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15.11.2012

OEPS sagt Satteldieben den Kampf an

Nachdem die Diebstähle von Sätteln und Reitsportzubehör in Österreichs Ställen während den vergangenen Monaten wieder stark zugenommen haben, wurde nun eine neue Arbeitsgruppe gegründet, die sich die Ausforschung und Zerschlagung der Tätergruppen zum Ziel gesetzt hat.

Rund 800.000 Euro Schaden ist in den vergangenen Monaten durch die Entwendung von Sätteln und Reitsportzubehör entstanden. © Gazmandhu - Fotolia.com
Rund 800.000 Euro Schaden ist in den vergangenen Monaten durch die Entwendung von Sätteln und Reitsportzubehör entstanden.
© Gazmandhu - Fotolia.com
In den vergangenen Monaten wurden vermehrt Einbruchsdiebstähle in Reitbetrieben und Diebstähle bei Turnierveranstaltungen gemeldet. Dabei wurden größtenteils hochwertige Sättel aber auch anderes, im oberen Preissegment angesiedeltes, Reitsportzubehör entwendet. Der durchschnittliche Schaden einer solchen Einbruchsaktion wurde mit rund 15.000 Euro beziffert. Insgesamt 33 solcher Einbruchsdiebstähle wurden bis dato registriert, zusätzlich wurden etwa 50 klassische Diebstähle von Sättel und Reitsportzubehör begangen. Der Gesamtschaden aus den Einbrüchen und Diebstählen liegt bei etwa 800.000 Euro. Am stärksten betroffen gelten die Bundesländer Niederösterreich, Steiermark, Burgenland, aber auch Kärnten, Oberösterreich und Salzburg.

Als Täter werden Gruppierungen aus den ehemaligen Ostblockstaaten vermutet, die das Diebesgut in ihrer Heimat wieder in Umlauf bringen. Zudem ist auch denkbar, dass zumindest ein Teil der Ware in Österreich über Reitsportartikelhändler in den Wiederverkauf gelangt. Es wird vermutet dass derzeit mehrere derartige Gruppierungen in Österreich unterwegs sind. Die Vorgehensweise der Diebe, die meist arbeitsteilig vorgehen, sei dabei größtenteils gleich:
  • Personen aus dem Ausland sprachen Tage oder Stunden vor den strafbaren Handlungen  bei Reitställen, Reitbetrieben um Arbeit vor
  • Ein Zusammenhang mit „Heulieferanten“ meist aus den ehemaligen Ostblockstaaten dürfte bestehen
  • Die Satteldecken wurden beim Einbruchsdiebstahl von den Sättel entfernt und die Sättel mit einer Schubkarre vom Stall/Sattelkammer weggeführt und dann in mehr oder weniger weit entfernt abgestellte Kraftfahrzeuge verladen
  • Die Täter kannten die Örtlichkeiten genau, da sie nur jene Schränke in den Sattelkammern aufbrachen, in welchen sich die qualitativ hochwertigen Reitsättel befanden 
  • Die Täter oder Mitglieder der Bande nutzten häufig Turniere um z.B. als Turnierteilnehmer die Örtlichkeit ausspionieren und dann die Details den Ausführenden mitteilten zu können
  • Da Zum Teil auch Nachsperrungen bei den Tatörtlichkeiten vorkamen, dürften auch „Insider“ involviert sein
  • Bei den vor kurzem begangenen  Einbruchsdiebstählen wurden nicht nur Reitsättel/ Reitsportzubehör entwendet, sondern auch andere Gegenstände wie z.B. Rasenmäher, Motorsägen, Motorsensen
  • Die Tatörtlichkeiten (Sattelkammern, Sattelschränke usw.) waren bei den Reitbetrieben und Reitvereinen, aber auch bei Turnierveranstaltungen schlecht, wenn überhaupt nicht gesichert/versperrt und die Täter hatten sozusagen „leichtes Spiel“.

AG Reitsättel

Um den Tätern Einhalt zu gebieten, hat der OEPS als Gegenmaßnahme in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer Österreich – Sparte Sportartikel, den Ländlichen und der Zentralen Arbeitsgemeinschaft österreichischer Pferdezüchter (ZAP) sowie allen betroffenen Landeskriminalämtern, über Einladung des Bundeskriminalamtes Wien, Anfang Oktober eine Kooperation mit dem Ziel der Ausforschung und Zerschlagung der Tätergruppen vereinbart und die Arbeitsgruppe Reitsättel, kurz „AG Reitsättel“ gegründet.

In einem ersten Schritt geht es darum, sich durch gezielte Maßnahmen vor derartigen Einbruchsdiebstählen effektiv zu schützen:
  • Versuchen Sie bei Vorsprachen und Nachfrage von unbekannten Personen, bei   Reitställen/-betrieben/-vereinen, um Arbeit, oder ob am Kauf von Heu oder Reitsättel oder andere Reitsportartikel Interesse besteht, die Personendaten oder Fahrzeugdaten zu erlangen
  • Achten Sie darauf Sattelkammern/Schränke stets gut zu versperren und einbruchsicherer zu machen
  • Achten Sie bei Reitturnieren auf nicht zum Turnierablauf gehörende Personen und Besucher und versuchen Sie im Verdachtsfall auch von Daten zu erlangen
  • Melden Sie verdächtige Wahrnehmungen sofort der nächsten Polizeiinspektion.
Der Österreichische Pferdesportverband prüft derzeit die Machbarkeit, Reitsättel oder Zubehör zwecks Sicherung ev. mit GPS oder anderer Markierung auszustatten und diese Möglichkeit seinen Mitgliedern anzubieten.Das Ergebnis folgt zu gegebener Zeit.

Kontakt

Es wird gebeten, alle Informationen an Ansprechpartner aus dem eigenen Bereich, entweder an die Pferdesport- und Zuchtverbänden oder die Wirtschaftskammer, weiterzuleiten. Sie können sich mit Ihrem Anliegen aber auch direkt an die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft wenden, die während der Dienstzeit unter folgenden Kotaktdaten erreichbar sind:

SIFKOVITS Dietrich - Bundeskriminalamt/3.2.2 - Tel.: 0664 2827595, E-Mail: dietrich.sifkovits@bmi.gv.at
SCHÜTZ Franz - LKA Bgld.- franz.schuetz@polizei.gv.at
ROHRHOFER Rudolf - LKA NÖ - rudolf.rohrhofer@polizei.gv.at
GAUBE Johann - LKA Stmk - johann.gaube@polizei.gv.at
PREINFALK Martin - LKA OÖ - martin.preinfalk@polizei.gv.at
KORATH Erich - LKA Kärnten - erich.korath@polizei.gv.at
TSCHERNE Karin - LKA Kärnten - karin.tscherne@polizei.gv.at
MEISNITZER Markus - LKA Salzburg - markus.meisnitzer@polizei.gv.at
Mag. MÄNHARDT Eldrid - Wirtschaftskammer Österreich - Sportartikel -mode.freizeit@wko.at
IPSER Karin - OEPS - k.ipser@oeps.at
Dr. LUEGER Johann - OEPS - NÖ - Johann.lueger@noe-pferdesport.at
Dr. ERASIMUS Leopold - ZAP - Leopold.erasimus@lk-noe.at
MRSTIK Rudolf - Ländliche Reiter - rmrstik@aon.at
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