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07.05.2018

Oliver Townend nach offizieller Verwarnung wegen übertriebenen Gerteneinsatzes einsichtig

Für die neue Nummer eins der Vielseitigkeit war das Burghley-Wochenende kein gutes. Neben der verpassten Chance auf den Rolex Grand Slam hat sich Oliver Townend durch seinen rüden Gerteneinsatz im Gelände den Unmut Vieler zugezogen. Nun zeigt sich der Brite reuig.

Oliver Townend 2006 bei der WM in Aachen auf Flint Curtis © Tomas Holcbecher
Oliver Townend 2006 bei der WM in Aachen auf Flint Curtis
© Tomas Holcbecher
Nach seinen Erfolgen in Burghley 2017 und Kentucky vor einer Woche, hätte der Brite Oliver Townend mit einem weiteren Sieg in Badminton die Chance auf das ganz große Geld gehabt. 255.000 Britische Pfund vergibt Sponsor Rolex an jenen Reiter, der die Vielseitigkeitsklassiker Burghley, Kentucky and Badminton in Folge für sich entscheidet.

Für Townend hat es diesmal nicht geklappt. Dafür sorgte die Führende nach dem Gelände, Jonelle Price. Die Neuseeländerin ließ im abschließenden Springen nichts anbrennen und gewann als erste Frau seit 2007 das vermutlich schwerste Vielseitigkeitsturnier der Welt.

Vielleicht war es die Aussicht auf das saftige Preisgeld, das Townend, seit Anfang Mai neuer Weltranglisten-Erster, veranlasst hat, seine Pferde im Geländekurs härter anzupacken als üblich. Sein wenig dezenter Gerteneinsatz weckte jedenfalls nicht nur den Unmut der Zuseher, sondern auch der Offiziellen. Als Konsequenz gab’s eine Verwarnung  wegen übertriebenen Gerteneinsatzes – und zwar für die Ritte auf beiden seiner Pferde - Cooley SRS, mit dem er letztlich Zweiter wurde, und Ballaghmore Class.

In einer ersten Stellungnahme reagierte Townend noch mit wenig Verständnis für den Verweis. „Wenn du ganz oben bist im Sport, gibt es immer jemanden, der versucht dir ein Bein zu stellen“, kommentierte der Brite die Kritik im Gespräch mit der BBC. Zusammen mit seinem Gebaren im Sattel löste diese uneinsichtige Haltung auf sozialen Medien eine Welle der Empörung aus. Offenbar war sie groß genug, um den Briten nun dazu zu veranlassen zurückzurudern. Auf seiner Facebookseite postete der 35-Jährige eine Stellungnahme, die deutlich versöhnlichere Töne anschlägt.
„Nachdem ich gestern Nacht meine Geländeritte aus Badminton nun zum ersten Mal selbst gesehen habe, bin ich selbst unheimlich enttäuscht und verärgert über die Art und Weise, wie ich geritten bin. Das hat nicht gut ausgesehen und ich möchte auch nicht, dass es so aussieht. Ich akzeptiere die Verwarnung der Ground Jury voll und ganz. Mein Konkurrenzdenken hat mich übermannt und ich werde hart an mir arbeiten, um mich in diesem Bereich zu verbessern.

Ich bemühe mich wirklich sehr ein so guter Reiter für meine Pferde zu sein, wie nur möglich. Ich versuche so fit zu sein wie möglich zu sein, so leicht zu sein, wie ich kann, ich versuche so ruhig zu sitzen wie möglich um sie auf den Punkt zu reiten damit sie keine Energie verschwenden müssen. Ich sorge mich enorm um ihr Wohlergehen.
Nun habe ich das Gefühl, als hätte ich mein gesamtes großartiges Team im Stich gelassen. Ich bin mir über meine Position im Sport und meine Verantwortung, ein gutes Vorbild für junge Menschen zu sein, sehr wohl bewusst und ich bitte alle um Verzeihung.

Ich liebe meine Pferde – ich lebe für sie. Ich bin unheimlich stolz auf meine vier Pferde - Ballaghmor Class and Cooley SRS, und die beiden, die so brillant in Kentucky waren, Cooley Master Class and MHS King Joules – und auf jedes einzelne Pferd, das bei mir im Stall steht."
Die Ergebnisse aus Badminton im Detail gibt's hier.

ps
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