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27.04.2015

Neuer Pferdefleisch-Skandal zieht 26 Verhaftungen nach sich

Ein neuer Skandal erschüttert derzeit die europäische Lebensmittelindustrie. Zwischen 2010 und 2013 sollen rund 4700 nicht zur Schlachtung freigegebene Pferde auf dem Teller gelandet sein.

Für den menschlichen Verzehr ungeeignetes Pferdefleisch ist offenbar in mehreren Ländern jahrelang illegal in den Handel geschleust worden sein. © Anthony Leopold - fotolia.com
Für den menschlichen Verzehr ungeeignetes Pferdefleisch ist offenbar in mehreren Ländern jahrelang illegal in den Handel geschleust worden sein.
© Anthony Leopold - fotolia.com
In mehreren Ländern Europas wurde offenbar jahrelang illegal Pferdefleisch in den Handel geschleust, das gar nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt war. In einer Polizeiaktion wurden am vergangenen Freitag Dutzende von Betrieben durchsucht und 26 Personen festgenommen, die meisten davon in Frankreich.

Die über die Grenzen hinweg operierenden kriminellen Händler sollen Pferdepässe gefälscht haben, mit denen sich neben der Herkunft jedes einzelnen Tieres auch dessen Medikation nachvollziehen lässt. Die Pferde seien vorsätzlich als Schlachttiere für die Fleischgewinnung deklariert worden und auf diesem Weg in die Lebensmittelkette gelangt sein, so der Verdacht. „So wurde aus Pferden, die eigentlich beseitigt werden sollten, ein wertvolles Gut mit großer Profitspanne gemacht“, hieß es aus Ermittlerkreisen in Den Haag.

Wie beim großen Skandal Anfang 2013, als Pferdefleisch falsch deklariert als Rindfleisch verkauft worden war, gehen die Ermittler davon aus, dass es sich auch in diesem Fall um „grenzüberschreitendes organisiertes Verbrechen“ handelt.

Hinweise, dass Konsumenten gesundheitlich geschädigt worden seien, gibt es bislang nicht. Nach derzeitigem Wissensstand hätten die kriminellen Pferdefleischhändler vor allem in Frankreich, Belgien und den Niederlanden operiert

Quelle
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