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24.07.2017

ÖM Kaltblut Einspänner: Sieg der Beständigkeit

Bei den Österreichischen Meisterschaften der Kaltblut Einspänner in St. Margarethen im Lavanttal wurde den Fahrern und ihren Pferden alles abverlangt. Nach einem packenden Finale zwischen den Kegeln ging der Sieg schließlich ins Ländle.

Enrico Allgäuer und Manto Diamant XIII sind die neuen Österreichischen Meister im Kaltblut Einspänner. © Sonja Bauer
Enrico Allgäuer und Manto Diamant XIII sind die neuen Österreichischen Meister im Kaltblut Einspänner.
© Sonja Bauer
Eine intensive Regenperiode hatte deutliche Spuren im Geläuf hinterlassen und machte sich bereits in der Dressur bemerkbar. Zur echten Herausforderung wurde der schwere Boden allerdings im Marathon. Dort machte das  hügelige Gelände, das keine Erholungsphase zwischen den einzelnen Hindernissen zuließ, vielen Gespannen schwer zu schaffen. Mitunter lag es vielleicht auch an der fehlenden Kondition mancher Pferde.

Keinerlei Schwäche zeigte der Schecke Leo Vulkan. Unter der kundigen Anleitung des Kärntners Helmut Scherzer zeigte er die beste Leistung auf der fordernden Strecke und übernahm nach Dressur und Marathon die Führung in der Zwischenwertung - unmittelbar vor dem Vorarlberger Enrico Allgäuer mit Manto Diamant XIII. Dressursieger Bernhard Ettl aus Tirol landete mit seiner Stute Soraya hingegen im geschlagenen Feld.

Nach den Strapazen der vorangegangenen Teilbewerbe wurde der abschließende Kegelparcours kurzerhand auf den Abfahrplatz verlegt. Man wollte den Pferden einen weiteren Bewerb auf tiefem Boden ersparen. Parcoursbauer Kurt Seidl zeigte Flexibilität und entwarf einen auf die geänderten Voraussetzungen angepassten neuen Kegelparcours.

Am besten kam dort der Steirer Johann Perhab zurecht. Er lieferte zwei fehlerfreie Runden in absoluter Bestzeit und schob sich damit von Platz neun noch auf den sechsten Rang vor. Der Zweitplatzierte der Zwischenwertung, Enrico Allgäuer, kam mit einem Abwurf aus dem Kegelparcours, sodass sich Helmut Scherzer entschied auf Sicherheit zu fahren. Doch diese Strategie ging nicht auf. Zwar blieb der Kärntner an den Hindernissen ohne Fehler, lud seinem Konto jedoch 6,5 Strafpunkte aus der Zeit auf. Damit fiel er in der Gesamtwertung auf den Silberrang hinter Allgäuer zurück, der zwar in keinem Bewerb der Beste war, dafür aber mit den Platzierungen drei, zwei und drei die größte Beständigkeit an den Tag gelegt hatte.

Die Bronzemedaille ging dank der zweitbesten Fahrt im Kegelparcours an das Tiroler Duo Marcus Oppeneiger und Donner Vulkan.

Alle Ergebnisse im Detail gibt's hier.

Sonja Bauer/ps