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02.06.2016

Olympia in Gefahr? 150 Forscher fordern Verschiebung der Spiele

Olympia in Rio sei unverantwortlich, schreiben 150 Wissenschaftler und Ärzte in einem offenen Brief an die Weltgesundheitsorganisation. Aus Angst vor einer weltweiten Verbreitung des Zika-Virus fordern sie eine Verschiebung der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro – oder eine völlige Absage.

150 Gesunheitsexperten warnen vor einer Austragung der Olympischen Spiele in Rio wegen des dort grassierenden Zika-Virus - die WHO weist die Bedenken zurück. © www.raphaelmacek.com
150 Gesunheitsexperten warnen vor einer Austragung der Olympischen Spiele in Rio wegen des dort grassierenden Zika-Virus - die WHO weist die Bedenken zurück.
© www.raphaelmacek.com
Der besonders in Brasilien verbreitete Virus kann unter anderem schwere Schädelfehlbildungen bei Babys infizierter Schwangerer auslösen. Die Übertragung erfolgt insbesondere über Mückenstiche. In einem am Freitag veröffentlichten Schreiben an die WHO in Genf warnt eine Gruppe von 150 Experten nun vor globalen Gesundheitsrisiken. Sie befürchten eine beschleunigte weltweite Ausbreitung der Krankheit, wenn sich die erwarteten 500.000 ausländischen Besucher der Spiele infizieren und das Virus mit in ihre Heimatländer bringen.

Um der drohenden Gefahr zu entgehen, empfehlen die Unterzeichner des offenen Briefes eine Verschiebung der Olympischen Spiele in Rio - oder gar einen ganz anderen Austragungsort.

Davon wollen weder die WHO noch das Internationale Olympische Komitee (IOC) etwas wissen. Es bestehe keine Gefährdung der öffentlichen Gesundheit, die die Vertagung oder Absage der Olympischen Spiele rechtfertige, teilte die WHO in einer Stellungnahme am Samstag mit.
Allerdings rät die Organisation zu besonderen Schutzmaßnahmen. So sollen etwa Schwangere generell darauf verzichten Rio de Janeiro oder andere Zika-Gebiete zu besuchen. Wer sich im Verbreitungsgebiet aufhält, soll sich mit Mückenschutzmitteln und möglichst heller, langer Kleidung vor den Moskitos schützen. Zudem rät die WHO, in Unterkünften mit Klimaanlagen zu übernachten und Türen und Fenster geschlossen zu halten. Und auch in Sachen körperlicher Liebe empfiehlt die WHO in Zika-Gebieten besondere Vorsicht. Denn das Virus steht auch im Verdacht über Geschlechtsverkehr übertragbar zu sein, weshalb sich Präservative dringend empfehlen. Oder völlige Enthaltsamkeit. Dies gilt übrigens auch noch mindestens vier Wochen nach der Rückkehr aus Südamerika.

Quelle

ps
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