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24.02.2012

OEPS plant neues Horsemanship-Referat

Der Anlass für die Neugründung dieses Referates, das mit Jänner 2013 seine Arbeit aufnehmen soll, sind die sich häufenden Fälle von Tierschutzvergehen im Pferdesport

Der Österreichische Pferdesportverband, kurz OEPS, will ein neues Referat ins Leben rufen. Im Jänner 2013 soll es, mit Kompetenzen und Geldmitteln ausgestattet, unter dem Titel „Horsemanship“ seine Arbeit aufnehmen. Anlass für die Neugründung sind die sich häufenden Fälle von Tierschutzvergehen im Pferdesport, so Präsidentin Elisabeth Max-Theurer. Zwar sieht es der OEPS insgesamt als seine Aufgabe, sich des Wohls der Pferde anzunehmen, alle seine Gremien, FunktionärInnen, RichterInnen sind dem Grundsatz „welfare of the horse“ (wie im „FEI Code of Conduct“ festgehalten) verpflichtet, Regulative wie die ÖTO, deren Bestimmungen (auch) dem Schutz der Pferde vor reiterlichen Übergriffen dienen, untermauern dies. Zum Tragen kommen alle diese Vorkehrungen vor allem auf Turnier-veranstaltungen (auf die Problematik der vom Veranstalter bestellten RichterInnen sind wir an dieser Stelle bereits eingegangen). Die meisten Übergriffe – so auch die jüngsten Verdachtsfälle von Pferdemisshandlungen – ereignen sich aber beim Training im Heimat- oder Trainingsstall. Das ist nichts Neues, man denke nur an die Barr-Affaire um 1990. Die Methode ist übrigens bis heute nicht ausgestorben, wie Insider zu berichten wissen. Und solange der Zweck, sprich: der Erfolg, die Mittel heiligt, wird sich daran vermutlich auch nichts ändern.

Die Grundlagen für einen pferdegerechten Sport gibt es also, man müsste sie nur beachten bzw. ihre Beachtung verstärkt einfordern – über die einzelne Turnierveranstaltung hinaus: Eine neue Pferde- und Reitkultur tut not. Die wichtigste Aufgabe des neuen Referates wird es daher sein, die Reitausbildung zu reformieren: In den Mittelpunkt müssen das Pferd und seine Bedürfnisse gestellt werden. Dann kommt lange nichts – und dann die Reiterin, der Reiter. Und ganz zuletzt der Erfolg. So hielt es zumindest Reitmeisterin Gertrud Knopfhart, deren Porträt Sie in der Märzausgabe unseres Magazins lesen können.

Reiten ist eine schwierige Kunst, deren Erlernen Jahrzehnte in Anspruch nimmt. Abkürzungen gehen immer zu Lasten des Pferdes. „Jeder will reiten können, aber kaum jemand will es wirklich lernen.“ Auch diese Erkenntnis Gertrud Knopfharts hat bis heute nichts von ihrer Gültigkeit verloren.
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