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08.05.2015

Nationenpreisteam enttäuscht in Linz

22 Fehler und ein frühes Aus nach dem ersten Umlauf auf Rang neun – der Auftakt in die neue Nationenpreis-Saison verlief für Österreich beim Heimspiel in Linz-Ebelsberg alles andere als zufriedenstellend. Der Überraschungssieg ging nach zwei hervorragenden Runden an das Team aus Tschechien.

Beste Österreicher im Nationenpreis von Linz-Ebelsberg: Roland Englbrecht und Mevist"s Poorboy kamen mit einem Abwurf ins Ziel. © Tomas Holcbecher
Beste Österreicher im Nationenpreis von Linz-Ebelsberg: Roland Englbrecht und Mevist"s Poorboy kamen mit einem Abwurf ins Ziel.
© Tomas Holcbecher
Sein Debüt als Teamchef der österreichischen Springreiter hat sich Hugo Simon vermutlich anders vorgestellt. Im Vorfeld hatte man sich noch gute Chancen ausgerechnet, doch bereits der Auftakt verlief ganz und gar nicht wie erhofft. Startreiter Markus Saurugg kassierte mit seiner zwölfjährigen Holsteiner Stute Texas I vier Abwürfe im 1,60 m hohen Springen, Staatsmeisterin Astrid Kneifel und Royal des Bissons erhöhten den Punktestand um zwei weitere Springfehler. Einen Lichtblick lieferten Roland Englbrecht und Mevisto’s Poorboy. Zwar ließ es das Duo immer wieder einmal kräftig klappern, bis auf eine Stange blieben aber alle liegen. Danach lag es an Neo-Österreicher Max Kühner und seinem zehnjährigen Bayern-Wallach Cornet Kalua, das Ruder noch einmal herumzureißen und den Einzug der rot-weiß-roten Equipe in die zweite Runde zu ermöglichen. Die Übung misslang. Der dunkelbraune Cornet-Obolensky-Sohn schmiss die Nerven und kam nach einer Extratour mit zehn Fehlerpunkten ins Ziel, was den Gesamtpunktestand auf 22 Zähler erhöhte. Nachdem sich die finnische Schlussreiterin Maju Mallat auf Vincente nur einen Abwurf leistete, schloss Finnland mit 17 Punkten auf dem achten Platz und besiegelte damit das frühe Aus für Österreich. Eine herbe Enttäuschung nach den herovrragenden Plätzen zwei und vier in den Vorjahren.

„Mir war klar, dass es nicht gleich auf Anhieb funktionieren kann. Aber es gibt Reiter-Pferd-Paarungen, die Potenzial haben“, sagte Teamchef Hugo Simon im Anschluss. „Roland Englbrecht und Max Kühner haben vom Reiten her alles richtig gemacht, bei Markus Saurugg und Astrid Kneifel waren Fehler dabei, die man vermeiden hätte können.“

Dass Simon auf die Einberufung der beiden erfahrenen Nationenpreis-Stützen Stefan Eder und Julia Kayser in Linz verzichtete, weil diese nicht zu den sehr kurzfristig anberaumten Sichtungs-Turnieren gekommen waren, hatte im Vorfeld für Diskussionen und Missstimmung gesorgt. Trotz des enttäuschenden Abschneidens in Linz lässt Simon keinerlei Zweifel an seiner Reiterwahl aufkommen: „Alle, die hier sind, wollen, und das ist beim Teambewerb das Wichtigste. Wenn wir gemeinsam so weiter machen, wird dabei auch etwas Gutes herauskommen“, ist der 72-Jährige überzeugt.

Gelegenheit sich zu beweisen bekommt die heimische Equipe in knapp vier Wochen beim Nationenpreisturnier von Sopot. Zuvor geht es aber für acht Pferd-Reiter-Paare nach Celje „wo es zwar um keine Nationenpreis-Punkte, aber um den Rhythmus und den Teamgeist geht."

Tschechen überragend

Insgesamt kämpfen 16 Nationen in der Europa Divison 2 um zwei Plätze für das Finale der Top-18 Nationen, das vom 24. bis 27. September in Barcelona (ESP) stattfinden wird. Aus Linz nimmt Österreich 55 Punkte für die Wertung mit.

Die maximale Punkteausbeute von 100 Zählern ging auf das Konto der tschechischen Equipe. Zu den null Fehlern aus dem ersten Umlauf gesellten sich in Runde zwei lediglich zwei Strafpunkte aus der Zeit, die zugleich das Siegergebnis bedeuteten. Mit einer blütenweißen Null in Runde zwei katapultierte sich das ukrainische Team von Platz fünf noch auf den zweiten Rang (gesamt 8 FP), Deutschland schaffte mit 13 Fehlerpunkten auf dem Konto auch noch den Sprung aufs Podest.

Alle Ergebnisse im Detail können Sie hier nachlesen.
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