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17.06.2015

Neue tödliche Herpesfälle in Norddeutschland

Aus dem Norden Deutschlands gibt es beunruhigende Neuigkeiten. Nach einem neuerlichen Ausbruch des Equinen Herpes Virus EHV-1 sollen bereits zwei Pferde gestorben sein.

Die Impfung gegen equines Herpes ist umstritten - einen 100 %igen Schutz kann sie nicht bieten, allerdings reduziert sie die Virusausscheidung und führt dadurch zu weniger Infektionen. © pholidito - fotolia.com
Die Impfung gegen equines Herpes ist umstritten - einen 100 %igen Schutz kann sie nicht bieten, allerdings reduziert sie die Virusausscheidung und führt dadurch zu weniger Infektionen.
© pholidito - fotolia.com
Die das Hamburger Abendblatt berichtete, soll im schleswig-holsteinischen Grande der hoch gefährliche Virus des Typs EHV-1 bereits zwei Pferdeleben gefordert haben, weitere Pferde sollen erkrankt sein. Bei den verstorbenen Tieren handelte es sich um ein vier- und ein fünfjähriges Pferd, beide waren gegen Herpes geimpft, bei beiden war die schwere neurologische Form des Virus ausgebrochen. Zwei weitere Betriebe im Landkreis Storman sollen ebenfalls Herpesfälle im Stall haben.

Erst im März hatte ein Amstettener Reiverein fünf Pferde an den nicht selten tödlich verlaufenden Virus verloren. Wie es zum Ausbruch der Krankheit gekommen war, konnte nicht mehr rekonstruiert werden, jedoch begünstigt die Globalisierung nebst der zunehmenden Anzahl nationaler und internationaler Turniere und die fortschreitende Reisefreudigkeit zu Kursen, Wanderritten und dergleichen die Verbreitung von Erregern über die Landesgrenzen hinweg enorm.

Das Equine Herpesvirus zählt zu den häufigsten Infektionskrankheiten beim Pferd. Experten gehen davon aus, dass weit über 80 Prozent aller Hauspferde bis zum dritten Lebensjahr Kontakt mit Herpesviren haben. Die Übertragung der hoch ansteckenden Krankheit erfolgt durch direkten Kontakt und Tröpfcheninfektionen. Ähnlich wie beim Menschen bleibt ein einmal infiziertes Pferd zeitlebens Virusträger, selbst wenn keine Krankheitssymptome auftreten. Stress oder ein geschwächtes Immunsystems können zu einer plötzlichen Aktivierung der Herpesviren führen, die sich in weiterer Folge massenhaft verbreiten und dazu führen, dass das betroffene Tier erkrankt.

Impfung schützt nur bedingt

Über Nutzen und Risiken der EHV-1-Impfung scheiden sich die Geister. Keiner der momentan erhältlichen Impfstoffe schützt vor der neurologischen Verlaufsform. Selbst eine Impfung in Abständen von drei bis fünf Monaten bietet einen 100-prozentigen Schutz vor einem Ausbruch der Krankheit. Allerdings reduziert sie die Virusausscheidung und führt dadurch zu weniger Infektionen.

Quelle
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