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28.06.2013

Niederlande siegen im Nationenpreis-Krimi von Aachen

Am Donnerstagabend sicherte sich die niederländische Equipe in einem Herzschlag-Finale den Sieg im Nationenpreis der Springreiter. Das Team von Eqipechef Rob Ehrens setzte sich in zwei Umläufe mit 14 Fehlerpunkten gegen Belgien (17) und Deutschland (21) durch.

Gerco Schröder und sein Olympiapferd London legten mit zwei fehlerfreien Runden den Grundstein für den Sieg der Niederländer im Aachener Nationenpreis. © Kit Houghton / FEI
Gerco Schröder und sein Olympiapferd London legten mit zwei fehlerfreien Runden den Grundstein für den Sieg der Niederländer im Aachener Nationenpreis.
© Kit Houghton / FEI
Viel spannender kann ein Finale nicht sein: Erst das letzten Hindernis brachte am Donnerstagabend die Entscheidung im Nationenpreis vor den Augen 40.000 Zuschauern in der Soers. Bis zu diesem letzten Sprung hatte Belgiens Schlussreiter Ludo Philippaerts einen Abwurf im Umlauf – ein Ergebnis, das für den Gesamtsieg gereicht hätte. Doch dann verschätzte sich der 50-Jährige mit der letzten Distanz, die Stange fiel und der mögliche Sieg war vergeben. Des einen Leid, ist des anderen Freud, in diesem Fall jene der glücklichen Niederländer, die sich damit über den Sieg freuen durften. „Ich habe den Sieg heute aus der Hand gegeben. Nach der Dreifachen habe ich nochmal aufs Tempo gedrückt, weil ich die Zeit einhalten wollte. Dabei kam ich hinter die Bewegung“, analysierte der Pechvogel des Abends. „Die Niederländer müssen mir jetzt für den Rest des Jahres das Bier ausgeben“, sagte er tief enttäuscht in Richtung Siegermannschaft.

Zum Sieg der Oranjes trug vor allem Gerco Schröder bei. Der Schlussreiter der Holländer blieb auf seinem Olympiapferd London als einziger Starter des gesamten Teilnehmerfeldes in beiden Runden fehlerfrei und legte somit den Grundstein für den Sieg. „Ich danke meinem Pferd. London hat heute einen fantastischen Job gemacht“, kommentierte Schröder entsprechend zufrieden. Marc Houtzager auf Sterrehof’s Tamino (9/0), Leon Thijssen auf Tyson (5/0) und Harrie Smoulders auf Emerald (9/9) komplettierten die Mannschaft, die im zweiten Umlauf nach Abzug des Streichergebnisses von Smoulders gänzlich ohne Abwurf und Strafpunkt blieb und damit den Rückstand auf die führenden Belgier noch aufholen konnte. „Wir haben uns zwischen den Umläufen zusammengesetzt, die Fehler besprochen und eine Taktik für die zweite Runde ausgemacht. Das haben die Jungs dann super umgesetzt. Auch von mir ein großes Kompliment“, sagte Teamchef Ehrens.

Neben Philippaerts (0/8) war Gregory Wathelet auf Desteny van het Dennehof für Belgien an den Start gegangen. Nach 20 Strafpunkten in Runde eins trat der 32-Jährige im finalen Durchgang nicht mehr an. Daher hatten seine Kollegen Nicola Philippaerts auf Cortez und Dirk Demeersman auf Bufero van het Panishof kein Streichergebnis mehr zur Verfügung. „Mit 20 Strafpunkten zum Auftakt schwinden natürlich erst einmal die Hoffnungen. Aber dann haben wir uns hervorragend gefangen. Der zweite Platz geht in Ordnung“, sagte Equipechef Kurt Gavemeier. Sein Quartett hielt sich im gesamten Prüfungsverlauf gut. Vor allem Demeersman machte seinen Kameraden zwischenzeitlich mit einer fehlerfreien Runde noch einmal große Hoffnungen auf den CHIO-Triumph.

Otto Becker, Bundestrainer der deutschen Reiter, konnte mit der Leistung seiner drittplatzierten Mannschaft – die vor einer Wochen in Rotterdam siegreich gewesen war – nur bedingt zufrieden sein. Lediglich Startreiter Christian Ahlmann war auf Codex One im ersten Umlauf fehlerfrei geblieben. Anschließend sammelte jeder Deutsche bei jedem Ritt mindestens vier Fehlerpunkte. Meredith Michaels-Beerbaum hatte auf ihrer Bella Donna beide Male sowohl einen Fehler am Wassergraben, als auch Zeitfehler. Daniel Deusser auf Cornet D’Amour und Ludger Beerbaum auf Chiara verbuchten jeweils einen Abwurf pro Runde auf ihrem Konto. Becker blickte dennoch optimistisch nach vorn: „Wir haben jetzt noch drei Tage in Aachen und greifen weiter an.“

„Die anderen waren heute einfach besser“, stellte Deutschlands Ludger Beerbaum fest und lobte den Kurs. „Es war diesmal kein brutal schwerer Parcours. Es ging mehr um technische Feinheiten und um die Zeit.“ Für die 49-jährige deutsche Springsportikone sei es „jedes Mal wieder etwas Besonderes, in Aachen reiten zu dürfen.“ Für den vierfachen Olympiasieger war der heutige Nationenpreis „einer der spannendsten, den es hier seit langem gab“.

Schweiz bleibt in Führung

In der Europa-Liga 1 des Furusiyya FEI Nations Cup führt nun nach fünf von acht Qualifikationsstationen weiterhin die Schweiz (250 Punkte), die in Aachen mit ihren Reservepferden auf Rang sechs ritt. Platz zwei im Gesamtklassement hält Frankreich (232,67) vor den Niederlanden (230,5), Irland (220,67) und Deutschland (182).
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