Array ( [2000] => Home [2005] => Nachrichten [1011] => Marktkurzinfos [1026] => Marktanalysen [1016] => Reportagen [1044] => Über Uns [1046] => Das Team [1045] => Mediadaten [2021] => Impressum [2022] => AGB )
HV Polo Skyscraper
  • HV Polo  HV Polo
08.10.2015

Olympische Spiele in Rio ohne Reitbewerbe?

Die Reiterbewerbe bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro stehen unter keinem guten Stern. Erst musste die gesamte Reitanlage wegen eines Ausbruchs der tödlichen und hochansteckenden Bakterieninfektion Rotz gesperrt werden, jetzt sind es ungeklärte Einfuhr-Bestimmungen, die hinter die Durchführung der Pferdesportdisziplinen ein Fragezeichen setzen.

Olympische Spiele in Rio 2016 ohne Reiterbewerbe? Möglich wär"s, wenn sich die FEI und das brasilianische Landwirtschaftsministerium hinsichtlich der Einreisebestimmungen für die vierbeinigen Athleten nicht bald einigen können. © www.raphaelmacek.com
Olympische Spiele in Rio 2016 ohne Reiterbewerbe? Möglich wär"s, wenn sich die FEI und das brasilianische Landwirtschaftsministerium hinsichtlich der Einreisebestimmungen für die vierbeinigen Athleten nicht bald einigen können.
© www.raphaelmacek.com
Um den Stress und die Belastung für die vierbeinigen Athleten so gering wie möglich zu halten, fordert der Weltreiterverband FEI vom brasilianischen Landwirtschaftsministerium eine schnellere Abwicklung der obligatorischen Veterinär-Untersuchungen für die Pferde von Teilnehmern an den Sommerspielen in Rio de Janeiro. Diese Forderung stößt, wie der Sportinformationsdienst (SID) heute mitteilte, auf wenig Begeisterung bei der Behörde. „Wenn wir das Problem nicht bis Monatsende gelöst bekommen, riskieren wir, dass die Wettbewerbe nicht in unserem Land stattfinden“, sagte Präsident Luiz Roberto Giugni vom brasilianischen Reiter-Verband CBH nach einem Treffen mit Vertretern des Weltverbandes FEI in Sao Paulo.

Das brasilianische Organisationskomitee gab sich auf Anfrage der französischen Nachrichtenagentur jedenfalls optimistisch, dass der Konflikt noch rechtzeitig beigelegt werden könne. Bei der Behörde selbst hüllt man sich derzeit allerdings in Schweigen zu der Angelegenheit.

Sollten die Differenzen nicht fristgerecht beigelegt werden können, müssten die Reiterbewerbe außerhalb des Gastgeberlandes stattfinden. Einen solchen Fall gab es in der Geschichte der Olympischen Spiele erst einmal. 1956 trugen die Reiter ihre Olympia-Konkurrenzen wegen Australiens strenger Quarantäne-Bestimmungen im schwedischen Stockholm aus.

Chance für Augustin?

Das Tauziehen um die Einreisebestimmungen könnte sich für Österreichs Dressurreiterin Victoria Max-Theurer - Sechste der Weltreiterspiele 2014 - als echter Glücksfall erweisen. Wegen der Futtermittelbestimmungen in Brasilien hatte die dreizehnfache Staatsmeisterin bereits im August verkündet, dass ein Start ihres Top-Pferdes Augustin in Rio nicht in Frage käme. Seit seiner Kolik-OP im Herbst 2009 benötigt der 15-jährige Oldenburger Hengst eine sehr aufwändige Fütterung. Schon 2010 verzichtete Victoria Max-Theuer auf eine Teilnahme an den Weltreiterspielen in Kentucky, weil eine optimale Versorgung ihres Top-Pferdes aufgrund der speziellen Einreisebestimmungen in den USA nicht möglich gewesen wäre. Bei einer Durchführung der Reiterbewerbe in Europa sähe die Sache hingegen wieder ganz anders aus.
  • Das könnte Sie auch interessieren