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24.11.2015

Österreichs großer Pferdekenner und Hippologe Hans Brabenetz gestorben

In der Nacht von Freitag, 20., auf Samstag, 21. November, verstarb Hans Brabenetz, der Doyen der österreichischen Hippologie, ein liebenswertes Unikum und viel gesuchter Gesprächspartner im Kreise seiner Familie. Brabenetz wurde 92 Jahre alt.

Hans Brabenetz war der unumstrittene Experte in hippologischen Fragen, Zeitzeuge und Chronist der österreichischen Geschichte am Pferdesektor. © Dr. Thomas Druml
Hans Brabenetz war der unumstrittene Experte in hippologischen Fragen, Zeitzeuge und Chronist der österreichischen Geschichte am Pferdesektor.
© Dr. Thomas Druml
Hans Brabenez galt als wandelndes Abstammungslexikon, als hippologisches Gedächtnis Österreichs, schlichtweg als Phänomen. „Er ist Hüter eines ungeheuren Wissens- und Erfahrungsschatzes, die Summe eines bewegten, von Neugier und Wissensdurst angetriebenen Lebens, und er versteht es wie kein Zweiter, in völliger Klarheit die vereinzelten und durch die komplexe österreichische Geschichte in alle Länder verzweigten Wege und Entwicklungslinien unserer Pferdezucht nachzuzeichnen“, schrieben Dr. Thomas Druml und Gertrud Grilz-Seger in ihrem Porträt, das sie anlässlich Brabenetz’ 90. Geburtstages für die Pferderevue verfassten. Sie standen mit ihrer Meinung nicht alleine da. Gestütsdirektoren, Journalisten, Studenten und Pferdezüchter aus allen Ländern wandten sich bei Fragen an den österreichischen Pferdeexperten – und Brabenetz, Mitglied und Ehrenmitglied zahlreicher internationaler Pferdezuchtverbände, gerichtlich beeideter Sachverständiger und Vizepräsident des Dokumentationszentrums für Altösterreichische Pferderassen, antwortete geduldig.

Er selbst übte sich trotz seines ungeheuren Wissensschatzes stets in Bescheidenheit. „Man kann nur auf einem Gebiet gut sein, bei den Tausendsassas, die zu jedem Thema etwas zu sagen haben, bin ich immer skeptisch gewesen“, sagte Brabenetz. Von sich selbst behauptete er gerne, sich nur beim Gidran und beim Shagya-Araber auszukennen. Doch auch auf Gebieten, die ihm wenig bedeutenten, übertraf er viele der sogenannten Experten bei weitem. Mit ihm verliert Pferde-Österreich einen Hippologen, wie es ihn hierzulande vermutlich kein zweites Mal geben wird.
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