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13.01.2012

Nageltritt: Bessere Heilungschance durch MRT

Ein Nageltritt ist schnell passiert, die Therapie oft ebenso langwierig wie aufwändig. Eine rasche und genaue Diagnose ist deshalb von großer Bedeutung. Mit Hilfe der Magnet-Resonanz-Tomographie können die Chancen auf eine erfolgreiche Heilung bedeutend verbessert werden.

Ist ein Nageltritt erstmal passiert, sollte umgehend ein Tierarzt verständigt werden. © BildPix.de - Fotolia.com
Ist ein Nageltritt erstmal passiert, sollte umgehend ein Tierarzt verständigt werden.
© BildPix.de - Fotolia.com
Der Nageltritt ist eine häufig unterschätze Verletzung beim Pferd. Weil er für das Pferd anfangs oft nur wenig schmerzhaft ist, wird er zunächst leicht übersehen, vor allem dann, wenn der Fremkörper nicht im Huf steckenbleibt. Lahmheiten zeigen sich oft erst nach ein bis zwei Tagen. Ein feststeckender Fremdkörper sollte nicht einfach selbst entfernt werden, denn Stichrichtung und Tiefe sind wichtige Informationen für den Tierarzt die näheren Aufschluss über den Grad der Verletzung gibt. Auch wenn keine offenkundige Lahmheit beim Pferd feststellbar ist oder nicht viel Blut aus der Wunde austritt, kann es bei einer Verschleppung zu schwerwiegenden Folgen kommen. Das Hauptrisiko besteht darin, dass mit dem eingetretenen Fremdkörper auch Bakterien in die Wunde und damit im weiteren Verlauf in das Hufgelenk, den Hufrollenschleimbeutel oder die tiefe Beugesehne eindringen. Wird die Wunde nicht umgehend fachmännisch versorgt, können die Bakterien zu einer schwerwiegenden Schädigung von Sehne, Knorpel oder Knochen führen, die eine chronische Lahmheit nach sich zieht.

Wurde früher eher auf Verdacht behandelt, sind heute Dank neuer Untersuchungsmethoden wesentlich höhere Erfolgschancen zu verzeichnen. Mit Hilfe der Kernspintomographie bzw. Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) kann innerhalb kürzester Zeit sowohl der Verlauf des Fremdkörpereintritts als auch die verletzten Gewebestrukturen am stehenden Pferd und ohne Vollnarkose beurteilt werden. Dadurch kann eine Risikoabschätzung und die Wahl des jeweils geeigneten Behandlungsverfahrens durch den Tierarzt deutlich erleichtert werden. 

Mit den Informationen aus dem MRT kann der Veterinär im Bedarfsfall frühzeitig mit einer Operation reagieren und deutlich gewebeschonender das betroffene Areal bearbeiten. Auf diese Weise erhöhen sich die Heilungschancen um ein Vielfaches. 

Waren bis vor einigen Jahren Pferdebesitzer noch gezwungen ihre Patienten für eine derartige Untersuchung nach Deutschland zu bringen, gibt es seit einiger Zeit nun auch in Österreich MRT-Anlagen für Pferde. Eine davon steht in der Pferdeklinik Equidocs Austria von Dr. Hagen-Siegfried Zappe im niederösterreichischen Ebreichsdorf und auch die Veterinärmedizinische Universität Wien bietet in ihrem umfassenden Diagnostikprogramm einen Magnet-Resonanz-Tomographen an.

Quelle

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