Array ( [2000] => Home [2005] => Nachrichten [1011] => Marktkurzinfos [1026] => Marktanalysen [1016] => Reportagen [1044] => Über Uns [1046] => Das Team [1045] => Mediadaten [2021] => Impressum [2022] => AGB )
HV Polo Skyscraper
  • HV Polo  HV Polo
09.06.2015

Neue Springreitserie Global Champions League klagt Weltreiterverband

Die Global Champions League, der neueste Coup von Global Champions Tour-Macher Jan Tops, hat Beschwerde bei der belgischen Wettbewerbsaufsicht in Brüssel gegen die FEI eingelegt. Grund: Der Weltreiterverband soll gegen europäisches Wettbewerbsrecht verstoßen.

Die Global Champions League, eine neue Team-Springserie von GLobal-Champions-Tour-Macher Jan Tops, hat gegen die FEI Beschwerde wegen ihrer "wettbewerbsfeindlichen Exklusivitätsklausel" eingelegt. © Stefano Grasso / GCT
Die Global Champions League, eine neue Team-Springserie von GLobal-Champions-Tour-Macher Jan Tops, hat gegen die FEI Beschwerde wegen ihrer "wettbewerbsfeindlichen Exklusivitätsklausel" eingelegt.
© Stefano Grasso / GCT
Die von der Global Champions Tour entwickelte Springreitsport-Liga Global Champions League ist ein neuer Teamwettbewerb mit dem man „eine spannende Serie, die den Sport belebt und ihm weltweit zu mehr Reichweite und Beliebtheit verhilft“ schaffen wollte. Dabei sollten Teaminhaber vier Starreiter rekrutieren, die anlässlich der Global Champions Tour Etappen gegeneinander antreten. Trotz einjähriger Verhandlung mit dem Weltreiterverband, blieb die Zustimmung der FEI zum neuen Format bislang aus.

Dagegen will man sich seitens der Global Champions League nun zur Wehr setzen. Die eingelgte Beschwerde richtet sich konkret gegen die Praxis der FEI, ihren Reitern eine sogenannte "Exklusivitätsklausel" aufzuerlegen, die es Reitern, Pferden und Offiziellen verbietet, innerhalb eines Zeitraums von sechs Monaten vor ihrer Teilnahme an einer FEI-Veranstaltung an Veranstaltungen teilzunehmen, die nicht von der FEI genehmigt wurden. Vor dem Hintergrund des ganzjährigen Veranstaltungszyklus des Springreitens auf Weltebene kommt die Exklusivitätsklausel praktisch einer Startsperre für Reiter bei Nicht-FEI-Veranstaltungen gleich. Ein großes Problem wird auch darin gesehen, dass die FEI nicht nur als Dachverband des Sports fungiert, der die Regeln für alle Wettbewerbe festlegt, sondern auch seine eigenen Springreitveranstaltungen in Konkurrenz zu anderen Organisationen veranstaltet, die ihr unterstehen.

“Die Exklusivitätsklausel der FEI stellt einen klaren Bruch des EU-Wettbewerbsrechts dar und ist daher illegal. Sie macht es unmöglich andere Turniere zu organisieren und zu vermarkten als diejenigen der FEI selbst. Neueste Präzedenzfälle aus Irland und Italien geben unserem Fall Rückenwind“, heißt es von den Anwälten der GCL.

Global Champions Tour-Macher Jan Tops bedauert, dass die FEI ihm keine Wahl gelassen habe, als in dieser Sache nun rechtliche Schritte einzuleiten. Man sei dem Weltreiterverband ohnedies schon entgegen gekommen und Kompromisse eingegangen, um die Nationenpreisserie der FEI zu schützen.
 
  • Das könnte Sie auch interessieren