe umgehend nachgesehen, ob er verletzt ist. Ich wollte, dass er sich zusammenreißt. Mein Ziel war es, ihn aufzuwecken, nicht ihn zu bestrafen. Der französische Teamarzt hat ihn ebenfalls untersucht, er war in Ordnung und hatte keine Verletzung.“

Dass ihr Versuch Vagabond de la Pomme wieder zur Ordnung zu rufen das Maß einer sinnvollen Korrektur bei Weitem übertraf, ist Leprévost mittlerweile klar. „Es tut mir zutiefst leid, dass ich überreagiert und mein Pferd zu hart angepackt habe. Ich möchte dafür aufrichtig um Verzeihung bitten. Ich lege großen Wert auf gegenseitiges Vertrauen und eine gute Zusammenarbeit mit meinen Pferden. Und ich habe auch den größten Respekt für ihr geistiges und körperliches Wohlbefinden."

FEI hat Untersuchung eingeleitet

Inzwischen ist bekannt geworden, dass der diensthabende FEI-Steward die Angelegenheit unmittelbar nach dem Vorfall an die FEI und Chefsteward Maria Hernek weitergeleitet hat. Letztgenannte erteilte eine verbale Verwarnung. Für eine gelbe Karte hätte Leprévosts Handlung nicht ausgereicht. Die Korrektur des Pferdes durch den Reiter habe nur wenige Sekunden gedauert, so Hernek gegenüber horses.nl.

Doch damit ist die Angelegenheit vorerst noch nicht vom Tisch. Wie ein Sprecher der FEI am Mittwoch bestätigte, wird der Vorfall nun vom Weltreiterverband untersucht. Das Wohlergehen der Pferde stehe im Mittelpunkt bei allem, was die FEI tue, betonte er gegnüber worldofshowjuming.com. "Der FEI-Kodex für den Schutz der Pferde existiert, um sicher zu stellen, dass das Wohlergehen der Pferde bei allen FEI-Veranstaltungen geschützt wird", so der Sprecher weiter.

ps
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