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19.04.2017

Neue Serie für pferdefreundlichen Distanzsport gegründet

Der Distanzrennsport ist in den vergangenen Jahren durch unzählige Skandale schwer in Verruf geraten. Eine Initiative des Emirate-Scheichs Sultan Al Nahyan will dem mit einer eigenen, pferdefreundlichen Turnierserie entgegensteuern.

Eine neue Turnierserie im Distanzsport stellt das Wohlergehen der Pferde und einen fairen Wettkampf in den Fokus der in Verruf geratenen Disziplin. © Eric Knoll/FEI
Eine neue Turnierserie im Distanzsport stellt das Wohlergehen der Pferde und einen fairen Wettkampf in den Fokus der in Verruf geratenen Disziplin.
© Eric Knoll/FEI
Anders als die scheinbar endlos lange Liste an negativen Medienberichten vermuten lässt, gibt es sie noch, die echten Freunde des Distanzrennsports. Einer von ihnen ist Scheich Sultan Al Nahyan. Dem Eigentümer von Boudheib, dem drittgrößten Distanz-Veranstaltungsgelände der Emirate, geht es nicht um Prestige und hohe Preisgelder, sondern vorrangig um fairen Sport. Fair vor allem den Pferden gegenüber, aber auch den Reitern.

Bereits Anfang des Vorjahres veranstaltete Al Nahayan ein Rennen, bei dem der ursprünglichen Gedanken der Endurance klar im Fokus stand – der eines pferdefreundlichen Wettbewerbs für Idealisten. Zu diesem Zweck wurden zusätzlich zum Regelwerk der FEI eigene Regeln entwickelt. Neben der drastischen Limitierung von „Helfern“ und Fahrzeugen auf der Rennstrecke bezieht sich eine der wichtigsten auf die Durchschnittsgeschwindigkeit. Bei modernen Wüstenrennen werden im Schnitt bis zu 40 km/h erreicht – ein horrendes Tempo, das vor wenigen Jahren noch völlig undenkbar gewesen wäre. Derartige Spitzengeschwindigkeiten bleiben jedoch nicht ohne Folgen. Ermüdungsbrüche stehen bei Wüstenrennen fast schon auf der Tagesordnung.

Dieses Problem packt das das Boudheib-Reglement beim Schopf. Teilnehmer dürfen durchschnittlich nicht mehr als 20 km pro Stunde zurücklegen. Überprüft wird das mittels GPS-Sender. Geld gibt es zwar auch hier für denjenigen, der als erstes die Ziellinie passiert, den größten Teil der Dotierung kassiert aber jener Reiter, dessen Pferd sich während des Wettkampfes in der besten Verfassung präsentiert. Nicht der schnellste Reiter gewinnt also, sondern der fairste.

Sieben Rennen für 2017 geplant

Nach der positiven Resonanz vieler Distanzsport-Fans soll das Konzept des Scheichs heuer in Serie gehen. Insgesamt sieben Rennen sind geplant, in Südafrika, den Niederlanden, Deutschland, Frankreich, Jordanien und den USA. Damit hofft Scheich Sultan Al Nahyan den Distanzsport wieder auf einen besseren Weg zu helfen, „um den Partner Pferd zu ehren und beschützen.“ Das Interesse, jedenfalls, ist groß. Für den Serienauftakt in Südafrika mit Bewerben über 40, 80 und 120 km gibt es bereits über 200 Nennungen.