Array ( [2000] => Home [2005] => Nachrichten [1011] => Marktkurzinfos [1026] => Marktanalysen [1016] => Reportagen [1044] => Über Uns [1046] => Das Team [1045] => Mediadaten [2021] => Impressum [2022] => AGB )
22.05.2012

Neuwahlen bei Welt Haflinger Vereinigung gefordert

Nach dem Rausschmiss aus dem Tiroler Haflingerverband im vergangenen Jahr, droht dem ehemaligen Haflinger-Papst Johannes Schweisgut nun auch der unfreiwillige Abgang aus der Welt Haflinger Vereinigung.

Die neue Führung des Haflinger Pferdezuchtverbandes Tirol will künftig die Kontakte mit den Südtiroler Haflingerzüchtern intensivieren. © Jon Shave
Die neue Führung des Haflinger Pferdezuchtverbandes Tirol will künftig die Kontakte mit den Südtiroler Haflingerzüchtern intensivieren.
© Jon Shave
Dabei hatte sich der ehemalige Geschäftsführer des Ebbser Fohlenhofes und des Haflinger-Pferdezuchtverbands Tirols erst im September für sechs weiter Jahre zum Präsidenten der Welt Haflinger Vereinigung wählen lassen. Eine Situation, die den Tiroler Haflingerzüchtern so gar nicht schmeckt: „Wir haben uns von der Vergangenheit getrennt – und jetzt sollen wir in der Weltvereinigung wieder mit exakt diesen Leuten zusammenarbeiten?“, fragt sich Schweisguts Nachfolger im Haflinger-Pferdezuchtverband Tirol, Lukas Scheiber, im Gespräch mit der Tiroler Tageszeitung. Weil auch andere die aktuelle Situation als denkbar unglücklich empfinden, sollen zahlreiche Landesorganisationen mit dem Gedanken spielen, aus der Welt-Haflinger-Vereinigung auszutreten.

In einer Versammlung der Tiroler mit zahlreichen Vertretern der Mitgliedsorganisationen des Weltverbandes am vergangenen Donnerstag wurde deshalb gemeinsam über die zukünftige Rolle der Welt Haflinger Vereinigung sowie über die Gestaltung einer internationalen Zusammenarbeit diskutiert. Die knapp 50 Vertreter aus zehn Nationen, die rund 85 Prozent des weltweiten Haflinger-Bestands repräsentieren, unterzeichneten dabei eine Erklärung, in der sie die Forderungen der Tiroler Haflingerzüchter unterstützen. So wurde nun die Einberufung eine außerordentliche Delegiertenversammlung der Weltvereinigung beantragt, bei der ein neuer Präsident samt Vorstand und Sekretär gewählt werden sollen.

Zudem gibt es Bestrebungen, künftig die Kontakte mit den Südtiroler Haflingerzüchtern zu intensivieren und in weiterer Folge auch den Welt- und den Europaverband zusammenzulegen. Beides Initiativen, die unter dem aktuellen Welt-Präsidenten Schweisgut nicht möglich wären, die jedoch von der Tiroler Landwirtschaftskammer im vollen Umfang unterstützt werden: „Natürlich unterstützen wir das. Die neue Führung des Verbands hat viele Maßnahmen, die wir in unserem Zukunftskonzept niedergeschrieben haben, schon umgesetzt und den Verband finanziell endlich auf eine gesunde Basis gestellt. Aber es muss noch einiges passieren“, so Josef Hechenberger, Präsident der Tiroler Landwirtschaftskammer im Interview mit der Tiroler Tageszeitung. Und auch die Intensivierung der Zusammenarbeit mit Südtirol hält er für sehr erstrebens- und wünschenswert: „Wenn am Ende in Ebbs ein Gesamttiroler Haflinger-Zentrum entsteht, soll uns das nur recht sein“, gibt sich Hechenberger optimistisch, „aber bis dorthin ist es noch ein weiter Weg.“

Quelle
Passier Skyscraper
  • Passier  Passier