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17.08.2012

Nachwuchs Spring-EM: Gold für Irland bei den Junioren, Österreicher im Einzel weiter mit dabei

Mit einem Team-Sieg der irischen Junioren endete der zweite Bewerbstag der Nachwuchs Springreit-EM im Magna Racino. Für die heißesten Diskussionen des Tages sorgte aber eine recht zweifelhafte Entscheidung im Lager der Children.

Sorgte für das beste heimische Ergebnis bei den Junioren: Melanie Buchner mit Zilton © Hervé Bonnaud
Sorgte für das beste heimische Ergebnis bei den Junioren: Melanie Buchner mit Zilton
© Hervé Bonnaud
Mit 3,29 Sekunden Rückstand auf die in der Zwischenwertung führenden Franzosen war das Team aus Irland gestern in die Entscheidung gegangen. Dank dreier bestechender fehlerfreier Runden von Bertram Allen (Wild Thing L), Sven Jospeh Hadley (Adelgonde Z) und Max O'Reilly Hyland (Da Vinci's Pride) - Shannon Mackenzie lieferte mit 20 Fehlerpunkten das Streichresultat – setzte sich die irische Equipe noch souverän an die Spitze und holte Teamgold in der ersten Entscheidung dieser Europameisterschaft. Die zwischenzeitlich in Führung liegenden Franzosen vergaben ihre ausgezeichneten Medaillenchancen in allerletzter Minute. Schlussreiterin Margaux Bouchery hätte sich nur noch einen Abwurf leisten dürfen, ihre 20 Fehlerpunkte warfen das Team schlussendlich auf den fünften Platz zurück.

Davon profitierten die in Zwischenwertung auf den Plätzen drei und vier gelegenen Mannschaften aus Belgien und Großbritannien. Beide schlossen ihre zweite Runde mit gesamt 12 Fehlerpunkten ab, sodass die Entscheidung um Silber und Bronze im Stechen ausgetragen wurde, das Belgien mit 5 Fehlerpunkten vor Großbritannien für sich entschied. Die Niederlande holten Platz vier.

Nicht in die zweite Runde schaffte es hingegen das heimische Team. Grund zur Freude gab trotzdem ob der tollen Runde von Melanie Buchner (S), die sich im Sattel ihres Schimmelwallachs Zilton lediglich einen Wasserfehler leistete und damit den Einzug ins Finale schaffte. Mit fünf Fehlerpunkten liegt die Salzburgerin derzeit auf Rang zwölf der Einzelwertung. Schon abgeschlagen rangieren Alessandra Reich mit 28 Fehlerpunkten auf Platz 58, Lea-Florentina Kohl mit 29 Fehlerpunkten auf Rang 59, Victoire Martin mit 62 Fehlerpunkten auf Platz 77 und Lisa Maria Rudigier auf Platz 106. An der Spitze des Feldes liegen derzeit mit Bertram Allen (IRL), Sven Joseph Hadley (IRL), Maurice Tebbel (GER), Jos Verloy (BEL) und Chloe Vranken (BEL) gleich fünf Junioren mit weißer Weste.
Die Goldmedialle in der Teamwertung der Junioren ging an die Equipe aus Irland. © Hervé Bonnaud
Die Goldmedialle in der Teamwertung der Junioren ging an die Equipe aus Irland.
© Hervé Bonnaud

Doppelführung für Frankreich bei den Young Riders, Stefanie Bistan weiter mit dabei

Nach der zweiten Qualifikationsrunde der Young Riders liegt weiterhin die Französin Maelle Martin in Führung. Ihr gelang als einer von nur neun ReiterInnen erneut eine fehlerfreie Runde. Einen Sprung nach vorne gelang dem Schweizer Martin Fuchs, der sich mit Principal auf den zweiten Zwischenrang verbesserte. Stefanie Bistan schlug sich auch am zweiten Bewerbstag hervorragend. Erneut blieb die Salzburgerin mit Juvina ohne Abwurf, musste nur einen Zeitfehler hinnehmen und konnte sich am vorläufigen sechsten Rang platzieren.

In der Teamwertung liegt derzeit die französische Equipe mit gesamt vier Fehlerpunkten an der Spitze, knapp gefolgt von der Schweiz mit fünf Fehlerpunkten. Auf aussichtsreicher Medaillenposition liegen auch die Schweden mit acht Fehlerpunkten auf dem Konto. Etwas abgeschlagen dahinter sind Spanien (16 FP) sowie Deutschland, Dänemark und Norwegen mit jeweils 17 Fehlerpunkten platziert. Österreichs Equipe schaffte es auf Platz zehn der Zwischenwertung und geht mit insgesamt 21 Fehlerpunkten in die heutige zweite Runde.
Waren wieder super unterwegs: Stefanie Bistan und Juvina © Hervé Bonnaud
Waren wieder super unterwegs: Stefanie Bistan und Juvina
© Hervé Bonnaud
Liegt derzeit in Führung bei den Young Riders: Maelle Martin aus Frangreich © Hervé Bonnaud
Liegt derzeit in Führung bei den Young Riders: Maelle Martin aus Frangreich
© Hervé Bonnaud

Christoph Aschenbrenner bricht EM frühzeitig ab

Für einiges Unverständnis sorgte eine Entscheidung im Lager der heimischen Children. Nachdem der Wiener Christopher Aschenbrenner nicht für die heute anstehende Teamentscheidung der Children Team-EM berücksichtigt wurde, entschieden die Eltern abzureisen. Eine für Nachwuchsspringreferent Anton Martin Bauer und Österreichs Springreferent Thomas Istinger völlig unverständliche Reaktion, denn von den fünf österreichischen Kindern waren vier (Johanna Sixt, Jessica Vonach, Lisa Schranz und Stephanie Ausch) in der ersten Qualifikation am Mittwoch fehlerfrei geblieben, während Christopher Aschenbrenner mit zwei unglücklichen Abwürfen aus dem Parcours gekommen war.

„Klar, dass ich die vier nehme, die fehlerfrei waren“, meint Anton Martin Bauer empört. „Alles andere wäre in meiner Funktion falsch oder ungerecht gewesen. Daraufhin wurde mir von den Eltern gesagt, dass sie ihren Sohn nicht zur EM geschickt hätten, wenn ihnen klar gewesen wäre, dass er nicht fix im Team ist. Dazu kann ich nur sagen, hätte ich ein solches Verhalten ahnen könne, wäre er nicht nominiert worden.“

Die Entscheidung der Eltern ist umso unverständlicher, da Christoph Aschenbrenner noch die Möglichkeit gehabt hätte als Einzelreiter bei der EM vor heimischem Publikum an den Start zu gehen. Mit zwei guten Runden hätte er durchaus Potenzial gehabt, sich für das Finale zu qualifizieren. Eine Chance, die nun vertan ist.

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